Preisbeispiele: Was kosten 5 kWp- und 10 kWp-Photovoltaikanlagen?
„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“, wie Solar-Pionier Franz Alt so schön formulierte. Damit steht sie im Gegensatz zu Energieversorgern: Nach den starken Anstiegen der Energiekrise sanken die Haushaltsstrompreise zuletzt im Vorjahresvergleich zwar etwas, lagen aber weiterhin deutlich über dem Niveau von 2021. Das ist ein Grund dafür, dass Photovoltaik-Anlagen zu einem Massenphänomen geworden sind. Man muss heute kein promovierter Physiker mehr sein, um von Solarenergie profitieren zu können. Viele Menschen interessiert die Wirkungsweise der Technologie ohnehin nur am Rande: Für sie ist wichtig zu wissen, ob und welche Investition sich für sie lohnen kann. Die folgenden Preisbeispiele geben eine gute Orientierung, wenn man berücksichtigt, dass sie etwas Spielraum haben. So können sich Preise beispielsweise aufgrund kurzfristiger Marktschwankungen ändern. Eine Rolle spielt auch die eigene Zielsetzung. Von Sonderangeboten bis hin zu meist besonders leistungsstarken und langlebigen Modellen erfüllen Anbieter (nahezu) jeden Wunsch.


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Was kostet eine 5 kWp-Komplettanlage ohne Speicher?
Um entscheiden zu können, wie groß die PV-Anlage am besten sein sollte, ist es wichtig, den potenziellen Ertrag und den eigenen Verbrauch zu kennen. Als redaktionelle Rechenannahme setzen wir an, dass ein kWp installierte Leistung im Jahr etwa 900 bis 1.000 Kilowattstunden (kWh) produziert – ein üblicher Überschlagswert, kein standortunabhängiger Garantiewert. Bei einer 5-kWp-Anlage wären das also 4.500 bis 5.000 Kilowattstunden. Der durchschnittliche Stromverbrauch einer Familie mit vier Personen in einem Einfamilienhaus liegt laut Stromspiegel 2025 bei etwa 3.800 kWh ohne elektrische Warmwasserbereitung; mit Durchlauferhitzer entsprechend mehr. Es ist in der Praxis jedoch so gut wie ausgeschlossen, dass der Strombedarf vollständig über eine Photovoltaik-Anlage gedeckt wird. Das liegt unter anderem daran, dass Sonnenschein nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt ist. Nachts und im Winter beispielsweise ist die Leistung der Anlage stark eingeschränkt. Bei einem Vierpersonenhaushalt mit rund 3.800 kWh Jahresverbrauch deckt eine 5-kWp-Anlage ohne Speicher in der Beispielrechnung etwa ein Drittel des Strombedarfs. Der Flächenbedarf auf dem Dach variiert in Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit der Module. Eine höhere Nennleistung bedeutet nicht automatisch einen höheren Wirkungsgrad. Entscheidend ist die Leistung pro Fläche. Aktuelle Module erreichen Nennleistungen von etwa 400 bis 450 Wp unter Standard-Testbedingungen; die tatsächliche momentane Leistung hängt unter anderem von Einstrahlung, Temperatur, Ausrichtung und Verschattung ab. Entscheidet man sich für schwächere, ist mehr Fläche nötig, um auf 5 kWp zu kommen.
Eine Beispielrechnung zeigt, was solch eine Anlage ungefähr kosten kann:
- 13 Module (400 Wp), Stückpreis zwischen 100 und 250 Euro: 1.300 bis 3.250 Euro
- Wechselrichter 5 kW: 1.000 bis 2.000 Euro
- Montagesystem, Befestigungsmaterial: 2.000 Euro
- Dachinstallation der Solarmodule: 2.000 bis 4.000 Euro
- Elektro-Installation: 500 bis 1.000 Euro
- Gesamtkosten: 6.800 bis 12.250 Euro
Die rechnerische Mitte dieser angenommenen Kostenspanne liegt bei 9.525 Euro in der 5-kWp-Klasse ohne Speicher (Beispiel: 13 Module, 5,2 kWp) – sie ist kein aus Marktangeboten ermittelter Durchschnittspreis. Zu bedenken ist zum einen, dass manche Angebote höher liegen können, weil sie Zusatzleistungen wie Wartung oder Versicherung beinhalten. Zum anderen gibt es häufig Fördermöglichkeiten: Förderkredite wie der KfW 270 sowie regionale Zuschüsse sind je nach Bundesland und Kommune möglich, während die Einspeisevergütung erst über die Laufzeit der Anlage wirkt.


Was kostet eine 10 kWp-Komplettanlage ohne Speicher?
Vieles, was für 5 kWp-Komplettanlagen ohne Speicher gilt, gilt auch für größere Modelle wie eine 10 kWp-Anlage. Es gibt jedoch einige teils gravierende Unterschiede. So reduziert sich der Preis pro kWp etwas. Es werden zwar mehr Solarmodule benötigt, aber die Kosten für alle anderen Komponenten fallen, bezogen auf die Leistung, vergleichsweise niedriger aus als bei einer kleineren Anlage. Höhere Montagekosten und ein teurerer, weil leistungsstärkerer Wechselrichter spielen zwar ebenfalls eine Rolle, aber insgesamt rechnen sich größere Anlagen eher. Dem steht wiederum entgegen, dass eine überdimensionierte PV-Anlage die Kosten treibt, ohne dass sie optimal ausgenutzt werden kann.
Auch hier sollte zu Beginn der Überlegungen ein Abgleich mit dem eigenen Stromverbrauch stehen. Eine 10 kWp-Anlage liefert im Jahresdurchschnitt etwa 9.000 bis 10.000 kWh. Eine 10-kWp-Anlage kann auch für ein großes Einfamilienhaus passen, etwa bei höherem Stromverbrauch, Wärmepumpe oder Elektroauto; die Dachfläche ist dabei ein wichtiger Planungsfaktor. Ein aktuelles 400 bis 450 Wp-Modul hat heute üblicherweise eine Größe von etwa 1,9 bis 2,0 Quadratmetern. Da im Gegensatz zu einer 5 kWp-Anlage doppelt so viele Module (oder leistungsstärkere) angeschafft werden müssen, ist die Dachgröße häufig ein limitierender Faktor.
Eine Beispielrechnung zeigt, was solch eine Anlage ungefähr kosten kann:
- 25 Module (400 Wp), Stückpreis zwischen 100 und 250 Euro: 2.500 bis 6.250 Euro
- Wechselrichter 10 kW: 1.500 bis 3.000 Euro
- Montagesystem, Befestigungsmaterial: 3.000 Euro
- Dachinstallation der Solarmodule: 3.000 bis 5.000 Euro
- Elektro-Installation: 1.000 bis 2.000 Euro
- Gesamtkosten: 11.000 bis 19.250 Euro
Die rechnerische Spannenmitte liegt hier bei 15.125 Euro für eine 10 kWp-Anlage ohne Speicher. Wie bei einer 5 kWp-Anlage gilt auch hier: Zu bedenken ist zum einen, dass manche Angebote höher liegen können, weil sie Zusatzleistungen wie Wartung oder Versicherung beinhalten. Zum anderen gibt es häufig Fördermöglichkeiten: Förderkredite wie der KfW 270 sowie regionale Zuschüsse sind je nach Bundesland und Kommune möglich, während die Einspeisevergütung erst über die Laufzeit der Anlage wirkt.


Was kosten 5 kWp- und 10 kWp-Komplettanlagen mit Speicher?
Mit einem Batteriespeicher lässt sich Sonnenenergie auf Zeit „einfangen“ und dann abrufen, wenn man ihn braucht. Welchen Vorteil das hat, zeigt ein Arbeitstag im Sommer: Während tagsüber die Sonne scheint und die PV-Anlage auf Hochtouren läuft, ist niemand zu Hause. Abends, wenn man nach Hause kommt und der Strombedarf in die Höhe schnellt, dämmert es aber bereits oder die Sonne ist gar nicht mehr zu sehen. Der Eigenverbrauchsanteil – also der Anteil des erzeugten Solarstroms, der im Haushalt genutzt wird – hängt von Anlagengröße, Jahresverbrauch, Lastprofil und Speichergröße ab. Pauschale Quoten sind deshalb nur für klar beschriebene Beispielhaushalte aussagekräftig. Die genauen Werte hängen stark vom Jahresverbrauch und vom Lastprofil ab; bei einer 10 kWp-Anlage ergeben sich hohe Eigenverbrauchsquoten nur bei entsprechend hohem Verbrauch oder gezielter Lastverschiebung. Bei kleineren Anlagen will die Anschaffung eines Speichers trotzdem sehr gut überlegt sein: Diese Modelle sind vergleichsweise teuer und treiben die Gesamtkosten mitunter unverhältnismäßig in die Höhe. Ob ein Speicher wirtschaftlich passt, hängt allerdings nicht pauschal von einer möglichst großen PV-Anlage ab, sondern vor allem von Jahresverbrauch, Lastprofil, nutzbarer Kapazität, Anschaffungskosten und erwarteter Lebensdauer. Auch bei kleineren Anlagen kann ein passend dimensionierter Speicher sinnvoll sein; Überdimensionierung sollte vermieden werden. Größere Speicher kosten im Mittel zwar weniger je Kilowattstunde Speicherkapazität; ob sie wirtschaftlich passen, hängt aber vom Verbrauch und der Auslegung ab.
Für unsere beiden Beispielsrechnungen bedeutet das:
- 13 Module (400 Wp), Stückpreis zwischen 100 und 250 Euro: 1.300 bis 3.250 Euro
- Wechselrichter 5 kW: 1.000 bis 2.000 Euro
- Batteriespeicher 5 kWh: 2.500 bis 5.500 Euro
- Montagesystem, Befestigungsmaterial: 2.000 Euro
- Dachinstallation der Solarmodule: 2.000 bis 4.000 Euro
- Elektro-Installation: 500 bis 1.000 Euro
- Gesamtkosten: 9.300 bis 17.750 Euro
Die rechnerische Spannenmitte liegt bei 13.525 Euro in der 5-kWp-Klasse mit Speicher (Beispiel: 13 Module, 5,2 kWp).
- 25 Module (400 Wp), Stückpreis zwischen 100 und 250 Euro: 2.500 bis 6.250 Euro
- Wechselrichter 10 kW: 1.500 bis 3.000 Euro
- Batteriespeicher 10 kWh: 4.000 bis 8.000 Euro
- Montagesystem, Befestigungsmaterial: 3.000 Euro
- Dachinstallation der Solarmodule: 3.000 bis 5.000 Euro
- Elektro-Installation: 1.000 bis 2.000 Euro
- Gesamtkosten: 15.000 bis 27.250 Euro
Die rechnerische Spannenmitte liegt bei 21.125 Euro für eine 10 kWp-Anlage mit Speicher.
Was kostet eine 15-kWp-Anlage?
Mit Wärmepumpe und Elektroauto kann eine Anlage über 10 kWp sinnvoll sein, wenn Dachfläche und erwarteter Stromverbrauch dazu passen. Bei Modulen mit 400 bis 450 Wp werden für 15 kWp rechnerisch etwa 34 bis 38 Module benötigt. Dafür zeigt der am 28. August 2026 veröffentlichte Preisindex der Verbraucherzentrale NRW anhand von 71 Angeboten aus Januar 2025 bis August 2026 vor allem den Größeneffekt: In der Klasse über 14 bis 16 kWp lag der mittlere Preis bei rund 1.220 Euro je kWp – rechnerisch ein Vergleichswert von 18.300 Euro für den reinen PV-Anlagenteil ohne Speicher und ohne Zusatzarbeiten. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Tabelle kein Richtwert für aktuelle Angebotspreise ist. Mit einem 12-kWh-Speicher, für den der Index in der Klasse über 10 bis 12 kWh im Mittel 390 Euro je Kilowattstunde ausweist, ergeben sich rechnerisch rund 22.980 Euro. Wie bei unseren Beispielrechnungen gilt: Das sind aus getrennten Durchschnittswerten errechnete Orientierungswerte, keine Angebotspreise – reale Angebote streuen deutlich. Der Skaleneffekt ist dafür klar belegt: Kleine Anlagen mit 4 bis 6 kWp kosteten im selben Index im Mittel rund 2.090 Euro je kWp, Anlagen über 16 kWp nur noch rund 1.010 Euro.


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Rechner: Kosten einer Photovoltaikanlage individuell abschätzen
Vier Annahmenrechnungen im Vergleich
So sehen die vier Beispielsummen aus den obigen Rechnungen nebeneinander aus:
| 5 kWp ohne Speicher |
10 kWp ohne Speicher |
5 kWp mit Speicher |
10 kWp mit Speicher |
|
|---|---|---|---|---|
| Kosten (Spanne) | 6.800–12.250 € | 11.000–19.250 € | 9.300–17.750 € | 15.000–27.250 € |
| Rechnerische Spannenmitte | ca. 9.525 € | ca. 15.125 € | ca. 13.525 € | ca. 21.125 € |
| Jahresertrag | ~4.500–5.000 kWh | ~9.000–10.000 kWh | ~4.500–5.000 kWh | ~9.000–10.000 kWh |
| Eigenverbrauch | individuell berechnen | individuell berechnen | abhängig von Speicher und Verbrauch | abhängig von Speicher und Verbrauch |
| Geeignet für | EFH, tagsüber zu Hause | Großes EFH oder Mehrfamilienhaus | Berufstätige, Abendverbraucher | Großer Haushalt, E-Auto, Wärmepumpe |
Preisrahmen bekannt – jetzt vergleichen, was eine Solaranlage bei Ihrem Dach kostet
Die Beispiele zeigen die Bandbreite am Markt. Ihren Preis bestimmen Dachsituation, Komponenten und Montageaufwand – deshalb lohnt der Vergleich mehrerer vollständiger Angebote. Über die Fachbetriebssuche erhalten Sie bis zu 5 Angebote aus Ihrer Region – kostenlos und unverbindlich.
Angebote aus meiner Region vergleichenWelche Faktoren beeinflussen den Preis im Einzelfall?
Die genannten Beispielrechnungen sind Orientierungswerte. Im konkreten Angebot kann der Preis spürbar nach oben oder unten abweichen – abhängig von der Wahl der Komponenten, den Bedingungen vor Ort und dem Anbieter. Die folgenden sechs Faktoren erklären, warum zwei vermeintlich vergleichbare 10 kWp-Anlagen sich im Preis um mehrere tausend Euro unterscheiden können.
Je größer die Anlage, desto günstiger pro kWp. Fixkosten für Gerüst, Anfahrt und Anmeldung verteilen sich auf mehr Leistung.
Premium-Module mit längerer Garantie und höherem Wirkungsgrad sind teurer als Standardware. Ebenso unterscheiden sich Wechselrichter deutlich.
Dachform, Neigung, Eindeckung und Zugang beeinflussen Montageaufwand und Befestigungssystem. Steile Walmdächer kosten mehr als einfache Satteldächer.
Ein Batteriespeicher kostet im Preisindex der Verbraucherzentrale NRW je nach Größenklasse im Mittel etwa 360 bis 510 Euro pro kWh. Angebote streuen innerhalb der Klassen.
Lohnniveau, Auslastung der Handwerksbetriebe und der Wettbewerb vor Ort wirken sich auf Montage- und Elektroinstallationspreise aus.
Wallbox, neuer Zählerschrank, Notstromfunktion, Monitoring oder Wartungsvertrag sind sinnvolle Ergänzungen, treiben aber den Gesamtpreis spürbar.
Diese Positionen kommen zum Anlagenpreis hinzu
Ob ein Angebot günstig ist, entscheidet sich oft nicht am Modulpreis, sondern an den Nebenpositionen – genau dort gehen Angebote am weitesten auseinander. Taucht eine Position als „bauseits“ auf, müssen Sie sie selbst organisieren und bezahlen. Prüfen Sie deshalb, welche der folgenden Punkte enthalten sind:
| Position | Im Angebot üblich? | Worauf achten |
|---|---|---|
| Gerüst | meist enthalten | bei schwer zugänglichen oder hohen Dächern teurer |
| Anpassung des Zählerschranks | oft „bauseits“ | bei alten Anlagen einer der größten Einzelposten – vorab prüfen lassen |
| Elektroarbeiten und Kabelwege | teilweise | Kernbohrungen und lange Leitungswege gesondert ausweisen lassen |
| Netzanmeldung | meist enthalten | Eintrag ins Marktstammdatenregister bleibt Pflicht des Betreibers |
| Potentialausgleich, Erdung und Überspannungsschutz | abhängig von Gebäude und Planung | Schutzkonzept und enthaltene Komponenten vom Fachbetrieb erläutern lassen |
| Dachreparaturen vorab | nicht enthalten | beschädigte Ziegel oder Unterspannbahn vor der Montage sanieren |
Je nach Zustand von Dach und Hauselektrik können diese Positionen zusammen von wenigen hundert bis zu einigen tausend Euro reichen. Genau deshalb führt am Vergleich vollständiger Angebote kein Weg vorbei – die Fachbetriebssuche liefert dafür kostenfrei Vergleichsangebote aus der Region.
Welche Rolle spielt die Preisentwicklung?
Im langfristigen Verlauf eine große, im kurzfristigen eine eher kleine. Das zeigt der durchschnittliche Preis pro kWp, mit dem man als Käufer einer Photovoltaik-Anlage rechnen muss. Der Preisindex der Verbraucherzentrale NRW zeigt für 71 Angebote aus Januar 2025 bis August 2026 vor allem einen Größeneffekt: 4- bis 6-kWp-Anlagen kosteten im Mittel 2.090 Euro je kWp, Anlagen über 16 kWp 1.010 Euro je kWp. Wie stark die Größe den Preis je kWp bestimmt, zeigt der Preisindex der Verbraucherzentrale NRW aus realen Angeboten: im Mittel rund 2.090 Euro je kWp bei 4 bis 6 kWp, aber nur rund 1.010 Euro über 16 kWp. Natürlich gibt es hin und wieder Preisschwankungen sowohl am Markt als auch bei einzelnen Komponenten wie den Solarmodulen oder den Wechselrichtern. Insgesamt haben die Kosten aber einen niedrigen Stand erreicht, Wie sich Marktpreise weiterentwickeln, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen.
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Kurz gefragt
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Zum 1. Januar 2023 trat für bestimmte Photovoltaikanlagen, wesentliche Komponenten und die Installation der Nullsteuersatz in Kraft. Für begünstigte Umsätze fällt seither Umsatzsteuer in Höhe von 0 Prozent an; wie hoch der Endpreis ausfällt, richtet sich gleichwohl nach dem konkreten Angebot und den Vertragsvereinbarungen. Ob sich ein Kaufzeitpunkt lohnt, hängt vor allem vom konkreten Angebot, dem eigenen Stromverbrauch, der Finanzierung und der Auslegung ab.

Ist die Miete einer Komplettanlage eine Alternative?
In eine Photovoltaik-Anlage zu investieren, kostet zunächst einmal eine meist fünfstellige Summe Geld. Bis sie diese wieder eingespielt hat, dauert es erfahrungsgemäß 10 bis 15 Jahre — je nach Angebotspreis, Eigenverbrauchsanteil, Speicher-Option und künftiger Strompreisentwicklung. Bei einer Laufzeit von weit mehr als 20 Jahren ist unter üblichen Annahmen mit einem positiven Ergebnis zu rechnen — Höhe und Eintreten hängen jedoch von Anschaffungskosten, Auslegung, Eigenverbrauch, Finanzierung, Strompreisentwicklung und Ersatzkosten ab. Dennoch tut sich mancher schwer, so lange im Voraus zu planen. Andere können oder möchten nicht so viel Geld auf einen Schlag ausgeben, wollen aber trotzdem von der Solarenergie profitieren. Daher ist die Frage, ob man eine PV-Komplettanlage mieten statt kaufen sollte, berechtigt. Über die gesamte Laufzeit gerechnet ist der Kauf meist die günstigere Wahl. Nicht nur, dass die Kosten über die gesamte Laufzeit niedriger sind. Man kann die Anlage auch beliebig aus- oder rückbauen, wenn sich die eigenen Anforderungen geändert haben. Wer aber zu viel Organisationsaufwand scheut und lieber geringe monatliche Zahlungen statt einer großen Anfangsinvestition leisten will, findet in der Miete eine gute Alternative. Mehr zum Für und Wider von Kauf- und Mietmodellen finden Sie hier.

Worauf Sie beim Angebotsvergleich achten sollten
Bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden, lohnt ein systematischer Vergleich. Die folgende Checkliste hilft, gute von schwachen Angeboten zu unterscheiden – unabhängig vom konkreten Preis.
Wer mehrere Angebote prüfen möchte, kann über die Fachbetriebssuche Solarteure aus der eigenen Region kontaktieren und kostenfrei Vergleichsangebote anfordern.
Fazit: Welche Anschaffung lohnt sich für mich?
Die Investition in eine Photovoltaik-Anlage lohnt sich aufgrund günstiger Marktbedingungen in vielen Fällen – vom kleinen Balkonkraftwerk bis hin zu großen Dachanlagen inklusive Batteriespeicher. Es gibt nur wenige Ausschlusskriterien – beispielsweise, wenn keine geeignete Fläche zur Verfügung steht, auf die im Tagesverlauf genug Sonne scheint. Wichtiger ist, zu klären, welcher Bedarf besteht und mit welcher Anlage dieser am besten und wirtschaftlichsten zu decken ist. Insbesondere für Immobilienbesitzer, die langfristig denken und das Eigenheim in absehbarer Zeit nicht veräußern wollen, sprechen viele Zeichen für eine Anschaffung. Einen möglichen Einfluss auf den Verkaufspreis der Immobilie sollten Sie nicht als festen Ertrag in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einplanen. Steigen die Strompreise weiter und gibt es sogar noch eine Förderung, sprechen kaum noch Gründe gegen eine eigene PV-Anlage. Ein Blick nach vorn gehört trotzdem in die Preisrechnung: Nach dem Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen schrittweise durch Direktvermarktung ersetzt werden – entschieden ist das noch nicht; für die Wirtschaftlichkeitsrechnung bleiben Eigenverbrauch, Angebotspreis, Finanzierung und die technische Auslegung maßgeblich. Ob es sinnvoller ist, noch 2026 zu kaufen oder abzuwarten, rechnen wir in diesem Beitrag ausführlich durch.

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