Solarthermie Leistungskiller

Teilen:

Solarthermie Leistungskiller erkennen und vorbeugen

Solaranlage Standort
Solarthermie Leistung © Ehrenberg Bilder, fotolia.com

Die Leistung, die eine solarthermische Anlage erbringt, ist von vielen Faktoren abhängig. Zum einen von den realen Gegebenheiten wie der Dachneigung, der Ausrichtung und der Strahlungsintensität am Wohnort, aber auch die technische Seite kann die Leistung der solarthermischen Anlage beeinflussen. Zum Beispiel, wenn es um die Dämmung der Leitungen oder die Qualität der einzelnen Komponenten geht. Nicht zuletzt ist auch die optimale Abstimmung der Anlagenkomponenten aufeinander und die korrekte Dimensionierung ein wichtiges Kriterium für eine hohe Leistung und Wirtschaftlichkeit.

Faktoren für den solaren Ertrag

Nur nicht zu viel, „weniger ist mehr“, lautet das Motto bei der Solarthermie. Der Solarertrag einer solarthermischen Anlage, also die tatsächlich nutzbare Wärme nach Abzug der Verluste, sollte möglichst groß sein. Einfach die Kollektorfläche zu erhöhen, wäre allerdings die falsche Antwort, um mögliche Energieverluste zu kompensieren. Denn je größer die Kollektorfläche, desto teurer die Anlage und desto länger dauert es in der Regel, bis sich die solarthermische Anlage amortisiert hat, da der Ertrag nicht linear zunimmt. Ursache hierfür sind nichtnutzbare Überschüsse in den strahlungsreichen Sommermonaten.

Eine entsprechend (über-) groß dimensionierte solarthermische Anlage kann dabei zwar viel Wärme gewinnen, durch eine falsche Speichergröße oder schlechte Leitungsdämmung verpuffen dann aber enorme Mengen, die nie im Heizkörper ankommen. Der solare Wärmeertrag ist in solchen Fällen eher gering, die angestrebte Energiekostensenkung bleibt auf der Strecke. Eine korrekte Dimensionierung und das Vermeiden von Leistungskillern ist somit eine Voraussetzung für eine ertragreiche solarthermische Anlage.

Tipp: Eine groß dimensionierte solarthermische Anlage bringt zwar mehr Ertrag, schmälert aufgrund nichtnutzbarer Überschüsse im Sommer aber den spezifischen Kollektorertrag.
Tipp: Mit dem Solar-Fachbetriebsfinder finden Sie Experten in Ihrer Region. Lassen Sie sich kostenlos bis zu 3 Angebote machen. Jetzt vergleichen und Geld sparen.

Offensichtliche und versteckte Solarthermie Leistungskiller

Leistungsminderer von solarthermischen Anlagen müssen sich nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen geben. Häufig entwickeln sich Leistungseinbußen erst im Laufe der Betriebsjahre, etwa dann, wenn die Solarflüssigkeit „umgekippt“ ist und erneuert werden muss oder Verschattungen zu einer Minderung des Ertrags führen. Versteckte oder nicht sofort ersichtliche Leistungsminderungen können die Ursache für eine nicht effizient arbeitende solarthermische Anlage sein. Leistungskiller können sein:

  • Verschattung durch Bewuchs, Schornsteine oder Masten
  • Verschmutzung der Kollektoren
  • Defektes oder unzureichendes Dämmmaterial
  • Veraltete oder gekippte Solarflüssigkeit
  • Falsche Anlagendimensionierung
  • mangelnde Qualität der Komponenten
  • unpassender oder schlecht gedämmter Speicher

Ein besonderes Augenmerk sollte daher nicht nur auf einer korrekten Dimensionierung, hochwertigen Anlagenkomponenten und einer professionellen Installation liegen, sondern ebenfalls auf der regelmäßigen Anlagenkontrolle und Überwachung ihrer Leistung. Im Rahmen regelmäßiger Wartungsarbeiten können Leistungsminderungen in der Regel schnell erkannt und abgeschaltet werden, so dass die solarthermische Anlage ihre anfängliche Effizienz schnell wiedererlangt.

Tipp: Faktoren die zu Leistungseinbußen führen sind nicht immer sofort zu erkennen. Oft handelt es sich um versteckte Leistungsminderer, die durch eine regelmäßige Wartung frühzeitig erkannte werden können.

Ertrag von Solarthermieanlagen steigern

Vielfach wird beim Erwerb einer solarthermischen Anlage das Hauptaugenmerk auf leistungsfähige Kollektoren gerichtet. Da der Kollektorertrag aber auch möglichst effizient genutzt werden sollte, muss der dazugehörige Wärmespeicher und die Installation ebenfalls betrachtet werden. Ein hochwertiger Speicher mit einer entsprechend guten Wärmedämmung garantiert minimale Wärmeverluste.

Auch die Speicheranschlüsse entziehen dem Wärmespeicher die Wärme und sollten mit entsprechendem Dämmmaterial in ausreichender Stärke und siphonartigen Anschlüssen zur Vermeidung von Einrohrzirkulation versehen sein. Rohr- und Anschlussverluste können so minimiert und der Ertrag der solarthermischen Anlage gesteigert werden.

Um auch den Kollektoren eine möglichst hohe Leistungsfähigkeit über Jahre zu bescheren, könnten diese in regelmäßigen Abständen bei Bedarf einer Reinigung unterzogen werden. Die Notwendigkeit einer speziellen Reinigung ist allerdings in den seltensten Fällen gegeben. Häufig genügt der Selbstreinigungseffekt durch den Regen völlig.

bis zu 30% sparen

Angebote für Solaranlagen
von regionalen Anbietern

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten Solar News, Trends und Tipps aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Daten werden nicht weitergegeben. Datenschutzerklärung

Artikel teilen: