Solarenergie Marktentwicklung

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Marktentwicklung der Solarbranche in Deutschland

Schwenkbare Solaranlage © Thaut Images, stock.adobe.com
Schwenkbare Solaranlage © Thaut Images, stock.adobe.com

Deutschland verfügt aufgrund seiner geographischen Lage nur über eine durchschnittliche Sonneneinstrahlung. Während hierzulande die Strahlungsenergie im Schnitt bei 1.000 kWh je Quadratmeter liegt, strahlt sie in anderen Regionen der Erde mit mehr als der doppelten Intensität. Etwa in der Sahara, wo es die Sonne auf rund 2350 kWh pro Quadratmeter bringt.

Vielleicht erklärt gerade diese Tatsache, warum der Standort Deutschland in der Solarbranche so stark vertreten ist: Deutsche Ingenieure, Techniker und Forscher müssen sich in besonderem Maße anstrengen, effiziente Solartechniken zu entwickeln, die dem „Sonnenstandort“ Deutschland gerecht werden.

Solarenergie ist eine Energie mit Zukunft
Solarenergie ist eine Energie mit Zukunft

Deutschland führend in der Solarbranche

Deutsche Unternehmen der Solarbranche zählen in puncto Technologie zu den weltweit führenden. Zudem gilt die Solarindustrie nach wie vor als Zukunftsmarkt. Das gilt vor allem für die solare Stromerzeugung: In ihr schlummert neben einem hohen Ausbau- auch ein hohes Kostensenkungspotenzial.

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Zunehmende Konkurrenz aus Asien

In Sachen Technologie hat Deutschland zwar Teil an der weltweiten Führung, bei der Produktion hat sich die Lage in den vergangenen Jahren jedoch deutlich verschärft. Das asiatische Ausland, speziell China, produziert in den riesigen Fabriken Solarzellen zu unschlagbar günstigen Preisen – massenhaft. Die großen Überkapazitäten haben zu einer Konsolidierung des deutschen Marktes geführt. „Made in Germany“ ist zwar nach wie vor weltweit anerkannt. Mitunter mussten einige hiesige Produzenten aber Insolvenz anmelden, oder ihre Eigner sitzen nun ebenfalls in Asien.

Das hat nicht nur Nachteile: Etliche der großen Produktionsstätten im asiatischen Raum sind mit deutscher Technologie ausgestattet, was zumindest die Zuliefererindustrie hierzulande gut dastehen lässt. Auch die Nachfrage könnte bei besseren politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in wenigen Jahren wieder anziehen, was den asiatischen Solar-Boom kompensieren und deutsche Solarunternehmen wieder auf den Plan rufen dürfte.

Dennoch sind die Tage der „im Westen“ produzierten Module wohl gezählt. Die Branche kommt an einer Umstrukturierung kaum vorbei und wird aus der Produzentenrolle vermehrt in die Händlerrolle gedrängt.

Marktentwicklung der Photovoltaik

Lagen die Modulpreise für kristalline Module aus Deutschland im Jahr 2007 noch bei 3,25 Euro pro Wp, so ist das Wp mittlerweile für knapp 30 Cent zu erstehen. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) hat zudem 2018 gezeigt, dass neu errichtete Photovoltaik-Anlagen an günstigen Standorten bereits heute günstiger sind als fossile Kraftwerke. Der Trend werde sich den Forschern zufolge bis 2035 noch deutlich verstärken.

Schlugen kleine PV-Anlagen bis 30 kWp vor wenigen Jahren noch mit Stromerzeugungskosten von etwa 30,8 Cent zu Buche, liegen sie im Jahr 2020 bei nur noch rund 12 Cent pro kWh. Auch der installierten Leistung von Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung aus Sonnenenergie ist ein wahrer Boom widerfahren. Im Jahr 2007 lag die installierte Kapazität noch bei 3.846 MWp , Ende 2018 waren es hingegen rund 45,9 GW, die 45,7 TWh ins öffentliche Netz einspeisten.

Diese Faktoren lassen den Solarmodul Preis sinken
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Auch die Umsätze, die im Zusammenhang mit der solaren Stromerzeugung in Verbindung stehen, sind beachtlich – wie auch die Exportquote von deutschem Photovoltaik-Equipment in Höhe von bis zu 99 Prozent im Jahr 2019. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) kritisiert das: Den Unternehmen fehlten Umsätze auf dem für sie wichtigen Heimatmarkt. Eine deutsche Zell- und Modulproduktion wäre eine Möglichkeit, das zu ändern.

Solarstrom Entwicklung © BSW-Solar
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Marktentwicklung der Solarthermie

Die Entwicklung bei der thermischen Nutzung der Sonnenenergie sieht ähnlich durchwachsen aus. Im Jahr 2006 produzierten 940.000 Solarwärmeanlagen eine Leistung von 4,1 TWh (entspricht 4.100.000 MWh) thermische Wärme. Bis Ende 2018 stieg die Anzahl der Anlagen auf über 2,6 Millionen, die zusammen etwa 8 TWh thermische Wärme erzeugten. Vor allem die immer höher kletternden Öl- und Gaspreise haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

Die Solarenergie wird sich weltweit durchsetzen
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Im Gegenzug dazu, sind die Kosten für Solarthermie-Anlagen weiter geschrumpft. An der gesamten Wärmebereitstellung machen solarthermische Anlagen allerdings nur einen kleinen Prozentsatz aus. Ein Grund hierfür dürfte in der unsteten Entwicklung der Förderung für solarthermische Anlagen zu finden sein. Durch die Verabschiedung des Klimapaketes der deutschen Bundesregierung dürfte aber mit einer anziehenden Marktentwicklung zu rechnen sein.

Solarthermie Entwicklung © BSW-Solar
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