Ertragsausfallversicherung

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Ertragsausfallversicherung für Photovoltaikanlagen

Eine Ertragsausfallversicherung, auch Betriebsunterbrechungsversicherung genannt, gehört im Normalfall zu der Photovoltaikversicherung. Sie ist allerdings nicht in allen Verträgen enthalten.

Tipp: Bei Vertragsabschluss darauf achten, dass eine Klausel, mit der die Ertragsausfallversicherung eingeschlossen wird, enthalten ist.

Ertragsausfallversicherung – ja oder nein?

Photovoltaik Ertrag
Ertragsausfallversicherung © Marina Lohrbach,fotolia.com

Das lässt sich kurz und knapp beantworten: unbedingt ja! Eine Photovoltaikanlage ist derzeit nur dann wirtschaftlich, wenn auch ein Ertrag über die Einspeisevergütung erzielt wird. Fällt diese Vergütung weg, kann die Wirtschaftlichkeit schnell gefährdet sein. Und je nachdem, um welchen Schaden es sich handelt, kann die Reparatur oder Instandsetzung der Anlage recht lange dauern. Muss zum Beispiel nach einem Brand die gesamte Anlage und auch noch das Dach erneuert werden, zieht sich der Zeitraum ohne Einspeisevergütung ziemlich lange hin. Die Verluste können dann auch entsprechend groß werden.

Wie gut, wenn die Ertragsausfallversicherung dann einspringt und die finanziellen Ausfälle ersetzt.

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Selbstbeteiligung

In fast allen Vereinbarungen zur Ertragsausfallversicherung ist eine bestimmte Karenzzeit vereinbart. Meist geht es um einen oder zwei Tage. Das bedeutet, fällt die Photovoltaikanlage für einen (oder eben zwei) Tage aus, wird der Ertragsausfall nicht beglichen. Fällt die Photovoltaikanlage längere Zeit (am Stück) aus, bleibt der erste (oder die ersten beiden) Tage ohne Ausgleich.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass eine grundsätzlich vereinbarte Selbstbeteiligung aus der Photovoltaikversicherung angerechnet wird. Eine derartige Vereinbarung wird für die meisten Betreiber kleinerer und mittlerer Anlagen jedoch nachteilig sein, weil die Selbstbeteiligung meist deutlich höher ist als der Ertragsausfall von ein oder zwei Tagen.

Abgedeckte Schäden

Die Ertragsausfallversicherung springt ein, wenn kein Ertrag (an Solarstrom) produziert wird. Dabei sind immer die Ertragsausfälle aus den Schäden mitversichert, die mit der Photovoltaik-Allgefahrenversicherung abgedeckt sind. Das sind also zum Beispiel Sachschäden an der Anlage inklusive der Komponenten durch Ereignisse wie Sturm, Hagel, Diebstahl, Brand oder Ähnliches.

Tipp: Genau beachten, ob die gleichen Schadensursachen für die Ertragsausfallversicherung gelten. Besonders wichtig ist das Thema Ertragsausfall im Garantiefall (siehe weiter unten).

Umfang der Ertragsausfallversicherung

Zwei Punkte sollten bei Abschluss der Ertragsausfallversicherung beachtet werden. Das ist einerseits die Höhe der Entschädigung, die pro Tag von der Versicherung gezahlt wird. Üblich ist hier eine Vereinbarung pro Kilowatt peak – meistens in der Größenordnung von 2,00 bis 2,50 Euro pro kWp. Einige Verträge schränken den Ertragsverlust für die Wintermonate jedoch auf 1 bis 1,50 Euro ein.

Darüber hinaus ist es von Bedeutung, ob laut Versicherungsbedingungen auch ein Ausfall im Garantiefall entschädigt wird. Fällt zum Beispiel der Wechselrichter während der (verlängerten) Garantiezeit aus, dann müsste der Betreiber der Anlage sich eigentlich an den Hersteller des Wechselrichters halten und den Schaden durch Ausfall der Einspeisevergütung dort geltend machen. Sind solche Ausfälle aber in der Versicherung enthalten, können sie (deutlich einfacher) beim Versicherungsunternehmen geltend gemacht werden.

Die meisten Ertragsausfallversicherungen sind befristet. Häufig leisten sie maximal für sechs oder zwölf Monate.

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