Photovoltaik auf dem Hausdach

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Photovoltaik auf dem Hausdach: Auf Dachform und Besitzverhältnisse kommt es an

Die weitaus meisten Photovoltaikanlagen werden auf dem Hausdach installiert. Ob sich das eigene Dach dafür eignet, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Beste Standortbedingungen sind gegeben, wenn die Dachfläche nach Süden ausgerichtet ist, der Neigungswinkel zwischen 25 und 45 Grad liegt und keine schattenwerfenden Objekte die Sonneneinstrahlung stören.

Häuser mit Solaranlagen© Ingo Bartussek, fotolia.com
Häuserdächer mit Solaranlagen © Ingo Bartussek, fotolia.com

Was von vorneherein zu beachten ist, wird in den folgenden Abschnitten kurz angerissen. Für den tieferen Einstieg ins Thema führen Hyperlinks zu weiteren Texten.

Dachform und Dachneigung

Schrägdach oder Steildach

Die weit verbreiteten Schrägdächer bieten ideale Bedingungen für die Installation einer Photovoltaikanlage. Werden die Photovoltaikmodule parallel zur Dacheindeckung montiert, kann diese bestehen bleiben und ihre Funktion als Witterungsschutz und Wärmeschutz behalten. Bei großflächiger Belegung des Daches mit Modulen werden zudem die Dachsteine verschattet, was zusätzlich die thermische Belastung des Dachgeschosses verringert.

Beim Neubau am besten direkt eine Photovoltaikanlage mitplanen © DanBu.Berlin, stock.adobe.com
Schrägdach mit Photovoltaikanlage © DanBu.Berlin, stock.adobe.com

Als Montageoption kommt bei Schrägdächern neben dieser Aufdach-Montage auch eine Indach-Montage infrage. Dabei werden die Photovoltaikmodule in die Dacheindeckung eingelassen. Sind Dachsteine dafür zu entfernen, kommen zusätzliche Kosten auf die Hausbesitzer zu. Einfacher ist es bei Neubauten und wenn ohnehin eine Neueindeckung ansteht. In ästhetischer Hinsicht sind Indachlösungen vorzuziehen, nachteilig sind die höheren Kosten und die um ca. 5 % geringere Ertragsausbeute im Vergleich zur Aufdachlösung.

Photovoltaikanlage: Aufdach oder Indachmontage
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Flachdach

Bei Flachdächern werden die Photovoltaikmodule nicht auf die Dachsteine montiert oder in die Fläche integriert. Photovoltaikanlagen für Flachdächer sind Aufständerung genannte Gestelle mit aufmontierten Solarmodulen, die – und das ist der große Vorteil – ertragsoptimal ausgerichtet werden können. Neigung und Himmelsrichtung spielen anders als beim Schrägdach keine Rolle. Nachteilig ist allerdings die schwierigere und damit kostenintensivere Montage. Auch Statikprobleme kommen bei Flachdächern wesentlich häufiger vor.

Der Neigungswinkel kann durch Aufständerungen optimiert werden
Der Neigungswinkel kann durch Aufständerungen optimiert werden
Photovoltaikanlage auf einem Flachdach © denboma, stock.adobe.com
Photovoltaikanlage auf einem Flachdach © denboma, stock.adobe.com
Tipp: Im Zweifelsfall eine Statikprüfung veranlassen! Die Dachkonstruktion muss von der Statik her geeignet sein, die Montage der Photovoltaikanlage zuzulassen. Die zusätzliche Last aufgrund des Gewichtes von Montagesystem und Modulen kann bis zu 20 kg/m2 betragen. Hinzukommen gegebenenfalls Wind- und/oder Schneelasten, die zu berücksichtigen sind.
Auch auf einem Flachdach kann eine PV-Anlage lohnen
Auch auf einem Flachdach kann eine PV-Anlage lohnen

Dass die Dachneigung einen großen Einfluss auf den Ertrag der Photovoltaikanlage hat, ist unbestritten.

Aufstellort Vorteile Nachteile
Schrägdach
  • keine zusätzliche Flächenversiegelung
  • Abhängigkeit von Dachneigung und Ausrichtung
  • eventuelle Statikprobleme
Flachdach
  • freie Wahl von Neigung und Ausrichtung
  • schwierigere Montage
  • eventuelle Statikprobleme

Dach der eigenen Immobilie

Einfamilienhaus

Ob und wann sich eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus lohnt, kommt auf die individuellen Gegebenheiten an. Zunächst einmal muss geprüft werden, ob das Dach und die Lage des Hauses geeignet sind, um die Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Des Weiteren spielen die Größe des Hauses und der zu beheizenden Fläche sowie der durchschnittliche Stromverbrauch eine Rolle.

Eine Photovoltaikanlage wird installiert © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
Eine Photovoltaikanlage wird auf einem Einfamilienhaus installiert © Marina Lohrbach, stock.adobe.com

Der große Vorteil einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach: Etwaige langwierige Einigungen mit Nachbarn sind nicht nötig, sofern grundsätzliche Bau- und Umgangsbestimmungen eingehalten werden. Mit der örtlichen Baubehörde sind die Pläne jedoch unbedingt abzustimmen. Die rechtlichen Vorgaben variieren von Bundesland zu Bundesland und von Kommune zu Kommune.

Bei jeder PV-Anlage ist zu bedenken, dass sie alleine nicht dauerhaft den gesamten Strombedarf der Bewohner deckt. Aber sie kann die Kosten senken, je nach Region sogar deutlich. Außerdem ist es ein gutes Gefühl, Energie selbst und aus umweltfreundlicher Quelle produziert zu haben.

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Reihenhaus

Für Reihenhäuser gelten grundsätzlich die gleichen Faktoren wie für Einfamilienhäuser. Freundliche Nachbarn lassen sich indes gegebenenfalls in das Projekt einbinden – etwa, wenn sie ebenfalls mit dem Gedanken spielen, eine PV-Anlage auf ihrem Dach zu installieren. Nicht selten können so Rabatte ausgehandelt werden. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass tatsächlich nur die Fläche des eigenen Hausdachs für die Anlage genutzt wird. Um im Brandfall hohe Regressforderungen zu umgehen, sollte ein Mindestabstand zwischen der Solaranlage und dem Nachbarhaus eingehalten werden.

Reihenhäuser mit Photovoltaik © Daniel, stock.adobe.com
Reihenhäuser mit Photovoltaik © Daniel, stock.adobe.com

Eigentumswohnung

Im Unterschied zu Mietern können die Eigentümer eines Mehrfamilienhauses die Installation einer Photovoltaikanlage in der Eigentümerversammlung beschließen. Positiv bei gemeinschaftliche Anlage ist: Die Kosten bleiben für die einzelnen Parteien überschaubar. Zwar fällt die Dimensionierung der PV-Anlage größer aus als bei einem kleinen Einfamilienhaus, aber die zugrundeliegende Technik ist die gleiche und damit die Anlage auf die Gesamtfläche gesehen günstiger. Zudem wird der erzeugte Solarstrom allein durch die größere Anzahl der Personen wirtschaftlicher genutzt.

Solaranlage auf einem Mehrfamilienhaus © Kara, stock.adobe.com
Solaranlage auf einem Mehrfamilienhaus © Kara, stock.adobe.com

Dach eines Mietobjekts

Mit der Mieterstromförderung sollen Anreize zum Bau von Photovoltaikanlagen gesetzt und damit auch die Bewohner von Mietwohnungen an der Energiewende beteiligt werden. Damit sich dies für den Eigentümer einer Wohnanlage lohnt, erhält er zusätzlich zum Erlös, den er durch den Stromverkauf an den Mieter erzielt, einen Zuschlag pro kWh. Voraussetzung für diese Förderung ist, dass die PV-Anlage auf einem Wohngebäude installiert ist und der zu Wohnzwecken genutzte Flächenanteil mindestens 40 % beträgt.

Hinweis: Mieter haben immer die freie Wahl, von wem sie sich mit Strom beliefern lassen wollen. Sie müssen das Angebot des Vermieters nicht annehmen. Dies kann natürlich die Kalkulation erschweren.
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