Photovoltaikanlage mieten oder kaufen

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Photovoltaikanlage: Mieten oder kaufen? Alle Vor- und Nachteile auf einen Blick

Sie bauen ein Haus oder sind bereits Besitzer eines Eigenheims? Dann sollten Sie über die Installation einer Solaranlage nachdenken. Moderne Photovoltaik bietet privaten und gewerblichen Bauherren zahlreiche Vorteile. Dennoch schreckt der vermeintlich hohe Anschaffungspreis viele potenzielle Käufer ab. Eine mögliche Lösung ist die Finanzierung der PV-Anlage. Für Sie nehmen wir beide Alternativen in den Blick und zeigen, worauf Sie beim Kauf oder der Finanzierung Ihrer neuen Solaranlage achten müssen.

Haus mit Photovoltaikanlage © slavun, stock.adobe.com
Photovoltaikanlage: Mieten oder Kaufen © slavun, stock.adobe.com

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Photovoltaik hat sich von einer teuren Weltraumtechnik zur preiswertesten und beliebtesten Energieform mit den weltweit höchsten Zuwachsraten entwickelt. Kein Wunder: Solarenergieanlagen nutzen die Kraft der Sonne für die Stromerzeugung und sind daher eine besonders saubere und nachhaltige Energiequelle. Die einzelnen Solarzellen bestehen dabei aus verschiedenen Materialien wie Silizium oder Cadmium-Tellurid. In diesen Solarzellen werden Elektronen durch die Sonnenenergie in Bewegung versetzt und so in Strom umgewandelt. Dabei handelt es sich um Gleichstrom, der anschließend in Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist wird. Solarenergie wird seit Jahren durch die Regierung gefördert und die Solarstrom-Branche hat eine hohe Dynamik entwickelt.

Photovoltaik: Strom erzeugen für den eigenen Gebrauch oder für das Stromnetz
Photovoltaik: Strom erzeugen für den eigenen Gebrauch oder für das Stromnetz
Solarstrom in Deutschland 2019
Anzahl installierter PV-Anlagen 1,8 Mio.
Stromerzeugung durch PV-Anlagen 47,5 TWh
Anteil am deutschen Bruttostromverbrauch 8 Prozent
Co2-Einsparungen durch PV-Anlagen Ca. 29 Mio. t
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Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für mein Haus?

Sie wünschen sich eine zuverlässige und ökologisch nachhaltige Stromversorgung? Sie möchten nicht auf das öffentliche Netz angewiesen sein und sich von den Preisvorgaben großer Energiekonzerne frei machen? Dann sollten Sie die Stromversorgung über Solarenergie ernsthaft in Betracht ziehen. Auch für Unternehmer, die Ihre Immobilien mit sauberer Energie versorgen wollen, sind Solaranlagen eine interessante Option.

  • Nachhaltig und klimafreundlich: Die Diskussion um den Klimawandel zeigt, dass wir erneuerbare Energien fördern sollten. Zum Glück steht uns mit der Sonne ein gigantisches Kraftwerk zur Verfügung. Im Kern des Sterns herrschen Temperaturen von 15 Millionen Grad Celsius und Sonnenergie ist die älteste und zuverlässigste Energiequelle, die der Mensch nutzen kann.
  • Autarke Energieerzeugung: Wer eine Solaranlage installiert, macht sich autark und unabhängig von externen Energieversorgern. Steigende Strompreise und endliche fossile Brennstoffe sind für Sie dann kein Thema mehr.
  • Schnelle Amortisierung: Je nach Art der Anlage und der getätigten Investition, haben sich die Kosten für die PV-Anlage nach rund 11 bis 15 Jahren amortisiert. Dank sinkender Anschaffungspreise überschreiten die Erträge der Solaranlage die Investitionskosten immer schneller. Außerdem können Sie staatliche Förderungen nutzen und überschüssige Energie ins Netz einspeisen. So wird die Anschaffung finanziell noch lohnender.
  • Lange Lebensdauer: Moderne Solaranlagen sind innerhalb weniger Tage aufgebaut und einsatzbereit. Auch die Wartung der Anlagen ist unkompliziert und sorgt dafür, dass die Solaranlage über Jahrzehnte hinweg Ihre Energieversorgung sicherstellt.
  • Wenig Bürokratie: In der Regel benötigen Sie für Ihre Solaranlage keine Baugenehmigung. Eine Ausnahme besteht aber, wenn Sie in einem denkmalgeschützten Haus leben. Dann ist in jedem Fall eine behördliche Genehmigung einzuholen.
Vorteile eines Solarcarports
Vorteile von Solarstrom

Übrigens: Falls Sie Fahrer eines Elektromobils sind, ist es sogar möglich, die Batterien des Fahrzeugs mit dem erzeugten Strom aufzuladen. Sie sehen: PV-Anlagen sind eine attraktive Energiequelle für Eigenheim- oder Immobilienbesitzer. Aber natürlich hat auch die Sonnenenergie ihre Schattenseiten, die wir Ihnen nicht verschweigen möchten. Denn wie effizient die Anlage arbeitet, ist abhängig vom jeweiligen Standort. Ein weiteres Beispiel ist der relativ hohe Anschaffungspreis. Dieser amortisiert sich zwar nach einigen Jahren, ist aber natürlich dennoch für viele Eigenheimbesitzer die größte Hürde. Deshalb möchten immer mehr Menschen ihre Solaranlage mieten.

Was ist der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik?

Beide Systeme nutzen Sonnenenergie. Bei der Solarthermie wird die Sonnenenergie in Wärme umgewandelt. So kann Brauchwasser im Haus oder im Garten sowie in den Heizkörpern umweltfreundlich erwärmt werden. Wenn Strom produziert werden soll, kommt hingegen die Photovoltaik zum Einsatz. Sie wandelt Sonnenenergie in elektrischen Strom um, der im Eigenheim verwendet oder in das Stromnetz eingespeist werden kann. Weitere Unterschiede und Gemeinsamkeiten behandelt der Artikel Photovoltaik und Solarthermie: Abgrenzung und Gemeinsamkeiten.

Solarthermie: Gewinnung von Wärme für die Warmwasserbereitung und Heizung
Solarthermie: Gewinnung von Wärme für die Warmwasserbereitung und Heizung

Solaranlage mieten: Die Vorteile

Genau wie Ihr neues Auto, können Sie auch eine Solaranlage finanzieren oder mieten. Die Vorteile liegen auf der Hand. Sie sparen sich den hohen Anschaffungspreis, und erhalten in den meisten Fällen ein Rundum-sorglos-Paket, das die Montage, Wartung, Instandsetzung und eine Versicherung enthält. Ist ein Teil defekt, wird es schnell und unkompliziert ausgetauscht. Auch als Mieter können Sie den produzierten Strom in das Netz einspeisen und sich so eine Einspeisevergütung auszahlen lassen. Die Mietkosten für eine Solaranlage liegen bei rund 50 bis 100 Euro monatlich. Diese Miete bleibt – je nach Vertragsgestaltung – über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren gleich. Läuft der Vertrag aus, können Sie die Anlage meist kostenlos übernehmen.

Solaranlage mieten: Die Nachteile

Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht unbedingt. Solaranlagen zu mieten kann sich durchaus lohnen. Dennoch gibt es einen entscheidenden Nachteil. Sie binden sich über 20 Jahre oder länger an einen Anbieter. Das heißt: Sie sind nicht mehr autark und verlieren Ihre Unabhängigkeit gegenüber dem jeweiligen Energieversorger. Für viele Menschen ist aber das der eigentliche Hauptgrund, weshalb sie sich für eine Solaranlage entscheiden. Und: Einige Energieversorgungsunternehmen (EVU) locken Mieter mit Versprechungen, die auf den zweiten Blick nicht eingehalten werden können. So wird der zu erwartende Energieverbrauch der Immobilie – und die Kompensation durch die Solaranlage – zu hoch bewertet.

Solaranlage mieten oder pachten: Was ist der Unterschied?

Mietvertrag und Pachtvertrag – beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Und es stimmt: Beide Vertragsarten haben viele Gemeinsamkeiten. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede, die Sie kennen sollten. Fragen wir an dieser Stelle doch einfach das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Genauer gesagt, den §1091. Hier heißt es:

Der Bestandvertrag wird, wenn sich die in Bestand gegebene Sache ohne weitere Bearbeitung gebrauchen lässt, ein Mietvertrag; wenn sie aber nur durch Fleiß und Mühe benützt werden kann, ein Pachtvertrag genannt. Werden durch einen Vertrag Sachen von der ersten und zweiten Art zugleich in Bestand gegeben; so ist der Vertrag nach der Beschaffenheit der Hauptsache zu beurteilen.“

Sie haben kein Jura studiert? Kein Problem: Schauen wir uns zunächst ein einfaches Beispiel an, das so oder so ähnlich vermutlich jeder aus dem Alltag kennt – das Wohnen zur Miete. Hier wird Ihnen als Mieter die Wohnung nur zum Gebrauch überlassen. Egal ob möbliert oder nicht – der Vermieter überreicht Ihnen die Schlüssel, Sie zahlen die vereinbarte Miete und dürfen dafür in der Wohnung leben. Im Prinzip ganz einfach. Beim Pachtvertrag kommt aber ein weiterer Aspekt hinzu: Denn als Pächter bewirtschaften Sie das gepachtete Gebäude oder Grundstück. Daher werden Sie auch an den daraus resultierenden Einnahmen beteiligt. In der Regel sind Mietverträge, die Sie als Nutzer einer Solaranlage abschließen, also eigentlich Pachtverträge, da Sie den erzeugten Strom nutzen oder einspeisen können. Weil der Begriff der „Miete“ aber deutlich geläufiger ist, verwenden auch viele große Anbieter Mietvertrag und Pachtvertrag synonym.

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Achten Sie auf die Details im Mietvertrag

Der Teufel steckt im Detail und ob Sie den Abschluss eines Mietvertrages nach einigen Jahren bereuen oder nicht, hängt von eben jenen Vertragsdetails ab. Prüfen Sie deshalb sehr genau, ob die folgenden Punkte für Sie optimal geklärt sind:

  • Welche Dauer hat der Mietvertrag?
  • Wie hoch ist der monatliche Mietpreis?
  • Welche Referenzen hat der Anbieter? Gibt es Erfahrungsberichte?
  • Sind alle wichtigen Serviceleistungen im Vertrag enthalten?
  • Wird eine Mindestmenge selbstgenutzten Stromes durch den Vermieter garantiert?
  • Kann die Anlage nach Ablauf des Mietvertrages übernommen werden? Und wenn ja – zu welchen Konditionen?

Sind alle diese Aspekte zu Ihrer Zufriedenheit geklärt? Dann ist das Mieten einer Solaranlage sicher eine attraktive Alternative. Welche Vor- und Nachteile der klassische Kauf einer PV-Anlage hat, schauen wir uns jetzt an.

Liefern auch ältere Solarenergieanlagen genug Energie?

Die meisten Solarmodule sind wartungsarm. Störungen sind entsprechend selten. Als Eigenheimbesitzer können Sie sich so über viele Jahre hinweg über eine autarke Energieversorgung freuen. Der Leistungsverlust der Anlagen ist selbst nach 20 oder sogar 30 Jahren minimal. Meist erbringen alte Photovoltaikanlagen dann noch mindestens 80 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung.

Das Wichtigste zuerst: Was kostet eine Solaranlage?

Eine gute Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Denn hier spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel:

  • die Größe der Anlage (damit der Energiebedarf gedeckt werden kann).
  • die Dachform, der Neigungswinkel und der Zugang zum Dach.
  • der genaue Zelltyp der Module.
  • die Marke der Solarmodule.
  • die jährlichen Betriebskosten.
  • optionale Kosten durch einen Stromspeicher.
Viele Faktoren bestimmen den Preis einer Photovoltaikanlage
Viele Faktoren bestimmen den Preis einer Photovoltaikanlage

Insgesamt sollten Sie mit Anschaffungskosten zwischen 5.000 und 15.000 Euro rechnen. Dabei entfallen rund 85 Prozent auf die Materialkosten – also Solarmodule, Solarleitungen und die Wechseltrichter. Die restlichen 15 Prozent entstehen durch die Montage der Anlage auf dem Hausdach. Im Idealfall holen Sie sich verschiedene unverbindliche Angebote ein und finden so den für Sie besten Anbieter. Vorab möchten wir Ihnen aber Fragen beantworten, die vor dem Kauf einer Solaranlage immer wieder aufkommen.

Wie sicher ist Solarenergie?

Im Vergleich zu anderen Energiequellen, ist Solarenergie noch immer eine neue Technologie. Entsprechend viele Gedanken machen sich potenzielle Käufer um die Sicherheit ihrer Immobilie. Grundsätzlich ist Solarenergie eine sehr sichere Energiequelle. Dennoch sollten Sie gemeinsam mit dem ausführenden Unternehmen genau prüfen, ob der Aufbau Ihres Daches und der Dachstuhl für die Installation der Solarpanel geeignet sind. Dabei muss auch sichergestellt werden, dass die Statik starkem Wind oder Schneelasten standhält. Die Sorge vor schädlichem Elektrosmog ist übrigens unbegründet, da die PV-Anlagen keinen Elektrosmog produzieren. Einige Anbieter führen aber gerne eine Analyse durch, die Elektrosmog-Quellen in Ihrem Haus aufdeckt.

Was geschieht mit meiner alten Solaranlage, wenn die Einspeisevergütung abgelaufen ist?

Üblicherweise wird die Einspeisevergütung nach der Inbetriebnahme der Solaranlage über 20 Jahre hinweg gewährt. Danach läuft die Förderung aus und Sie als Besitzer der Anlage haben verschiedene Optionen zur Auswahl.

  1. Sie betreiben die Anlage wie bisher und genießen weiterhin die Vorteile dieser umweltfreundlichen Energiequelle.
  2. Sie vermarkten Ihren Strom an einen Stromhändler. Dabei entfällt jedoch die Netzentgeltbefreiung und Sie als Anlagenbetreiber müssen Pflichten zur Wetterprognose einhalten, damit der Netzbetreiber das Netz stabil halten kann.

Kurz gesagt

Mit dem Kauf oder der Finanzierung einer PV-Anlage stehen Ihnen zwei attraktive Optionen zur Verfügung. Für welche Variante Sie sich entscheiden, ist vor allem eine Frage des Eigenkapitals. Steht dieses in ausreichender Höhe zur Verfügung, ist der Kauf einer Solaranlage in dem meisten Fällen die langfristig sinnvollere Wahl. Als Eigentümer haben Sie die volle Kontrolle, treffen wichtige Entscheidungen selbst und haben keine monatliche Belastung durch Mietzahlungen. Da der Preis für Solaranlagen seit Jahren sinkt und Sie den erzeugten Strom selbst verbrauchen können, ist eine Solaranlage eine sinnvolle Investition. Sollten Sie nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen oder kein geeignetes Dach besitzen, ist das Mieten einer Solaranlage aber eine attraktive Option, die Sie in Erwägung ziehen sollten.

Tipp: Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Beitrag Photovoltaikanlage mieten, pachten oder leasen.
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