Photovoltaik auf Garagen und Carports

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Schöne neue Welt: Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts arbeiten bereits daran, textile Solarzellen herzustellen. Als Bestandteil der Lkw-Plane könnten sie dann beispielsweise den benötigten Strom für Kühlaggregate direkt während der Fahrt und autark erzeugen. Bis solche Lösungen marktreif sind, dauert es allerdings noch ein wenig.

PV-Anlage auf einem Garagendach © remax16, stock.adobe.com
PV-Anlage auf einem Garagendach © remax16, stock.adobe.com

Wer ein E-Auto fährt, wird sich hingegen schon häufiger mit dem Gedanken befasst haben, das Dach seiner Garage oder seines Carports mit Solarzellen auszustatten. Dort kann der Stromer einfach an die Steckdose angeschlossen werden und die Energie tanken, die die Sonne kostenfrei auf die Erde schickt – direkter geht es kaum. In solchen Fällen spricht man auch von einer Solartankstelle. Wer ein E-Auto kauft, tut dies in der Regel ohnehin nicht zuletzt aus Gründen des Umweltschutzes. Kommt der Strom dafür dann aus Kohlekraftwerken, ist nicht viel gewonnen. Anders sieht es mit Strom vom eigenen Garagendach aus.

Nach Angaben des Statistikportals Statista sind zum 1. Januar 2019 aber erst rund 83.200 Stromer auf deutschen Straßen unterwegs gewesen. Jedoch kann sich die Anschaffung einer PV-Anlage auch für alle anderen Autofahrer lohnen, da der gewonnene Strom ebenfalls für die Hausversorgung genutzt werden kann. Gründe, eine Photovoltaik-Anlage nicht (nur) auf das Hauptgebäude zu setzen, kann es einige geben. Möglicherweise erlaubt die Bauart des Daches keine flächendeckende Nutzung mit Solarpaneelen, oder die Sonneneinstrahlung ist erheblich ungünstiger als auf dem Garagen- oder Carportdach.

Diese wiederum sind meist in Flachbauweise errichtet und eignen sich grundsätzlich gut für eine Installation von Solarzellen, ob flach aufliegend oder in Schräglage montiert. Hinzu kommt der ästhetische Aspekt, dass die Module auf den Garagen meist weniger stark auffallen, da sie sich im Vergleich zum Hausdach eher in Bodennähe befinden. Über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Garagen und Carports wird im Übrigen häufig gestritten. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Carports in der Regel offen und in leichterer Bauweise ausgeführt sind. Für sie sind selten Baugenehmigungen erforderlich, im Gegensatz zu vielen Garagen.

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Überschaubare Projektgröße

Es muss allerdings geprüft werden, ob das kleine bis mittelgroße Dach der Unterstellmöglichkeit stabil genug ist, um eine Photovoltaik-Anlage zu tragen. Insbesondere bei offenen Carports ist die nötige Traglast nicht immer gegeben. Einige Experten empfehlen daher, den Abriss und kompletten Neubau ebenfalls mit in die Berechnungen einzubeziehen. Handelt es sich um einen älteren, vielleicht ohnehin baufälligen Unterstand, kann sich ein Neubau mitsamt Solaranlage, durch die Ersparnisse beziehungsweise Einkünfte erzielt werden, durchaus rechnen.

Vorteile eines Solarcarports
Vorteile eines Solarcarports

Die Investitionen halten sich in der Regel in einem sehr viel überschaubareren Rahmen, als wenn am Haupthaus Hand angelegt wird. Beachtet werden müssen dabei die baurechtlichen Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes. Während einige sich mit einer Bauanzeige zufrieden geben, müssen in anderen mitunter langwierige Genehmigungsverfahren durchlaufen werden. Im Zweifelsfall kann das Bauamt vor Ort Auskunft geben, für welchen Bautyp welche Unterlagen erforderlich sind.

Da Garagen und Carports in Ein- oder Mehrfamilienhäusern meist nur Platz für zwei oder wenig mehr Fahrzeuge bieten müssen, ist der Installationsaufwand gut zu stemmen. Es gibt Dienstleister, die sich auf das Anbieten von Komplettpaketen spezialisiert haben. Das heißt, dass sie von der Planung bis zur Inbetriebnahme alle Schritte für ihre Kunden übernehmen (können).

Andere Anlagen kann man bestellen, doch müssen sie dann selbst oder – bei fehlendem Know-how unbedingt – von einem Fachmann angebracht und angeschlossen werden. Die Erweiterung bestehender Anlagen auf einer Garage oder einem Carport ist in der Regel einfach zu bewerkstelligen. Dank der Modulbauweise der Solarzellen können später leicht weitere integriert werden, sofern der Platz dazu auf dem Dach vorhanden ist.

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Eigenverbrauch lohnt immer mehr

Als Faustregel für einen wirtschaftlichen Betrieb ist eine Dachfläche von mindestens rund 20 Quadratmetern ratsam. Allerdings schreitet die technische Entwicklung fort und die Solarzellen werden immer effizienter und leistungsfähiger. Daher ist die Zahl allein wenig aussagekräftig. Eine fachmännische Beratung kann anhand individueller Kenndaten eines Projekts schnell ein belastbares Urteil fällen, ob die Installation sinnvoll ist oder nicht.

PV Anlage: Sauberer Strom für die E-Mobilität
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In die Rechnung sollte selbstredend auch einfließen, wozu der gewonnene Strom verwendet werden soll: Zum Betanken eines E-Autos, zur Eigennutzung im Haushalt, oder zur Einspeisung ins Netz? Oder alles auf einmal? Bei der Einspeisung ins Netz erhält der Erzeuger eine Vergütung, die jedoch in den vergangenen Jahren stetig gesunken ist. Mit den gleichzeitig steigenden Strompreisen der Energieversorger wird es damit immer wirtschaftlicher, möglichst viel des eigenerzeugten Stroms auch selbst zu verbrauchen. Hinzu kommen eventuell zusätzliche Kosten, die bei einer Installation bedacht werden müssen. So ist für E-Autos eine Ladestation vonnöten, die von den Autobauern meist mit den Automodellen zusammen angeboten wird.

Zudem kann ein Stromspeicher sinnvoll sein, wenn der erzeugte Strom auch abends oder nachts, wenn die Sonne nicht scheint, genutzt werden soll. Last but not least sollte auch der ökologische Aspekt eingepreist werden. Er mag nicht immer auf Cent und Euro berechenbar sein, ist für viele aber auch ein wichtiges Argument für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage.

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