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Checkliste Photovoltaik Planung

PV-Ersparnis schätzen
1Verbrauch
2Dach
3Ergebnis
Personen im Haushalt
Dach / Anlage
ca. 1.400–1.800 €
Ersparnis / Jahr · bei 8 kWp · mit Speicher
Grobe Schätzung · 37 ct/kWh · Süddach angenommen

Checkliste Planung

Checkliste © shockfactor, stock.adobe.com
Checkliste © shockfactor, stock.adobe.com

Die Planung einer Photovoltaikanlage ist eine komplexe Angelegenheit. In dieser Checkliste sind die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst.

Solarthermie-Anlage: Bitte exakt planen
Photovoltaik-Anlage: Bitte exakt planen
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Solar-Konfigurator
Der Weg zur fertigen PV-Anlage in 6 Schritten
1
Bedarf einschätzen
Dachfläche messen, Jahresstromverbrauch kennen, Ausrichtung und Verschattung prüfen
2
Solarteure anfragen
Mindestens 3 lokale Fachbetriebe kontaktieren – Angebote nur nach persönlichem Vor-Ort-Termin einholen
3
Angebote vergleichen
Preis, Ertragsprognose, Komponentenqualität und Service gegeneinander abwägen
4
Netzanschluss beantragen
Antrag beim Netzbetreiber vor Installationsbeginn stellen – meist übernimmt das der Solarteur
5
Anlage installieren
Montage und Inbetriebnahme durch Elektrofachkraft mit Inbetriebnahmeprotokoll
6
Anmeldung abschließen
PV-Anlage und ggf. Stromspeicher im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur registrieren – Pflicht innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme

Was muss ich bei der Planung beachten?

  • Größe der Dachflächezur Dimensionierung der Anlage unbedingt abschätzen, ausmessen oder ausmessen lassen. Möglich beispielsweise über Baupläne, Abzählen der Ziegel oder Lasermessgeräte.
  • Mögliche Leistung – die Abschätzung erfolgt am einfachsten über Solarrechner. Dazu muss aber klar sein, welche und wie viele Module gewählt werden.
  • Dachbelegung – optimale Belegung des Daches unter Berücksichtigung von Gauben, Verschattungen, und Statik.
  • Modulart – hängt von den genannten Faktoren ab, aber auch von Ausrichtung und Neigung des Daches, Gewicht und Modulgrößen.

Viele dieser Entscheidungen können und sollten Sie gemeinsam mit einem Fachexperten treffen. Holen Sie am besten mehrere Angebote ein, um vergleichen zu können.

Beachten Sie bei der Planung der Solaranlage auch die Verschattung
Beachten Sie bei der Planung der Solaranlage auch die Verschattung

Wie gehe ich dabei konkret vor?

  • Solarteure in der Region suchen – über Empfehlungen, Messen, Anzeigen in Tageszeitungen oder Internetrecherchen.
  • Vor-Ort-Termin – nur über einen Vor-Ort-Termin kann ein Solarteur ein ernsthaftes Angebot mit Beratung erstellen – von Blindangeboten ist abzuraten.
  • Referenzobjekte anschauen – gute Erfahrungen teilen die Kunden sicher gerne mit.
  • Eventuell eigene Vorstellungen nach der Beratung anpassen – einerseits sollte der Solarteur flexibel auf die Wünsche des Kunden eingehen. Rät er aber dringend von bestimmten Produkten oder Unternehmen ab, dann sollte man das auch ernst nehmen.
  • Baugenehmigung klären – der Solarteur kennt sich hinsichtlich der Vorschriften aus. Dennoch lohnt es sich, auch bei der Kommune nachzufragen.
Photovoltaik Angebote vergleichen ist mehr als Preise vergleichen
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Wie kann ich Angebote bewerten und vergleichen?

Seriöse Angebote enthalten alle Angaben hinsichtlich:

  • Module
  • Wechselrichter
  • Auslegung
  • Leistung
  • Montage- und Befestigungssystem
  • Kabel
  • Kosten
  • Zahlungsbedingungen
  • Service
  • Termine
  • ggf. Stromspeicher
Ein seriöser Solarteur begutachtet das Dach vor dem Angebot
Ein seriöser Solarteur begutachtet das Dach vor dem Angebot

Wenn mehrere Angebote eingeholt wurden, sollten diese verglichen werden anhand der:

  • Preise – sinnvoll ist es, nicht nur anhand der Gesamtkosten pro Kilowatt peak zu vergleichen, sondern beispielsweise auch nach Leistung und Service.
  • Ertragserwartung – jeder Solarfachbetrieb erstellt auf Wunsch eine jährliche Ertragsprognose. Sie ist interessant, weil hiervon die Höhe der Einsparung und der Einspeisevergütung abhängt und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage.
  • Anlagenqualität – hier sollte nicht auf die langen Leistungsgarantien geschaut werden. Sie bringen wenig, wenn die Herstellerfirma nicht mehr existiert, wenn sie gebraucht wird. Grundsätzlich sollten alle Komponenten über die entsprechenden Zertifikate verfügen und den gültigen Normen entsprechen.

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Worauf muss ich sonst noch achten?

  • Netzverträglichkeitsprüfung – frühzeitig vor Anschluss und Inbetriebnahme muss beim Netzbetreiber ein Netzanschlussbegehren gestellt und die Netzverträglichkeit geklärt werden. Das übernimmt in der Praxis häufig der Solarteur.
Fristen beachten! Bei EE-Anlagen bis 30 kW und Solaranlagen bis höchstens 100 kW auf Grundstücken mit bestehendem Netzanschluss gelten nach § 8 EEG 2023 beschleunigte Verfahren: Reagiert der Netzbetreiber innerhalb eines Monats bzw. nach vollständigen Unterlagen nicht innerhalb von acht Wochen, kann unter weiteren Voraussetzungen eine Zusagefiktion greifen.
  • Anmeldung Bundesnetzagentur – die Registrierung im Marktstammdatenregister ist spätestens innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme fällig. Dazu ist der Anlagenbetreiber selbst verpflichtet. Ohne MaStR-Registrierung wird die Einspeisevergütung bis zur Nachholung der Registrierung zunächst nicht ausgezahlt.
Photovoltaikanlage: Informieren Sie Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur
Photovoltaikanlage: Informieren Sie Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur

Gut vorbereitet zur eigenen Solaranlage

Wer die Planung strukturiert angeht, spart Zeit und vermeidet Überraschungen. Die wichtigsten Schritte – von der Dachprüfung über den Anbietervergleich bis zur Anmeldung – lassen sich in der Regel innerhalb weniger Monate abschließen. Holen Sie frühzeitig mehrere Angebote ein und nehmen Sie die behördlichen Schritte ernst: Netzanschluss-Beantragung und MaStR-Registrierung sind gesetzliche Pflicht und Voraussetzung für die Einspeisevergütung. Ein sorgfältig ausgewählter Fachbetrieb in Ihrer Region begleitet Sie durch alle Phasen – von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme.

Häufig gestellte Fragen zur PV-Planung
Brauche ich für eine Dach-Photovoltaikanlage eine Baugenehmigung?
In den meisten Bundesländern sind kleinere PV-Anlagen an oder auf Gebäuden genehmigungsfrei. Vorgaben zum Denkmalschutz oder örtliche Bebauungspläne können trotzdem eine Prüfung oder Genehmigung erforderlich machen. Ihr Solarteur kennt die lokalen Regelungen – eine kurze Rückfrage bei der Gemeinde schadet zusätzlich nicht.
Wie lange dauert der gesamte Planungs- und Installationsprozess?
Von der ersten Anfrage bis zur fertig installierten Anlage vergehen typischerweise 2 bis 6 Monate. Den größten Zeitpuffer sollten Sie für die Bearbeitung durch den Netzbetreiber (in der Regel ein Monat nach Netzanschlussbegehren bei Anlagen bis 30 kW, danach acht Wochen nach vollständigen Unterlagen) und die Auslastung des Installationsbetriebs einplanen.
Kann der Solarteur die Anmeldungen für mich übernehmen?
Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt in der Praxis meist der Solarteur, da er alle technischen Daten kennt. Für die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) können Sie dem Installateur eine Vollmacht erteilen – verpflichtet ist der Anlagenbetreiber selbst. Ohne MaStR-Eintrag werden Förderzahlungen zunächst nicht fällig; nach der Registrierung kann die Auszahlung nachgeholt werden.
Was passiert, wenn ich die MaStR-Registrierung verpasse?
Die Auszahlung der Einspeisevergütung wird gehemmt, bis die Registrierung vorliegt. Eine Sanktionszahlung nach § 52 EEG 2023 kommt nach aktueller BNetzA-Auslegung erst bei einem Doppelverstoß in Betracht: fehlende MaStR-Daten und zusätzlich keine rechtzeitige EEG-Jahresmeldung. Dann beträgt sie 10 Euro pro kW installierter Leistung und Monat; nach Nachholung reduziert sie sich rückwirkend auf 2 Euro. Die Nachmeldung ist jederzeit möglich und sollte so schnell wie möglich nachgeholt werden.
Solaranlage auf Hausdach © Stockwerk-Fotodesign , stock.adobe.com
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