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Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage 2026

PV-Ersparnis schätzen
1Verbrauch
2Dach
3Ergebnis
Personen im Haushalt
Dach / Anlage
ca. 1.400–1.800 €
Ersparnis / Jahr · bei 8 kWp · mit Speicher
Grobe Schätzung · 37 ct/kWh · Süddach angenommen

Wie sich eine Photovoltaik-Anlage nach wie vor rechnet

Gleich vorweg: Das renommierte Fraunhofer ISE kommt auch Anfang 2026 zu einem erfreulichen Ergebnis: „Ja, kleine PV-Anlagen können attraktive Renditen bringen.“ Je nach Sonneneinstrahlung produzierten diese PV-Strom zu Stromgestehungskosten von ca. 6–14 ct/kWh.* Damit bleibt Photovoltaik in vielen Fällen deutlich günstiger als Strom aus dem Netz – besonders dann, wenn ein möglichst hoher Eigenverbrauch erreicht wird.

Zwar sind Solarmodule in den vergangenen Jahren insgesamt günstiger geworden, doch die weitere Preisentwicklung ist nicht völlig planbar. Handelspolitische Entwicklungen (z. B. mögliche Einfuhrzölle) können die Kosten beeinflussen. Wir wagen dennoch eine Prognose – und zeigen auf, worauf Anlagenbetreiber in spe das Augenmerk legen sollten

*Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Fassung 5. Mai 2026.

Lohnt sich eine Solaranlage © New Africa, stock.adobe.com
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Hinweis: Zum 1. Januar 2023 wurde die Umsatzsteuer auf neue Photovoltaik-Kleinanlagen auf 0% abgesenkt, also quasi abgeschafft. Dies betrifft neben den PV-Modulen auch Wechselrichter und sogar Batteriespeicher. Seither ist die Nullsteuer in aller Munde, doch sie wirft auch Fragen auf. Wann gilt der Nullsteuersatz und wann nicht? Und wie erziele ich die höchste Einsparung? Die Antworten finden Sie in unserem Beitrag zu den Unternehmenssteuern – Photovoltaik: Gewerbe- und Umsatzsteuer.
Solarstrom vom eigenen Dach
6–14 ct/kWh
Stromgestehungskosten kleiner PV-Dachanlagen 2026
Strom aus dem Netz
Ø 37 ct/kWh
Durchschnittlicher Haushaltsstrompreis 2026
Quellen: Fraunhofer ISE, „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“ (Fassung Mai 2026); BDEW-Strompreisanalyse (April 2026)

Lohnt sich 2026 für Kleinanlagen eine Netzeinspeisung?

Antwort: Der Unterschied zu 2025 ist minimal. Bis 31. Januar 2024 war die Degression für PV-Anlagen, die ab 30. Juli 2022 in Betrieb genommen wurden, ausgesetzt. Für neue Anlagen wurde die Einspeisevergütung danach wieder kontinuierlich reduziert. Aber: Anders als früher sinkt sie heute deutlich langsamer. Seit Februar 2024 beträgt die Degression nur noch 1 Prozent pro Halbjahr (jeweils zum 1. Februar und 1. August) – zum Vergleich: bis 29. Juli 2022 waren es 0,4 Prozent pro Monat.

Entwicklung der Einspeisevergütung
Entwicklung der Einspeisevergütung

Die Vergütungen bleiben für Teileinspeisung und Volleinspeisung unterschiedlich. Ebenso die Vergütungen für Anlagen bis und ab 10 kWp. Für eine Anlage bis 10 kWp gelten folgende Vergütungssätze:

Anlage bis 10 kWpAusgangswertAb 1. Februar 2026Ab 1. August 2026
Teil-/Überschusseinspeisung8,2 Ct/kWh7,78 Ct/kWhrechnerisch 7,70 Ct/kWh
Volleinspeisung13,0 Ct/kWh12,34 Ct/kWhrechnerisch 12,22 Ct/kWh

Ist die Anlage größer, wird ein Durchschnittswert errechnet. Weitere Informationen sowie einige Rechenbeispiele liefert unser Beitrag zur Einspeisevergütung.

Tipp: Jede Neuanlage unterliegt dieser Regelung. Wenn Sie Ihre bestehende PV-Anlage ausbauen oder eine zweite Anlage installieren, können Sie parallel die höhere Volleinspeisung nutzen.

Bedenkt man die 20 Jahre währende Preisgarantie, ist die Überschusseinspeisung in vielen Fällen wirtschaftlich tragfähig – ob und wie sehr sie sich im Einzelfall lohnt, hängt von Anschaffungskosten, Standort, Verbrauchsprofil und Eigenverbrauchsanteil ab, in Einzelfällen kommt auch die überaus bequeme Volleinspeisung in Frage. Das hat sich auch 2026 nicht geändert.

Solarstrom-Förderung: Die Einspeisevergütung wurde angehoben
Solarstrom-Förderung: Solarstrom-Förderung: Die Einspeisevergütung ist attraktiver geworden
Hinweis: Schon gehört? Die Einspeisevergütung steht nach derzeitigem Diskussionsstand für Neuanlagen ab 2027 zur Reform an; für 2026 gilt das bestehende EEG. Lesen Sie dazu unsere News vom Dezember 2025. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Tipp: Nutzen Sie unseren Online-Solar-Potenzial-Check: Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Dach? – Mit dem Solar-Potenzial-Check können Sie schnell und fundiert prüfen, wie gut Ihre Immobilie für eine Photovoltaik-Anlage geeignet ist

Lohnt es sich 2026, den Eigenverbrauch zu erhöhen?

Antwort: Auf jeden Fall. Der Selbstverbrauch mindert die Strommenge, die aus dem Netz bezogen wird, um einen Haushalt mit Energie zu versorgen. Den Eigenverbrauch zu erhöhen bringt erhebliche Einsparungen – zumal die EEG-Umlage mittlerweile weggefallen ist. Und es ist sicher: Der Strompreis bleibt auf hohem Niveau. Die Bundesregierung wird dies mit klugen Maßnahmen zwar irgendwie eingrenzen, ganz ohne Mehrbelastung wird es dennoch nicht gehen.

Die Strompreise steigen. Gut, wer Strom selbst produziert
Die Strompreise steigen. Gut, wer Strom selbst produziert

Wer das Betreibermodell „Eigenverbrauch“ erfolgreich realisieren möchte, kommt allerdings um einen Energiespeicher kaum herum. Zu groß wäre der Aufwand, um den Stromverbrauch zu jeder Tages- und Nachtzeit zu managen.

Tipp: Unser Beitrag Netzeinspeisung vs. Eigenverbrauch führt im Einzelnen auf, welche Pluspunkte beide Optionen sammeln können. In diesem Rennen hat sich der Selbstverbrauch als eindeutiger Sieger erwiesen.

Lohnen sich Stromspeicher?

Antwort: Mehr denn je. Denn Stromspeicher machen das Betreibermodell „Eigenverbrauch“ erst möglich. Als Faustregel gilt: Ohne Energiespeicher können etwa 30 Prozent des selbst erzeugten Stroms auch selbst verbraucht werden, die restlichen 70 Prozent wandern ins Stromnetz. Mit Energiespeicher dreht sich das Verhältnis quasi um: Der Eigenverbrauch beträgt jetzt 70 Prozent. In Zeiten sinkender Einspeisevergütungen und steigender Stromkosten sind die sinkenden Batteriespeicher-Preise umso erfreulicher. Qualitativ hochwertige Lithiumspeicher kosten Anfang 2026 je nach Kapazität um 300–700 Euro pro Kilowattstunde nutzbarer Speicherkapazität (Spotmarkt-/Gerätepreis ohne Montage; installierte Heimspeicher liegen eher bei 450–800 Euro/kWh).

Tipp: Die KfW fördert die Anschaffung von Speicherbatterien mit einem zinsgünstigen Förderkredit, dem KfW-Programm 270: „Erneuerbare Energien – Standard“.
Tipp:In unserem Artikel Energispeicher Kosten und Nutzen können Sie mit unserem Online-Rechner individuell berechnen ob sich ein Energiespeicher für Sie lohnt.

Die untenstehende Tabelle zeigt, wie sich der Einsatz eines Stromspeichers auf den Eigenverbrauch – und damit auf die Rendite – auswirkt. Mit einkalkuliert werden muss allerdings, dass die Lebensdauer einer Speicherbatterie i.d.R. etwas kürzer ist als die der Solarmodule. Alle Fakten für und gegen Solarstromspeicher führt der Beitrag Energiespeicher Pro und Kontra auf. Mit der Entwicklung der Preise beschäftigt sich der Beitrag Photovoltaik Preisentwicklung.

Solarstromspeicher: Vorteile und Nutzen
Solarstromspeicher: Vorteile und Nutzen

Zusammengefasst lässt sich sagen: Ein Solarstromspeicher lohnt sich bei

  • Neukauf einer PV-Anlage
  • überwiegendem Selbstverbrauch des eigens erzeugten Solarstroms
  • Wunsch nach Unabhängigkeit von Energieversorger und steigenden Strompreisen
  • Wertschätzung von erneuerbaren Strom
  • Planung, ein Elektroauto aufzuladen
  • Wahl eines qualitätsvollen Speichermodells mit hoher Lebenserwartung.

Bei PV-Anlagen, die bereits länger in Betrieb sind oder erst demnächst in Betrieb gehen, sollte erst einmal durchgerechnet werden. Eventuell ist es ratsam, einen Solarstromspeicher nicht oder erst dann zu integrieren, wenn die garantierte Vergütung wegfällt. Ist dagegen ein Ausbau der bestehenden Anlage geplant, spricht vieles für die Ergänzung eines Speichers.

PV Anlage: Sauberer Strom für die E-Mobilität
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So rechnet sich Photovoltaik 2026 bei Neuanlagen

Dass sich Photovoltaik auch 2026 lohnt, zeigt das folgende Rechenbeispiel. Die Kennzahlen sind folgende: PV-Anlage ohne Stromspeicher: PV-Anlage 5,5 kWp Kapazität (Nennleistung), Energieleistung 5.000 kWh. Stromverbrauch p.a. 4.000 kWh. Einspeisung 70%. Eigenverbrauch 30%. PV-Anlage mit Stromspeicher: PV-Anlage 5,5 kWp Kapazität (Nennleistung), Energieleistung 5.000 kWh. Stromspeicher 5 kWh. Stromverbrauch p.a. 4.000 kWh. Einspeisung 30%. Eigenverbrauch 70%.

2026–2046Ohne SpeicherMit SpeicherPrognose
Anschaffungskosten: Solarmodule monokristallin, Wechselrichter u.w. Komponenten inkl. Montage und Elektroarbeiten7.700
(1.400 /kWp)
7.700
(1.400 /kWp)
Stagnierend
Netzanschluss und Abnahme700700Stagnierend
Anschaffungskosten Li-Ion-Energiespeicher inkl. Installation2.500
(500/kWh)
Fallend
Investitionskosten8.40010.900Teilweise fallend
Investitionskosten pro Jahr bei 20 / 30 Jahren Betrieb-420 / -280-545Teilweise fallend
Laufende Kosten für Betrieb, Versicherung, Reparaturen, Reinigung etc. p.a.-250-300Steigend
Netzstrombezug bei 30% bzw. 70% Eigenverbrauch-925
(37 ct x 2.500 kWh)
-185
(37 ct x 500 kWh)
Geschätztes Jahresmittel
Kosten pro Jahr-1.595 / -1.455-1.030Stagnierend
Einspeisevergütung bei 70% bzw. 30% Einspeisung (gerundet)+280
(8 ct x 3.500 kWh)
+120
(8 ct x 1.500 kWh)
Auf 20 Jahre garantiert
Vergleichswert Stromkosten ohne PV p.a. (37 ct x 4.000 kWh, theoretischer Maximalwert bei 100 % Eigenverbrauch)+1.480 (Eigenverbr.-Ersparnis Größenordnung 555 € ohne / 1.295 € mit Speicher)+1.480 (Eigenverbr.-Ersparnis Größenordnung 555 € ohne / 1.295 € mit Speicher)Wird sich einpendeln
Einnahmen/Einsparung p.a.+1.760+1.600Abhängig vom Strompreis
Differenz Kosten/Nutzen bei 20 / 30 Jahren Betrieb+3.300 / +9.150 €+11.400 €Abhängig von Lebensdauer der Komponenten
Unberücksichtigt sind Ertragsschwankungen nach Sonneneinstrahlung, Finanzierungen und Förderungen, Abgaben und Steuern sowie die Inflationsrate. Alle Angaben ohne Gewähr.
Solarstrom lohnt sich langfristig
Solarstrom lohnt sich langfristig

Wie sich eine Darlehensfinanzierung auf die Investitionskosten auswirkt, erfahren Sie im Beitrag Wirtschaftlichkeit und Amortisation einer PV-Anlage berechnen.

Rechner: Photovoltaik Rentabilität individuell berechnen

Was sagt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme zum Thema?

In der Datensammlung „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“ in der aktuellen Fassung vom Mai 2026 stellt das Freiburger ISE erneut die Frage: „Können kleine PV-Anlagen attraktive Renditen bringen?“ Antwort: „Ja“.

Photovoltaikanlagen versprechen gute Renditen
Photovoltaikanlagen versprechen gute Renditen

Grundsätzlich könnten diese Anlagen Erträge über die EEG-Vergütung für Einspeisung in das Stromnetz und über die Verringerung des Strombezugs dank Eigenverbrauch bringen. Anlagen ohne Eigenverbrauch erhielten eine höhere Vergütung als Anlagen mit Eigenverbrauch. Gute Renditen seien aufgrund der stark gesunkenen Preise für PV-Module, der stark gestiegenen Strombezugskosten bzw. der angehobenen Vergütung für Volleinspeiser möglich.

Tipp: Mit unserem Photovoltaik Renditerechner können Sie mit Ihren Daten (Dachfläche, Ausrichtung etc.) Ihre Solarrendite einfach ausrechnen.
Photovoltaik: Die Kosten sind abbezahlt und der Strom fließt weiter
Photovoltaik: Die Kosten sind abbezahlt und der Strom fließt weiter

Eigenverbrauch, so das ISE weiter, lohne umso mehr, je größer die Differenz zwischen den Bezugskosten für Strom und den Stromgestehungskosten der PV-Anlage ausfalle. Haushalte erreichten je nach Erzeugungs- und Verbrauchsprofil ein Eigenverbrauchspotenzial von 20-40%. Energiespeichertechnologien könnten dieses erheblich steigern.

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Wie bewerten Fachleute die Stromgestehungskosten 2026?

Die Stromgestehungskosten geben an, zu welchem Preis 1 kWh Strom während der angenommenen Lebensdauer einer Photovoltaikanlage von 20 Jahren erzeugt werden kann. Auch mit diesem Thema beschäftigt sich das Fraunhofer-ISE. Dessen Studie „Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien“ vom Juli 2024 gab folgende Werte bekannt:

  • PV Dach klein (Dachanlagen bis 30 kWp): ca. 6,5 bis 14,4 Cent/kWh
  • PV Dach klein Batterie 1:1 (Dachanlagen bis 30 kWp inkl. Stromspeicher mit gleicher PV-Leistung und Batterie-Nutzkapazität): ca. 9 bis 22,5 Cent/kWh
Stromgestehungskosten für Erneuerbare Energien und konventionelle Kraftwerke in Deutschland im Jahr 2024. © Fraunhofer ISE

Die großen Preisspannen resultieren aus der tatsächlichen Anlagengröße, der Dachausrichtung und Einstrahlung sowie der Wahl des Batterietyps. Damit seien die spezifischen Anlagekosten „größtenteils gestiegen“. Die Prognose zeichnet dennoch ein positives Bild: Im Jahr 2045 lägen die Stromgestehungskosten bei kleinen PV-Dachanlagen ohne Batterie zwischen 4,9 und 10,4 Cent/kWh. Die Anlagenpreise würden bei Kleinanlagen auf 660 bis 1.300 Euro/kW sinken. Fallen die Speicherpreise auf die angenommenen 180 bis 700 Euro/kWh könnten Batteriesysteme Stromgestehungskosten zwischen 6 und 16 Cent/kWh erreichen.

Dass sich die 2021 veröffentlichte Prognose für 2024 nicht bewahrheitete, führen Fachleute auf die zu diesem Zeitpunkt nicht vorhersehbaren Kriegskonflikte zurück. Lieferschwierigkeiten und Steigerungen bei den Produktions- und Installationskosten, Inflation und Zinserhöhungen waren und sind die Folgen.

So gehen Sie 2026 bei der PV-Entscheidung vor

Wer 2026 über eine eigene Photovoltaikanlage nachdenkt, profitiert von gesunkenen Anlagenpreisen, erprobter Technik und der weiterhin garantierten 20-jährigen Einspeisevergütung. Damit aus der Idee eine wirtschaftliche und passgenaue Anlage wird, lohnt es sich, in fünf überschaubaren Schritten vorzugehen. Die Reihenfolge stellt sicher, dass Sie keine wichtige Weichenstellung übersehen.

1
Stromverbrauch und Bedarf prüfen
Schauen Sie auf Ihre letzten Stromrechnungen: Wie viele Kilowattstunden verbrauchen Sie pro Jahr? Steigt der Bedarf absehbar (Wärmepumpe, Wallbox, E-Auto)? Diese Zahl ist die Grundlage für die richtige Anlagengröße – als Faustregel reichen rund 1 kWp pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.
2
Dach und Standort beurteilen
Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik entscheiden über den Ertrag. Ein erster Schnellcheck gelingt mit dem Solar-Potenzial-Check. Für die belastbare Bewertung folgt eine Dachbegehung durch einen Fachbetrieb.
3
Mehrere Angebote vergleichen
Holen Sie drei bis vier Angebote von qualifizierten Fachbetrieben ein – die Preisunterschiede für vergleichbare Anlagen sind erheblich. Über die Fachbetriebssuche finden Sie geprüfte Anbieter in Ihrer Region.
4
Förderung und Finanzierung klären
Prüfen Sie den zinsgünstigen KfW-Kredit 270 sowie regionale Programme von Land und Kommune. Beim Kauf einer PV-Anlage bis 30 kWp gilt zusätzlich der Nullsteuersatz auf Module, Wechselrichter und Speicher.
5
Anmeldung und Inbetriebnahme
Die Anlage muss beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur spätestens innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme angemeldet werden. Nach Abnahme und Zählersetzung läuft die 20-jährige Einspeisevergütung – mit dem zum Inbetriebnahmedatum geltenden Vergütungssatz.

Was bedeutet die EEG-Reform 2027 für Ihre Entscheidung?

Wer eine Photovoltaikanlage 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich für 20 Jahre den zum Inbetriebnahmedatum geltenden Einspeisevergütungssatz – auch dann, wenn die Förderung für Neuanlagen ab 2027 reformiert oder umgestellt wird. Dieser Bestandsschutz ist im EEG (§ 25 EEG 2023) verankert und sichert nach geltendem Recht grundsätzlich die 20-jährige Vergütungslaufzeit; endgültige Übergangsregeln künftiger Reformen bleiben vorbehalten. Für Hausbesitzer, die ohnehin investieren möchten, bedeutet das: Wer jetzt anschließt, kennt seine Einspeisesätze bis weit in die 2040er Jahre. Wie sich die politische Diskussion um die Reform aktuell entwickelt, lesen Sie in unserem Beitrag Ende der Einspeisevergütung droht – was tun?

Argumente für den Start 2026

+
20 Jahre VergütungsgarantieDer bei Inbetriebnahme festgesetzte Vergütungssatz bleibt – auch nach späteren EEG-Änderungen.
+
Niedrige AnlagenpreiseModule und Komponenten haben ein historisch günstiges Niveau erreicht.
+
NullsteuersatzAuf Module, Wechselrichter und Speicher fallen bei Anlagen bis 30 kWp 0 % Mehrwertsteuer an.
+
Eigenverbrauch lohnt sichSolarstrom vom eigenen Dach kostet ein Vielfaches weniger als Netzstrom.

Was Sie zusätzlich abwägen sollten

!
Speicherpreise sinken weiterWer den Speicher später nachrüstet, könnte günstiger einkaufen – die PV-Anlage selbst ist davon unabhängig.
!
Eigenverbrauch wird zentralMit jeder Degression verliert die Einspeisung an Bedeutung – die Anlage sollte auf Eigenverbrauch ausgelegt sein.
!
Reine Volleinspeisung kritisch prüfenBei Anlagen ohne Eigennutzung wird die Wirtschaftlichkeit knapper – ein Mix aus Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung ist meist robuster.
!
Anschluss nicht zu lange aufschiebenWer die Inbetriebnahme zu weit nach hinten schiebt, riskiert den Wegfall der bisherigen Garantievergütung.

Fazit

Wie bereits im Beitrag Netzeinspeisung vs. Eigenverbrauch ausführlich erörtert: Nur der Eigenverbrauch von Solarstrom macht eine PV-Anlage lukrativ. Die Einspeisevergütung hat zwar ein höheres Niveau als noch vor Jahren, sodass gegebenenfalls sogar eine Volleinspeisung lohnenswert ist. Wirklich empfohlen werden kann diese allerdings nur für große, industriell genutzte Anlagen. Da andererseits eine 100%ige Selbstnutzung nahezu unmöglich ist, empfiehlt sich der bewährte Mix aus Eigenverbrauch und Überschusseinspeisung auch 2026.

Da die Preise für Photovoltaikanlagen und Energiespeicher auf dem Markt höchst unterschiedlich sind, sollte das Vorhaben mit einem Preisvergleich begonnen werden. Empfehlenswert hierfür sind eine Vorab-Recherche im Internet und das Einholen mehrerer Angebote. Zeitgleich kann geprüft werden, ob eine Förderung oder ein Solarkredit infrage kommt.

Fördermittel © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com
Photovoltaik Fördermittel

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