Photovoltaik Wartung Kosten

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Photovoltaik: Was darf die Wartung einer PV-Anlage kosten?

Photovoltaik-Anlagen sind mittlerweile sehr ausgereift: In langer Erfahrung hat sich herauskristallisiert, welche Materialien und Bauweisen besonders gut geeignet sind – und wo potenzielle Schwachstellen liegen. Zu den überzeugendsten Verkaufsargumenten der Installateure zählt daher, dass die Anlage, ist sie einmal installiert, über viele Jahre kaum noch einer Wartung bedarf. Das stimmt, aber „kaum“ bedeutet nicht „keine“. Es empfiehlt sich aus mehreren Gründen, die Komponenten von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand zu stellen.

Solaranlage Überwachung © OFC Pictures, fotolia.com
Die PV-Anlage sollte regelmäßig überprüft und gewartet werden © OFC Pictures, fotolia.com

Zunächst einmal, um einen dauerhaft hohen Ertrag sicherzustellen. Hier sind Probleme auch am ehesten zu erkennen: Sinkt die Leistung der Anlage signifikant ohne erkennbaren Grund, liegt die Vermutung nahe, dass es irgendwo im System hakt. Des Weiteren bieten viele Händler und Solarteure eine lange Garantiezeit auf selbst verkaufte oder verbaute Anlagen – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass gleichzeitig ein dauerhafter Wartungsvertrag mit dem Dienstleister abgeschlossen wird. Das ist in vielen Fällen auch sinnvoll, da er die örtlichen Gegebenheiten und die eingesetzten Komponenten am besten kennt. Es ist ähnlich wie bei der TÜV-Prüfung eines Fahrzeugs: Wer regelmäßig und frühzeitig Mängel sucht und gegebenenfalls behebt, kann sich länger an seiner Investition erfreuen. Last but not least schließen viele Anlagenbetreiber eine Versicherung gegen Schäden durch beispielsweise Überspannung oder Sturm ab. Auch eine Haftpflichtversicherung ist – wie der Name sagt – Pflicht, da der Betreiber einer Anlage für dessen Sicherheit und etwaige Gefahren einsteht. Und damit die Versicherungen im Falle eines Falles zahlen, werden in der Regel Nachweise über eine regelmäßige Prüfung verlangt.

Photovoltaik: Regelmäßige Wartung kann Einbußen verhindern
Photovoltaik: Regelmäßige Wartung kann Einbußen verhindern

Für private Photovoltaik-Anlagen gibt es zwar keine Verpflichtung zur regelmäßigen Wartung. Viele Experten raten jedoch zu einem Ein- oder Zwei-Jahres-Turnus. Im gewerblichen Bereich verpflichtend und im privaten zumindest alle vier Jahre empfohlen ist der sogenannte E-Check, der, um beim Vergleich mit dem Auto zu bleiben, als große Inspektion gesehen werden kann: Geprüft wird die Sicherheit und Funktion der Anlage mittels eines planmäßigen und systematischen Schemas, das der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) erarbeitet hat. Anlagenbetreiber sollten bedenken, dass sich nicht jeder Schaden gleich in einer Leistungsminderung niederschlagen muss, sondern versteckt „wachsen“ kann. Ein ausführlicher Check deckt auch solche Schwachstellen auf.

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Nicht zu lange mit der Wartung warten

Niemand zahlt gerne zusätzliches Geld für eine Anlage, die einwandfrei läuft. Hier ist jedoch vorausschauende Planung gefragt: Wer sich frühzeitig darum kümmert, dass das auch so bleibt, kann größere Schäden in der Zukunft – die dann richtig ins Portemonnaie gehen – in den meisten Fällen vermeiden. Aber: Wie viel Budget ist sinnvoll, wie viel nötig? Die Antwort: Es kommt auf den Umfang, die Notwendigkeit und das eigene Sicherheitsbedürfnis an. Die Prüfung des Solarertrags übernimmt der private Betreiber einer Anlage in der Regel selbst – täglich an der Betriebsanzeige, am Stromzähler, den Displays der Komponenten und eventuell mittels Logdateien, die das System erstellt. Hier werden Auffälligkeiten schnell sichtbar.

Photovoltaikanlage: Regelmässige Wartung ist sinnvoll
Photovoltaikanlage: Regelmässige Wartung ist sinnvoll

Umfangreichere Wartungsarbeiten sollten von Fachbetrieben mittels Einzelbeauftragung oder per Abschluss eines Wartungsvertrages erledigt werden. Wer einen solchen Vertrag abschließt, kann beispielsweise verhandeln, in welchem Turnus Maßnahmen wie die Sichtkontrolle der Solarmodule stattfinden sollen. Hinzu kommen weitere individuelle Entscheidungen. So gelten die meisten Photovoltaik-Anlagen mit geneigten Solarmodulen als selbstreinigend, da Niederschläge Verschmutzungen automatisch abwaschen. Etwas Schmutz bleibt aber über kurz oder lang haften, auch Vogelkot oder andere Ablagerungen, die der Regen nicht davonfließen lässt. Zumindest alle paar Jahre sollte daher eine professionelle Reinigung durchgeführt werden, oder besser: durchgeführt werden lassen. Spezialisierte Firmen verstehen sich darauf, geeignete Reinigungsmittel zu verwenden und sensible Komponenten zu schonen. Die Technik ist empfindlich! Zudem sind Arbeiten auf dem Dach immer gefährlich und nicht ohne entsprechende Sicherung möglich.

Tipp: Idealer Zeitpunkt für eine Reinigung und/oder eine Wartung ist das Frühjahr, wenn der letzte Schnee geschmolzen ist, die Sonnensaison aber noch bevorsteht. So ist gewährleistet, dass die PV-Anlage optimal arbeitet, wenn der Ertrag naturgemäß – also im Sommer – am höchsten ist.

Keine Alternative, aber eine sinnvolle Ergänzung zur „Sichtwartung“ können Fernwartungs-Verträge sein. Da moderne Photovoltaik-Anlagen eine Vielzahl an Daten generieren und speichern, lassen sich an ihnen viele Unregelmäßigkeiten früh erkennen. Eine Vor-Ort-Überprüfung wird damit nicht überflüssig. Sie ist aber allein schon wegen des Personalaufwands kostenintensiver und nicht beliebig oft durchführbar. Mittels Überwachung relevanter Daten aus der Ferne können gegebenenfalls die Intervalle dieser Prüfungen gestreckt und die Kosten damit gesenkt werden. Zu berücksichtigen ist allerdings auch, dass mit einer Wartung an Ort und Stelle meistens auch automatisch eine Inspektion einhergeht. Hier könnten Fehler gefunden werden, die sich noch nicht in den Leistungsdaten niederschlagen.

Nicht am falschen Ende sparen

Es ist deutlich geworden, dass eine pauschale Kostenangabe für eine Wartung kaum möglich ist, weil zu viele individuelle Faktoren eine Rolle spielen. Erster Ansprechpartner sollte der Betrieb sein, der die Anlage installiert hat und dessen Mitarbeitende man kennt. Allerdings ist es legitim und schadet nicht, wenn man alternative Angebote einholt, sofern man keinen dauerhaften Wartungsvertrag mit dem installierenden Unternehmen geschlossen hat.

Um trotzdem einen Eindruck von den zu erwartenden Kosten zu gewinnen, lassen sich zumindest Richtwerte angeben. Je nach Vertrag, Umfang und Häufigkeit liegen die meisten pauschal abgerechneten Wartungen zwischen 100 und 300 Euro für ein Einfamilienhaus. Diese Abrechnungsart ist bei Kleinanlagen meist Mittel der Wahl, weil sie sich im Aufbau ähneln und sich eine individuelle Kostenkalkulation und Angebotserstellung nicht rechnet beziehungsweise auf den Preis aufgeschlagen werden müsste. Bei den vergleichsweise niedrigen Summen würde das schnell unwirtschaftlich.

Vor allem bei sehr großen oder gewerblichen Anlagen besteht aber daneben oftmals die Möglichkeit, nach installierter Leistung abzurechnen. Grundsätzlich gilt, dass die prozentualen Kosten mit der Größe der Anlage sinken. Pro Kilowatt-Peak installierter Leistung liegen die Preise am Markt gemeinhin zwischen sieben und zwölf Euro. Bei allen Optionen sollten die Ergebnisse und eventuell ausgeführte Arbeiten dokumentiert und dem Anlagenbetreiber ausgehändigt werden, damit er einen Nachweis, zum Beispiel für die Versicherung, besitzt.

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