PV-Anlage kaufen: Die sechs besten Tipps

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PV-Anlage kaufen: Die sechs besten Tipps

Der Kauf einer Photovoltaik-Anlage ist eine langfristige Investition: Sie kann in der Regel zwischen 20 und 30, mitunter sogar 40 Jahre genutzt werden. Daher ist es wichtig, die richtige Kaufentscheidung zu treffen und einen Händler zu finden, der die beste Lösung im Sinn hat, nicht seinen Eigennutz. Was grundsätzlich zu beachten ist, haben wir hier zusammengestellt. Mit diesen sechs zusätzlichen Tipps kann kaum mehr etwas schiefgehen:

Eine Photovoltaikanlage wird installiert © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
Eine Photovoltaikanlage wird installiert © Marina Lohrbach, stock.adobe.com

Tipp 1: Referenzen einholen – und auch prüfen

Manche Verkäufer versprechen einem bei der Sonnenenergie buchstäblich das Blaue vom Himmel. Mit der zunehmenden Verbreitung von Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung sind aber auch Händler auf dem Markt aktiv geworden, die wenig Kenntnisse oder kaum Erfahrung haben. Im schlimmsten Fall sogar beides. Es gibt eine gute Möglichkeit, ihnen nicht auf den Leim zu gehen: durch die Nachfrage nach Referenzen inklusive Kontaktdaten. So können Kunden direkt und ohne Beteiligung des Verkäufers nach ihren Erfahrungen gefragt werden. Wer das verweigert, sollte gute Gründe dafür haben. Der Datenschutz ist es jedenfalls nicht: Vor der Herausgabe der Kontaktdaten kann das Einverständnis der Kunden zur Kontaktaufnahme eingeholt werden. Auch wenn vermutlich nur zufriedene Kunden als Referenzen angegeben werden, bieten solche Gespräche doch aufschlussreiche Einblicke in die Arbeitsweise des Händlers.

Lassen Sie sich nicht von Garantieversprechen blenden
Lassen Sie sich nicht von Garantieversprechen blenden

Tipp 2: Früher an später denken

Die schönste beziehungsweise ertragreichste Anlage nützt wenig, wenn nach kurzer Zeit elementare Bauteile schwächeln oder kaputtgehen. Garantien und der Service sind diesbezüglich das A und O. Zertifizierungen, Gewährleistungen und auch Testberichte bieten zwar keinen 100-prozentigen Schutz. Sie geben aber schon eine gewisse Sicherheit, nicht auf wackelige Billigware hereinzufallen. Auch, wenn der Fall hoffentlich nicht eintritt: Nachgefragt werden sollte vor dem Kauf auch, an wen man sich wenden kann, wenn doch einmal eine Komponente der Anlage Probleme macht, und was das gegebenenfalls kostet. Wer dann nur eine Telefonnummer für ein Callcenter in China erhält, sollte hellhörig werden. Manche Verkäufer bieten auch einen Service, etwa für die Wartung an. Der kann durchaus sein Geld wert sein, wenn die Kosten seriös berechnet sind und die Lebensdauer der Anlage damit gesichert oder verlängert wird.

Tipp: Mit dem Photovoltaik Rechner berechnen, ob sich eine Anlage rentiert. Trotz Förderkürzung kann man mit PV-Anlagen viel Geld sparen. Jetzt Rendite berechnen.

Tipp 3: Schau mir in die Augen

Angebote für Photovoltaik-Anlagen können auch mit einer groben Satelliten-Aufnahme zusammengewürfelt werden. Ratsam ist das aber nicht: Um beispielsweise den Standort des Gebäudes und der Anlage sowie ihre nötige Dimensionierung fachmännisch einschätzen zu können, muss man das Ganze vor Ort in Augenschein nehmen. Ein positiver Nebeneffekt eines Vor-Ort-Termins zur Angebotserstellung ist zudem, dass man einen ersten Eindruck von dem Betrieb und seinen Mitarbeitern bekommt. Ob die Chemie stimmt ist für den Kauf zwar nicht allein ausschlaggebend, sollte aber auf jeden Fall auch in die Entscheidung einfließen. Das zahlt sich nicht zuletzt dann aus, wenn es einmal Probleme mit der Anlage geben sollte.

Ein seriöser Solateuer begutachtet das Dach vor dem Angebot
Ein seriöser Solateuer begutachtet das Dach vor dem Angebot

Tipp 4: Auf dem neuesten Stand bleiben

Heutzutage muss niemand mehr zum Photovoltaik-Fachmann werden, wenn er Solarstrom nutzen will. Es lohnt aber gleich aus zwei Gründen, sich ein wenig auf dem Laufenden zu halten. Zum einen erfährt man dann von neuen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen wie beispielsweise die der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW). Sie hat herausgefunden, dass die bisherigen Dimensionierungsempfehlungen für PV-Anlagen fragwürdig sind. Statt sie am eigenen Stromverbrauch auszulegen sei es wirtschaftlicher, die gesamte Dachfläche zu nutzen. Solche Informationen können genutzt werden, um ein Fachgespräch mit seinem Solarteur zu führen und ihn um seine Meinung zu bitten. Zum anderen, und das ist der zweite gute Grund, signalisiert es dem Händler Interesse und ein gewisses Hintergrundwissen. Wer unlautere Absichten hat, wird sich daraufhin vielleicht zweimal überlegen, etwas vom Pferd zu erzählen.

Tipp 5: Gute Planung entlastet den Geldbeutel

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen, die wir hier zusammengestellt haben. Sie sollten Teil einer jeden guten Planung vor dem Kauf, aber nicht alleinige Basis sein. Immer wieder können sich insbesondere Förderbedingungen ändern. Geschieht dies zu Ungunsten der Anlagenbetreiber, ist es gut, einen Puffer in der Finanzierung eingerechnet zu haben. Einige Fördertöpfe sehen darüber hinaus vor, dass Anträge oder Unterlagen vor dem Kauf beziehungsweise der Inbetriebnahme eingereicht werden müssen. Besser ist es, sich frühzeitig über Konditionen und Fristen zu informieren.

Photovoltaik Angebote vergleichen ist mehr als Preise vergleichen
Photovoltaik Angebote vergleichen ist mehr als Preise vergleichen

Tipp 6: Don’t do it yourself

Erfahrene Schrauber und Hobby-Installateure könnten leicht auf die Idee kommen, selbst Hand anzulegen und die Montage einer Photovoltaik-Anlage teilweise in Eigenregie zu übernehmen. Das kann man gegebenenfalls, sollte man aber nicht machen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens fehlen in der Regel spezifische Kenntnisse, und ein einziger Fehler kann im schlimmsten Fall schon zu großen oder irreparablen Schäden an der Anlage führen. Für diese haftet man, zweitens, höchstpersönlich. Drittens sind Fachbetriebe in der Regel so geübt in der Montage, dass die einmaligen Kosten für die Installation nicht in den Himmel wachsen und gut angelegt sind. Viertens können Fachleute direkt prüfen, ob die Anlage voll funktionsfähig ist. Gleichzeitig haben sie in der Regel aus ihrer Erfahrung heraus gute Tipps für den Umgang mit ihr parat und kennen auch Eigenheiten, die das ausgewählte Modell möglicherweise hat.

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