Warmwasser und Heizungsunterstützung

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Kombinierte Warmwasser- und Heizungsunterstützung

Im Ein-und Zweifamilienhausbereich werden für Solarthermieanlagen zur kombinierten Warmwasser- und Heizungsunterstützung von dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) attraktive Fördermittel bereitgestellt.

Komponenten einer Solarthermieanlage zur kombinierten Warmwasser- und Heizungsunterstützung

Solarthermie Schema
Solarthermie Schema © fotosasch, fotolia.com

Eine Solarthermieanlage zur kombinierten Warmwasser- und Heizungsunterstützung besteht, wie eine Solarthermie Anlage zur reinen Trinkwassererwärmung auch, grundsätzlich aus folgenden einzelnen Komponenten:

  • Solarkollektoren
  • Solarkreis mit Wärmeträgerflüssigkeit
  • Solarstation mit Pumpe, Regelung und weiteren Armaturen
  • Warmwasserspeicher inkl. Wärmeübertrager
  • Nachheizung (i.d.R. der vorhandene Heizkessel)

Der wesentliche Unterschied besteht, neben der Größe, in der Art des Solarspeichers, der in diesem Fall mit nicht mit Trinkwasser, sondern Heizungswasser gefüllt ist.

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Anlagengröße

Die Auslegung der Anlage zur kombinierten Warmwasser- und Heizungsunterstützung wird durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Wohnfläche – Man könnte meinen, dass mit größer werdender Wohnfläche auch die Kollektorfläche größer ausgelegt werden müsste. Hierbei sind jedoch die dann zwangsläufig entstehenden sommerlichen Überschüsse zu berücksichtigen. Im Allgemeinen wird angestrebt, rund 20 % des Wärmebedarfs (Warmwasser und Raumheizung) eines Jahres über die Solarthermie abzudecken.
  • Dämmung des Hauses (inklusive Fenster) – Je besser das Haus gedämmt ist, umso höher kann der solare Deckungsanteil bei gleich großer solarthermischer Anlage sein, weil weniger Wärme benötigt wird.
  • Warmwasserbedarf – Wie unter dem Punkt Trinkwassererwärmung schon beschrieben, gilt ein Bedarf von 30 Litern pro Person als geringer Verbrauch. Ein durchschnittlicher Verbrauch ist eher mit 45 Litern anzusetzen, ein hoher mit 60 Litern pro Tag, jeweils auf der Basis von 45 °C.
  • Gewählte Kollektoren – Vakuumröhrenkollektoren benötigen aufgrund ihrer höheren Effizienz im Vergleich zu Flachkollektoren eine geringere Fläche (ca. 30% weniger)
  • Gewünschter solarer Deckungsanteil – Wie viel Prozent soll die Solarthermieanlage zur Trinkwassererwärmung beziehungsweise Raumheizung beitragen? Bei einer höheren gewünschten Deckung muss die Anlage (Kollektorfläche und Speichervolumen) größer gewählt werden.
  • Bauart des Speichers – Hier kommen verschiedene Bauformen in Frage. Mehr dazu unter dem Punkt Technik
  • Speichergröße – Für einen entsprechend gewünschten solaren Deckungsanteil und die entsprechende Kollektorfläche muss der Speicher eine angepasste Größe haben. Es wird für einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt von Speichergrößen von rund 700 bis 1000 Liter Volumen ausgegangen.
  • Förderfähigkeit – Wer Fördermittel vom BAFA erhalten will, der muss den Förderrichtlinien entsprechen bzw. die Fördervoraussetzungen erfüllen. Gefordert wird eine Anlagengröße von mindestens sieben (Vakuumröhrenkollektor) beziehungsweise neun (Flachkollektor) Quadratmetern. Dazu ist pro Quadratmeter Kollektorfläche ein Speichervolumen von mindestens 50 Litern vorzusehen. In einigen Bundesländern sind neben Bundes- auch Landeszuschüsse verfügbar.

Solarwärme Schema
optimierte Anlage zur solaren Trinkwassererwärmung (Durchlaufprinzip für TWW) © DGS

Vorteile von Kombinierte Warmwasser- und Heizungsunterstützung durch Solarthermie

Warmwasser- und Heizungsunterstützung durch Solarthermie
Pro und Kontra © Wogi, fotolia.com

Kombinierten Anlagen zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung werden vom Bund über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle besonders gefördert. Der Zuschuss beträgt derzeit für Anlagengrößen bis 20 m2 Kollektorfläche pauschal 2.000 Euro.

Aber auch der recht hohe solare Deckungsanteil und die damit verbundene hohe Einsparung sprechen für Kombi-Anlagen. Gerade in der Übergangszeit kann die zusätzliche Heizung komplett ausgeschaltet bleiben, eine geringere Taktung hat eine längere Haltbarkeit des Kessels zur Folge.

Solarthermieanlagen können mit Hilfe von Systemreglern sehr gut mit vorhandenen Heizungen (Erdgas, Heizöl, Pellets) kombiniert werden.

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