Haftpflichtversicherung Photovoltaik

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Haftpflichtversicherung Photovoltaik

Haftpflichtversicherung © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com
Haftpflichtversicherung © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com

Eine Haftpflichtversicherung für die Photovoltaikanlage sollte genauso zum „Pflichtprogramm“ gehören, wie beim Auto oder wie eine private Haftpflichtversicherung. Schließlich können unter (ungünstigen) Umständen durch die Photovoltaikanlage erhebliche Schäden hervorgerufen werden. Besteht keine Haftpflichtversicherung, dann muss der Betreiber diese Schäden selbst regulieren. Das kann je nach Höhe des Schadens regelrecht existenzbedrohend sein.

Versicherungsumfang

Die Haftpflichtversicherung für die Photovoltaikanlage kommt für die Schäden auf, die durch die Photovoltaikanlage entstehen und für die der Betreiber der Anlage haftbar ist. Wie bei allen Haftpflichtversicherungen werden diese Schäden in verschiedene Kategorien eingeteilt.

Personenschäden

Kommen Personen durch die Photovoltaikanlage zu Schaden, so tritt die Haftpflichtversicherung hierfür ein. Vorstellbar sind zum Beispiel Schäden, die durch einen Stromschlag entstehen (zum Beispiel wegen schadhafter Teile oder beim Feuerlöschen). Geht durch Hagelschlag oder ein anderes Ereignis das Abdeckglas zu Bruch und durch Glassplitter wird ein Mensch verletzt, so wäre auch das ein Haftpflichtfall, bei dem die Versicherung den Schaden reguliert.

Haftpflichtversicherung ist ein Muss für Anlagenbesitzer
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Sachschäden

Hier werden von der Photovoltaikversicherung nicht nur direkte Sachschäden abgedeckt, etwa, wenn ein umherfliegendes Modul ein Auto oder ein Haus in der Nachbarschaft beschädigt. Auch Schäden durch Rauch (im Brandfall) wären abgedeckt. Unter die Sachschäden fallen auch sogenannte Allmählichkeitsschäden. Ein Allmählichkeitsschaden ist etwa dann gegeben, wenn durch die Befestigung der Photovoltaikanlage auf einem Dach dieses undicht wird und nach und nach (also allmählich) Feuchtigkeit eindringt und das Dach/Haus beschädigt. Betreiber, die ihre Photovoltaikanlage nicht auf dem eigenen Dach installiert haben, sollten darauf achten, dass die Haftpflichtversicherung auch Mietsachschäden abdeckt.

Weitere Schäden

Gerade bei Photovoltaikanlagen müssen noch eine Reihe anderer Schäden abgedeckt werden, die sonst gar nicht Gegenstand einer Haftpflichtversicherung sind. An erster Stelle sind hier die sogenannten Einleitungsschäden zu nennen. Das sind solche Schäden, die den Netzbetreiber treffen und die durch Schäden am Wechselrichter oder an anderen Komponenten auftreten können. Üblich ist bei der Haftpflichtversicherung für Photovoltaikanlagen auch, dass Gutachter- oder Gerichtskosten übernommen werden, wenn die Haftpflicht geprüft werden muss.

Tipp: Wer eine Privathaftpflicht abgeschlossen hat, kann unter Umständen die Prämie für die Photovoltaik-Haftpflichtversicherung sparen. In einigen Policen ist die Photovoltaikanlage bereits enthalten oder kann gegen einen geringen zusätzlichen Beitrag eingeschlossen werden. Einfach nachfragen.

Kosten einer Photovoltaik-Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung für Photovoltaikanlagen ist nicht teuer, vor allem, wenn man bedenkt, welches Risiko sie abdeckt. Je nach Größe der Anlage und Deckungsumfang der Versicherung sowie abhängig von der Versicherungsgesellschaft unterscheiden sich die jährlichen Kosten natürlich, wenn auch nicht sehr. Bei einer Deckungshöhe von 5 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden sollte man mit rund 40 bis 50 Euro pro Jahr rechnen.

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