E-Mobility: Gut für Geldbeutel und Verkehrswende
Bei Preisen von zeitweise über 2 Euro für einen Liter Treibstoff sollte die Entscheidung für ein Elektroauto leicht fallen. Selbst wenn Besitzer eines E-Fahrzeugs teuren Netzstrom tanken, fahren sie für weniger als die Hälfte von A nach B. Noch weitaus besser kommen Betreiber einer Photovoltaikanlage bei diesem Vergleich weg. Sie sind mit ihrem Elektroauto für rund ein Zehntel der Treibstoffkosten eines Benziners unterwegs. Natürlich wissen wir, dass der Sonnenstrom zunächst in den „Tank“ gelangen muss. Welche Überlegungen und Kosten dies mit sich bringt, klärt unsere Beitragsreihe zum Thema Photovoltaik und Elektromobilität.

Plus Nr. 1: Beitrag zu Energie- und Verkehrswende
Wir alle haben erkannt, wie dringend Verkehr und Mobilität auf erneuerbare Energien und die sanfte Mobilitätsnutzung umgestellt werden müssen. In Fällen, in denen weder die Fortbewegung zu Fuß, noch per Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich ist, kann die zweitbeste Lösung die beste Alternative sein: der Individualverkehr mit Elektrofahrzeugen. Hierzu zählen in erster Linie natürlich Elektroautos. Diese sind mittlerweile ausgereift und treten in echte Konkurrenz zu ihren benzin- oder dieselbetriebenen Brüdern. Bei der Schonung von Ressourcen und Umwelt haben die Stromer zudem die Nase vorn. Kein Wunder, dass die Zahlen bei den Neuzulassungen stetig steigen.
Plus Nr. 2: Preisgünstiges Fahren
Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt, wie groß der Kostenvorteil ausfällt: Ausgehend von Stromgestehungskosten von rund 8 Cent/kWh verursacht ein typisches Elektroauto mit einem Verbrauch von 18 kWh/100 km nur etwa 1,44 Euro Stromkosten auf 100 Kilometern. Ein vergleichbarer Benziner mit 8,0 Litern Verbrauch verschlingt bei einem aktuellen Literpreis von rund 2,10 Euro stolze 16,80 Euro – mehr als das Zehnfache. (Stand: Mai 2026) Und die Schere wird sich künftig kaum schließen.
Annahmen: Elektroauto 18 kWh/100 km, Benziner 8,0 l/100 km. Quellen: Fraunhofer ISE (Stromgestehungskosten), BDEW (Haushaltsstrompreis), ADAC (Spritpreise). Stand Mai 2026.

Plus Nr. 3: Etwa 2 kWp zusätzlich genügen
Nur für das Elektroauto eine Photovoltaikanlage zu installieren macht wenig Sinn. Ist auf dem Dach genügend Platz vorhanden, lohnt sich die Erweiterung einer bestehenden Anlage jedoch in den meisten Fällen. Solarmodule mit 2 kWp zusätzlicher Leistung schlagen schlüsselfertig mit etwa 2.800 bis 3.600 Euro zu Buche. Eine Anleitung zur Berechnung der benötigten Größe bietet unser Beitrag PV-Anlage fürs Elektroauto.
Plus Nr. 4: Erfreulich kurze Amortisationszeit der Wallbox
Für das Tanken des eigenen Solarstroms wird natürlich auch eine eigene Ladestation benötigt. Die Anschaffungskosten einer Wallbox sind jedoch nicht sehr hoch und amortisieren sich durch den äußerst günstigen „Treibstoff“ schnell. Wir rechnen es vor.
Plus Nr. 5: Eigenverbrauch und Unabhängigkeit steigen deutlich
Ein Elektroauto verbraucht bei 15.000 Kilometern Jahresfahrleistung rund 2.500 bis 3.000 kWh zusätzlich – das ist fast so viel wie der gesamte Strombedarf eines kleinen Haushalts. Wer sein Auto bevorzugt tagsüber lädt, verwandelt diesen Mehrverbrauch in einen Hebel für die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage. Statt überschüssigen Solarstrom für wenige Cent ins Netz einzuspeisen, verfahren Sie ihn selbst und sparen den teuren Netzstrom. Der Eigenverbrauchsanteil – ohne Speicher häufig nur bei rund 30 Prozent – lässt sich auf diese Weise spürbar erhöhen. Eine PV-optimierte Wallbox kann den Ladestrom sogar automatisch an die aktuelle Solarproduktion anpassen.
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Wallbox: Angebote vergleichen
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