Checkliste Photovoltaik Technik

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Checkliste Photovoltaikanlage Technik und Komponenten

Komponenten einer Photovoltaikanlage

Checkliste Photovoltaik Technik
Checkliste Technik © Shockfactor , fotolia.com
  • Welche Aufgabe hat die Solaranlage? – Die Frage ist hier, ob der Strom produziert wird, um in einer Inselanlage eine autarke Stromversorgung sicherzustellen oder ob es das vorrangige Ziel ist, im Rahmen einer netzgekoppelten Anlage den Stromverbrauch zu reduzieren und über die Einspeisevergütung eine umweltfreundliche Energiequelle zu fördern.
  • Wird die Inselanlage mit weiteren Generatoren kombiniert? – Das können zum Beispiel Windräder oder Dieselgeneratoren sein. Aber auch bei Anwendungen auf Booten oder in Wohnmobilen müssen hier die entsprechenden Anforderungen an die Speicher (siehe dort) berücksichtigt werden.
  • Alle notwendigen Komponenten bei der Inselanlage berücksichtigt? – Es sind dies: Solarmodule, Montagesystem, Verkabelung, Laderegler, Akku, Wechselrichter.
  • Alle notwendigen Komponenten bei der netzgekoppelten Anlage berücksichtigt? – Es sind dies: Solarmodule, Montagesystem, Verkabelung, Wechselrichter, Zähler, Fernsteuerung, ggf. Stromspeicher.

Solarmodule

Bei der Auswahl der Solarmodule sind eine Reihe von Faktoren zu bedenken.

  • Wie hoch ist der Wirkungsgrad der Solarmodule? – Hier bestehen große Unterschiede zwischen monokristallinen, polykristallinen und Dünnschichtmodulen. Bei Dünnschichtmodulen ist die Temperaturabhängigkeit geringer.
  • Wie groß ist die Leistungstoleranz? – Je geringer, umso besser. Die Angaben finden sich im Datenblatt.
  • Wie sieht der Temperaturkoeffizient aus? – Je kleiner der Leistungskoeffizient, umso besser. Ein kleiner Leistungskoeffizient besagt, dass bei Erwärmung die Leistung weniger abnimmt. Ist besonders wichtig bei Modulen, die ins Dach integriert werden, da hier eher höhere Temperaturen erreicht werden.
  • Wie viel Platz ist vorhanden? – Ist Platz kein Problem, können auch preiswerte polykristalline Module montiert werden, die vielleicht nur etwas mehr Platz brauchen, aber der gesamte Solargenerator kann so preiswerter werden.
  • Was kosten die Module? – Unabhängig von der Qualität und dem Hersteller sind monokristalline Module teurer als polykristalline oder Dünnschichtmodule. Innerhalb einer Kategorie gilt nach wie vor, dass gute Qualität meist einen höheren Preis hat.
  • Ist ein besonderes Design gewünscht? – Monokristalline, polykristalline und Dünnschichtmodule haben alle ein ganz individuelles Erscheinungsbild. Monokristalline Module sind dunkelblau oder schwarz, während polykristalline Module eher hellblau glitzernd aussehen. Zusätzlich können Module in ganz unterschiedlichen Farben produziert werden. Spielt also das Design eine Rolle, sollten hier die Möglichkeiten auch berücksichtigt werden.
  • Module mit oder ohne Rahmen? – Module mit Rahmen sind stabiler, andererseits treten an den Rahmen leichter Verschmutzungen auf. Module ohne Rahmen sind daher bei geringer Dachneigung vorteilhafter.
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Wechselrichter

  • Welcher Wirkungsgrad? – Der Wirkungsgrad des Wechselrichters bestimmt entscheidend über den Ertrag der Anlage. Der Wechselrichter ist sozusagen der Flaschenhals für den Solarstrom. Geringer Wirkungsgrad heißt geringerer Ertrag. Unbedingt als Auswahl auf den Europäischen Wirkungsgrad achten, weil hier die Strahlungsverhältnisse in Mitteleuropa mit berücksichtigt werden.
  • Welche Nennleistung? – Der Wechselrichter wird nach der Anlagenleistung optimiert. Faustregel: Die Nennleistung des Wechselrichters sollte zehn Prozent unter der Nennleistung des Solargenerators liegen und diese nicht überschreiten.
  • Wie viele Wechselrichter? – Kleinere Anlagen kommen meist mit einem Multistring-Wechselrichtern aus. Die Anzahl hängt aber auch davon ab, ob Module mit unterschiedlicher Neigung oder mit Schattenproblemen kombiniert werden.
  • Datenlogger? – Kann sinnvoll in den Wechselrichter integriert werden, viele Wechselrichter enthalten ihn serienmäßig.
    Auswahl des Standorts – ein Wechselrichter arbeitet optimal an einem kühlen, dunklen Standort, auch wenn Wechselrichter so robust gebaut sind, dass sie nach Herstellerangaben draußen montiert werden können.
  • Ist der Wechselrichter für Dünnschichtmodule geeignet? – Nicht alle Wechselrichter passen hier, trafolose können im Allgemeinen nicht eingesetzt werden.

Zähler

  • Einspeisezähler kaufen? – Im Gegensatz zum Bezugszähler, der immer dem Netzbetreiber hört, kann ein Einspeisezähler auch vom Anlagenbetreiber gekauft werden. Das kann preiswerter sein, als ihn vom Netzbetreiber zu mieten. Am besten vorher über die Kosten beim Netzbetreiber erkundigen. Ist der Einspeisezähler sein Eigentum, dann muss der Anlagenbetreiber auch die regelmäßigen Eichkosten übernehmen. Intervalle notieren!
  • Wie misst der Einspeisezähler? – Für optimale Erträge ist es wichtig, den Einspeisezähler so einzustellen, dass er wie ein Ferraris-Zähler misst, also saldierend. Sonst könnten die Erträge um bis zu einem Drittel zu gering ausfallen.
  • Zweirichtungszähler? – Der muss auf jeden Fall vom Netzbetreiber gemietet werden, da er wie der Bezugszähler immer dem Netzbetreiber gehört. Kosten nachfragen!
  • Ertragszähler – muss vom Anlagenbetreiber beschafft werden.

Energiespeicher

  • Sind Autobatterien geeignet? –Ganz klar: nein. Sie sind nicht zyklenfest und werden deshalb auch nicht sehr lange halten. Wenn ein Stromspeicher gewünscht ist, sollte es eine spezielle Solarbatterie sein. Hierbei werden grundsätzlich zwei Techniken unterschieden: Lithium- oder Bleispeicher.

Sonstige Komponententen

  • Welche Kabel sollten gewählt werden? – Optimal ist ein Kompromiss aus Querschnitt und Preis. Solarkabel mit hohem Querschnitt haben die geringeren Verluste, sind aber teurer. Deshalb auf Auslegungssoftware zurückgreifen. Auf jeden Fall spezielle Solarkabel nutzen (Isolation, Wetterfestigkeit, mechanisch belastbar).
  • Blitzschutz einplanen – besteht bereits eine Blitzschutzanlage, muss die Photovoltaikanlage integriert werden und mit den notwendigen Abständen montiert werden. Versicherungen verlangen meist den Nachweis des Blitzschutzes. Eine gesetzliche Verpflichtung besteht derzeit auf öffentlichen Gebäuden. Am besten bei der Kommune nachfragen.
  • Feuerwehrschalter einplanen – im Brandfall kann es mit einer Photovoltaikanlage Probleme geben, da in den Gleichstromleitungen hohe Spannungen auftreten. Die Netzfreischalter, die im Wechselrichter enthalten sind, reichen nicht. Feuerwehrschalter machen einzelne Freischalter an den Modulen überflüssig, die unter Umständen bei einem Brand auch nicht mehr erreicht werden können.
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