Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage sollte gut überlegt sein. Schließlich erreichen die Investitionskosten etliche tausend Euro. Soll auch ein Solarspeicher hinzukommen, steigen die Ausgaben noch um weitere 50 Prozent. Da wäre es doch angebracht, wenn der Staat sich ein wenig beteiligt, denken viele. Schließlich leistet jede einzelne PV-Anlage einen Beitrag zur gewünschten Energiewende. Im Grunde genommen fördert der Staat den Betrieb der Anlage auch – wenn auch nicht mehr mit üppigen Finanzspritzen für die Anschaffung. Rückzahlungsfreie Subventionen gehören wohl endgültig der Vergangenheit an.
Und jetzt die gute Nachricht: Photovoltaik lohnt sich auch 2026! Auf der einen Seite tragen die Einsparungen bei den Stromkosten zunehmend zu guter Laune bei, auf der anderen gibt es sehr wohl noch Zuschüsse und Vergünstigungen. Man muss nur genau hinsehen. Die folgenden Beiträge zur Förderung & Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen beschäftigen sich mit den aktuellen Chancen für PV-Anlagen-Betreiber. In Kürze sind dies:
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EEG-Förderung oder Einspeisevergütung
Die Förderung von Strom aus Photovoltaik ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG festgelegt. Es wurde i.J. 2000 verabschiedet und ist bis heute gültig. Mit der Einspeisevergütung wird der ins Stromnetz eingespeiste Solarstrom mit einem festen Satz vergütet. Die Höhe richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der PV-Anlage und bleibt 20 Jahre lang garantiert. Eine kontinuierlich sinkende Einspeisevergütung ist natürlich kontinuierlich unattraktiver – und geht mit ebenfalls kontinuierlich sinkenden Anschaffungskosten einher. Zeitgleich mit dem Aussetzen der Degression wurden die Förderungssätze zum 30. Juli 2022 deutlich angehoben. Seit 1. Februar 2024 wird die Einspeisevergütung halbjährlich um 1 Prozent abgesenkt – jeweils zum 1. Februar und zum 1. August. Diese Halbjahres-Degression fällt deutlich geringer aus als die monatliche Degression vor dem 30. Juli 2022.
Fördermittel und Steuervorteile
Dank der rückläufigen Anschaffungskosten wurden auch die anfangs stattlichen staatlichen Subventionen immer weiter eingeschränkt. Heute befinden sie sich praktisch auf einem Null-Level. Aber: Es gibt noch einige Fördermittel auf Landes- und kommunaler Ebene. Außerdem können Steuervorteile genutzt und damit Einsparungen erzielt werden.
Finanzierung durch Solarkredite
Solarkredite bei Banken und Sparkassen sind schnell erklärt: Es handelt sich um besonders zinsgünstige Darlehen, da sie helfen, die Energiewende voranzutreiben. Komplizierter sind sogenannte Förderkredite der KfW: Die Zinssätze richten sich nach der individuellen Bonität des Antragstellers und hängen von der Marktentwicklung ab. Die tilgungsfreien Anfangsjahre sind für viele Anlagenbetreiber der größte Vorteil eines KfW-Kredits.
Die wichtigsten Förderbausteine 2026 im Überblick
Die staatliche Unterstützung für eine Photovoltaikanlage verteilt sich heute auf drei Ebenen: Bund, Bundesländer und Kommunen. Während der Bund mit der Einspeisevergütung und dem KfW-Förderkredit für bundesweit einheitliche Eckpfeiler sorgt, fallen Landes- und Kommunalprogramme regional sehr unterschiedlich aus. Wer alle passenden Bausteine ausschöpft, kann die effektive Investitionssumme spürbar senken.
Bund
Bundesländer
Kommunen
Übersicht: Förderebenen für private Photovoltaikanlagen, Stand April 2026
Die einzelnen Bausteine lassen sich grundsätzlich kombinieren – ein KfW-Kredit schließt einen Landes- oder Kommunalzuschuss in der Regel nicht aus. Wichtig ist die richtige Reihenfolge: Förderanträge stehen in vielen Programmen vor der Beauftragung der Anlage an. Wer den Vertrag mit dem Installationsbetrieb zu früh unterschreibt, verliert mitunter den Anspruch.
Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für Photovoltaikanlagen
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