Solarthermie Fassaden

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Solarthermie auch ohne Dach

Nicht immer ist es möglich, das eigene Hausdach zur Wärmeenergiegewinnung durch die Sonne auszunutzen. In manchen Fällen ist eine Aufdachmontage aus statischen Gründen nicht möglich (z.b. durch mangelnde Tragfähigkeit des Daches), scheitert an der ungünstigen Ausrichtung der Dachfläche (Norddach) oder es ist schlicht und einfach aus optischen Gesichtspunkten nicht gewünscht, das Dach mit einer Kollektorfläche zu bestücken. Für diese Fälle oder auch zur architektonischen Auflockerung des Objekts bietet sich eine Fassadenmontage an. Dabei werden die Kollektoren auf, bzw. in der Hausfassade angebracht.

Tipp: Fassadenanlagen können auch zur Verschattung von Fenstern beitragen und so die thermische Belastung des dahinterliegenden Raumes reduzieren.

Die Solarthermie Fassade korrekt ausrichten

Solarthermie Fassade
Solarthermie Fassade © Wagner Solar

Für den Ertrag der Solaranlage spielt eine günstige Ausrichtung und Neigung auch bei der Fassadensolarthermie eine entscheidende Rolle. Während die Ausrichtung durch das Gebäude bzw. die Fassade vorgegeben ist, kann der Kollektor entweder senkrecht an die Fassade montiert oder aber um einen gewissen Winkel aus der Senkrechten heraus angebracht werden.

Je nach Anwendung wählt man für eine Anlage zur Trinkwassererwärmung einen Anstellwinkel von ca. 45 °, für Anlagen mit solarer Heizungsunterstützung kann man im Prinzip senkrecht, d.h. fassadenparallel installieren. Bei der Wahl von Vakuumröhrenkollektoren hat sich die waagerechte Lage der Röhren als günstig herausgestellt.

Ein senkrecht montierter Kollektor erhält etwa 30 % weniger Einstrahlung im Jahr gegenüber einer Schrägdachinstallation. Für das solare Heizen eignet sich eine Fassadenanlage hingegen besonders gut, da sich durch die senkrechte Anbringung die tiefstehende Sonne hervorragend ausnutzen lässt und der steile Aufstellwinkel die Kollektoren bestens vor einer möglichen sommerlichen Überhitzung schützt.

Tipp: Die Solarthermie Fassade ist durchaus eine interessante Alternative zur Dachinstallation, insbesondere, wenn eine solare Heizungsunterstützung vorgesehen ist. Die Solarthermie-Fassade wird so zu einem gestalterischen Element.
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Die Solarthermie Fassade – ein gestalterisches Element

Im Neubau ist eine Reduktion der Kosten durch den Fassadenaufbau bis zu einem gewissen Grad möglich, da mit speziellen Fassaden-Flachkollektoren ein Teil der Kosten für eine konventionelle Fassade eingespart werden kann. Je nachdem, um welche Kollektoren es sich bei der gewählten Solarthermie-Fassade handelt – Kollektoren mit oder ohne Hinterlüftung. Werden Kollektoren ohne Hinterlüftung in oder auf die Hausfassade aufgebracht, so fungiert der Kollektor nämlich gleichzeitig als Wärmedämmung für die Wand.

Bei der Installation einer Solarthermie an einer Fassade ist auf eine möglichst verschattungsfreie Lage zu achten. Dachvorsprünge, Vordächer und objektnahe Bepflanzungen können zu Verschattungen und entsprechenden Ertragseinbußen führen.

Auch oder gerade die Optik spielt bei der Solarthermie-Fassade natürlich ebenfalls eine gewichtige Rolle, dient sie doch als gestalterisches Element und ist stets unmittelbar sichtbar. Bei der Auswahl der Anlage sollte daher das Hauptaugenmerk auf eine gelungene Integration in die Gebäudehülle und bei Klarglasabdeckungen entsprechend auf einen optisch attraktiven Absorber geachtet werden.

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