Solaranlage im Garten

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Solaranlage im Garten: Solarstrom für Gartenhaus, Teichpumpe & Co.

Am allerliebsten entspannen die Deutschen sich in ihren eigenen vier Wänden. Doch schon an zweiter Stelle der Liste der beliebten Freizeitbeschäftigungen steht Gartenarbeit. Jeder zweite private Haushalt nennt einen Garten sein eigen. Das sind 17 Millionen Gärten, darunter eine Million Schrebergärten, auch Kleingärten genannt, von denen 84 Prozent höchstens fünf Kilometer von der Wohnung entfernt sind. In den meisten Kleingärten steht ein Gartenhaus. Und nicht nur dort: Auch viele Hausbesitzer haben eins in ihrem Garten. Für viele ist das Gartenhaus Wohn- und Schlafzimmer im Grünen, das als Rückzugsort aus dem hektischen Alltag dient. Für den alltäglichen Komfort brauchen Sie heute auch in Garten und Gartenhaus Strom. Steht keine öffentliche Stromversorgung zur Verfügung, bietet sich eine Solaranlage an, die Solarstrom erzeugt, mit dem Sie im und am Gartenhaus elektrische Geräte betreiben können. Wir erklären, was Sie dazu wissen müssen.

Solaranlage liefert Strom für Stromverbraucher Garten und Gartenhaus

Eine Solaranlage, die aus der von der Sonne gratis angelieferten Strahlung Solarstrom macht, wird auch Photovoltaik-Anlage, kurz: PV-Anlage oder PVA, genannt. Sie wandelt die Strahlungsenergie in elektrische Energie um, mit der Sie im Garten und Gartenhaus elektrische Anlagen und Geräte betreiben können. Dazu zählen beispielsweise:

  • Beleuchtungsanlagen im und am Gartenhaus und im Garten,
  • Sicherheitsanlagen wie Alarmanlage und Bewegungsmelder am Gartenhaus,
  • kleine und große elektrische Geräte wie
    • Kühlschrank, Herd und Durchlauferhitzer in der Küche,
    • Radio, Fernseher und Spielkonsole im Wohnraum,
    • elektrische Heizungen im Wohnraum und im Bad,
    • gegebenenfalls ein Saunaofen in der Sauna im, am oder freistehend neben dem Gartenhaus
    • sowie Teichpumpe, Rasenmäher und Grill im Garten.

Die Anbieter von Solaranlagen haben neben den klassischen Anlagen, deren Solarmodule Großteils aufs Hausdach oder Carportdach (Solarcarport) montiert werden, längst Solaranlagen für Garten und Gartenhaus im Angebot, die Ihren gehobenen Ansprüchen an die Komfortzone im Grünen gerecht werden. Doch lohnt sich das Ganze überhaupt?

Tipp: Mit dem Photovoltaik Rechner berechnen, ob sich eine Anlage rentiert. Trotz Förderkürzung kann man mit PV-Anlagen viel Geld sparen. Jetzt Rendite berechnen.

3 gute Gründe für eine Solaranlage im Garten

Es gibt drei gute Gründe für den Betrieb einer umweltfreundlichen Solaranlage zur Stromerzeugung für Garten und Gartenhaus:

Erstens ist die Sonne als regenerative Energiequelle für Gartenstrom wie gemacht, denn grüner geht Stromerzeugung kaum. Alternativen wie Wasserstrom und Windstrom brauchen eben diese Energiequellen im oder am Garten – und im Falle des Windstroms auch tolerante Nachbarn hinterm Gartenzaun, die sich an dem meterhohen Windrad und dessen nicht unerheblichen Betriebsgeräuschen nicht stören, während die Solaranlage sowohl mit direktem als auch indirektem Licht geräuschlos Strom erzeugen kann. Hinzu kommt, dass Gartenhäuser oft frei im Gelände stehen und eine Verschattung der Dachfläche (Alternative Installationsorte: Carportdach und Schuppendach) und der darauf montierten Solarmodule durch Nachbargebäude nicht zum Problem wird. Stehen Bäume und Sträucher einem maximalen Solarertrag im Weg, können Sie diese gegebenenfalls umsetzen oder zurechtstutzen. Oder Sie suchen im Garten nach einer ebenerdigen Aufstellfläche (Terrasse, Freifläche) für die Solarmodule. Auch das ist technisch durchaus machbar.

Solarmodul im Garten aufgestellt © Dilok, fotolia.com
Solarmodule können Sie auch frei im Garten aufstellen © Dilok, fotolia.com
Tipp: Holen Sie zur Wahl des besten Installationsortes der Solarmodule unbedingt den Rat eines Solarstromexperten ein. Denn viele Faktoren bestimmen, wo sich der höchste Solarertrag ergibt. Wer beispielsweise die Module senkrecht aufstellt (zum Beispiel Wandmontage am Gartenhaus), um im Sommer Maximalerträge zu erzielen, der macht damit übers Jahr gesehen eher Verluste.
Solarmodule an der Hauswand © ramanauz, fotolia.com
Die senkrechte Montage der Solarmodule verspricht im Sommer Höchsterträge, übers jahr jedoch Verluste. © ramanauz, fotolia.com

Zweitens ist eine Solarstromanlage die einfachste und kostengünstigste Lösung für alle zu elektrifizierenden Gärten und Gartenhäuser, die nicht an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen sind. Denn unterm Strich kommen Sie mit einer Investition in eine Garten-Solarstromanlage günstiger weg als mit einem Anschluss ans Netz. Der kostet Sie nicht nur beim Verlegen, sondern auch danach: Denn herkömmlicher Strom aus dem Netz ist mit gut 29 Cent pro Kilowattstunde (2017er-Preisdurchschnitt) teuer, Tendenz steigend, und in der Herstellung und Bereitstellung äußerst ineffizient. Und selbst Ökostrom, der in der Herstellung ökologisch zwar punktet, ist bis zur Steckdose in Ihrem Garten mit erheblichen Transportverlusten behaftet. Kurz: Grüner geht’s immer – mit Solarstrom aus Eigenerzeugung im Garten. Denn die Solarenergie liefert Ihnen die Sonne kostenlos an: Sie zahlen für die Energie nichts mehr!

Drittens braucht eine Photovoltaik-Anlage im Garten kaum Wartung. Über die typische Lebensdauer von 20 Jahren reinigen sich die Anlagen größtenteils selbst. Sie haben damit also keine große Arbeit.

Garten-Solarstromanlage: Angebot von und Nachfrage nach Solarstrom im Check

Die Solaranlage produziert den Solarstrom, wenn die Sonne direkt oder indirekt scheint. Also tagsüber. Grundsätzlich steht in unseren Breiten an Sommertagen mehr Globalstrahlung zur Verfügung als an Wintertagen. Stellt sich die Frage, wie das daraus resultierende Stromangebot zur Nachfrage im Garten passt.

Schauen wir uns das einmal genauer an: Die meisten Verbraucher nutzen ihren Garten vor allem im Frühling, Sommer und Herbst, also vom ersten bis zum letzten Grün. Somit ist die Nachfrage nach Solarstrom in der warmen Jahreszeit größer als in der kalten. Passt!

Stromfressende Gartenarbeiten wie Rasenmähen mit dem elektrischen Rasenmäher, Baumkronen ausdünnen mit elektrischen Scheren und Sägen, Gehwegplatten oder Poolfliesen reinigen mit elektrischem Dampfstrahler und Ähnliche erledigen Sie am Tag, wenn es hell ist, da kaum ein Garten so ausgeleuchtet ist, dass Sie das nachts tun könnten. Ganz zu schweigen von der Lärmbelästigung, die dann entstünde und die nicht rechtens wäre. Die elektrische Beleuchtung im und am Gartenhaus ist abends gefragt und Herd und Grill sollen zu den hierzulande typischerweise warmen Mahlzeiten Mittagessen und Abendessen betriebsbereit sein. Andere Geräte wie Kühlschrank, Warmwasserbereitungsanlage und Teichpumpe sollen rund um die Uhr laufen. Passt fast!

Viele alltägliche Nachfragen nach Strom im Garten passen demnach zum Angebot der Solaranlage. Denn die Stromabnehmer verbrauchen den tagsüber erzeugten Solarstrom direkt. Bleiben die Anlagen und Geräte, die Sie abends oder durchgehend betreiben wollen. Die kommen ohne gespeicherten und zeitversetzt genutzten Solarstrom nicht durch die Nacht.

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Komponenten einer Garten-Solarstromanlage

Deshalb gehören als Komponenten zu einer typischen autark ausgelegten Solaranlage für Garten und Gartenhaus neben

  • den üblichen Solarmodulen,
  • dem Wechselrichter, der aus dem Gleichstrom, den die Anlage erzeugt, nutzbaren Wechselstrom macht,
  • und den Solarkabeln
  • auch ein Solarstromspeicher (Akku, Batterie)
  • sowie ein Laderegler, der die Stromversorgung managt, indem er den Solarstrom entweder direkt an die verbrauchenden Geräte leitet oder damit die Batterie belädt. Der Laderegler schützt die Batterie zugleich vor Überladung und bietet ihr Tiefentladeschutz.

Wie viel Strom Ihre Solarstromanlage im Garten erzeugen soll, das hängt von Ihrem Strombedarf ab. Ein kleines Exemplar mit 12-Volt-Modulen und einer Nennleistung von 75 Watt erzeugt in etwa so viel Strom, dass Sie damit das Gartenhaus beleuchten und ein Radio betreiben können. Auch Teichpumpen lassen sich mit solch kleinen Anlagen gut mit Strom versorgen. Solche Anlagen kosten deutlich unter 100 Euro. Für mehr Strom muss die Anlage entsprechend größer dimensioniert werden, was sie teurer macht.

Tipp: Stellen Sie eine Liste mit all den Stromverbrauchern in Ihrem Garten und Gartenhaus auf! Notieren Sie deren herstellerseits angegebenen Stromverbrauch und addieren Sie die einzelnen Posten. So kommen Sie auf den nötigen Gesamtverbrauch an Strom, den Sie solar decken wollen! Achten Sie grundsätzlich darauf, möglichst sparsame Geräte einzusetzen, also bei der Beleuchtung beispielsweise LEDs. Den so errechneten Gesamtverbrauch sollten Sie allerdings großzügig aufrunden, um der Gefahr zu entgehen, dass der Solarstrom einmal nicht reicht. Die Batterie sollte sogar eine um etwa ein Drittel höhere Kapazität besitzen, als der Gesamtbedarf an Energie beziffert wurde.

Eine 12-Volt-Anlage mit 200 Watt Nennleistung beispielsweise, zu der Regler und Batterie sowie die nötige Verkabelung gehören, kostet um die 1.000 Euro. Wobei die Preise für Solaranlagen generell stetig sinken, weil Komponenten wie die Solarmodule immer günstiger verkauft werden. Auch die Preisentwicklung bei Solarstrom-Batterien lässt auf lange Sicht sinkende Preise erwarten.

Mobile und spezialisierte Alternativen zur solaren Stromversorgung im Garten

Das Vorgeschriebene fokussierte auf Solaranlagen, die sie fest auf dem Gartenhaus oder Gartengrundstück installieren und dauerhaft betreiben. Der Vollständigkeit halber wollen wir Ihnen hier auch mobile Alternativen dazu vorstellen, also tragbare Solaranlagen zum zeitweisen Betrieb. Die kommen eigentlich aus dem aktiven Outdoor-Sportbereich, lassen sich aber ebenso gut im Garten benutzen. Sie finden beispielsweise im Fachhandel

  • sogenannte Solarkoffer: Solaranlagen, die sich zum Betrieb wie ein Koffer auf- und zuklappen lassen
  • flexible und semiflexible Solaranlagen: Solaranlagen mit Solarmodule zur Anbringung auch an gewölbten Oberflächen, zum Aufhängen und Ausrollen

Hinzu kommen spezielle Solarstromlösungen für den Betrieb

  • von Gartenpumpen aller Art, darunter die oben schon erwähnten Teichpumpen sowie Springbrunnenpumpen und Bachlaufpumpen,
  • und Gartenleuchten, darunter Solarleuchten zur Wandmontage, freistehende Modelle, zum flächenbündigen Einlassen in Gartenwegbelag, schwimmende Leuchten, Tischleuchten, Lichterketten und andere.
Solarleuchten im Garten © tornadoflight, fotolia.com
Solare Gartenbeleuchtung mit kleinen Solarleuchten erfüllt dekorative und praktische Zwecke © tornadoflight, fotolia.com

Fazit: Lohnt sich eine Solarstromanlage im Garten?

Ja, denn wenn Sie in Ihrer grünen Oase Strom benötigen, sollte dieser so grün wie möglich erzeugt und so verlustfrei wie möglich zum Stromverbraucher transportiert werden. Beiden Ansprüchen genügt Solarstrom. Bei richtiger Dimensionierung Ihrer Solaranlage im Garten gelingt Ihnen damit eine 100prozentig solare Deckung des Stromverbrauchs, die eine entsprechende Stromkostenersparnis mit sich bringt.

Bei all den gesparten Stromkosten kommen Sie die Investition der Anschaffungskosten und Installationskosten für die Anlage nicht herum. Hier müssen Sie die Stromersparnis gegenrechnen:

(Anschaffungskosten + Installationskosten) – Stromkostenersparnis = Null

Ist das Ergebnis der Rechnung gleich Null, rechnet sich die Solaranlage im Garten.

Tipp: Die Montage der zumeist steckerfertig ausgelegten Solaranlagen für Garten und Gartenhaus ist vergleichsweise einfach. Aber:

Zum Schluss noch ein Vorteil der Solaranlage im Garten: Sie brauchen dafür keine Gewerbeanmeldung. Es reicht, dass Sie deren Betrieb anzeigen.

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