Solarthermie KfW Förderung

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KfW Fördermittel für Solarthermie-Anlagen

Wer plant, eine Solarthermieanlage zu installieren, hat die Möglichkeit, diese über Fördermittel der Förderbank KfW zu finanzieren.

Programmübersicht

Die KfW hat mehrere Programme aufgelegt, die für Solarthermieanlagen infrage kommen. Dabei bieten einige Programme anstatt einer guten Finanzierungsmöglichkeit auch die Alternative, einen Zuschuss zu beantragen. Einige Programme können mit weiteren Fördermöglichkeiten kombiniert werden, andere nicht. Es werden dabei nicht nur die Kosten für die Solarthermieanlage gefördert. Auch Energieberatungen oder notwendige Nebenarbeiten sind förderfähig. Hier ein kurzer Überblick über die aktuellen Programme:

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Programm 152
Das Programm mit der Nummer 152 „Energieeffizient Sanieren“ ist geeignet, wenn einzelne Maßnahmen im Zusammenhang mit Energieeinsparung, Umbau oder Sanierung geplant sind. Dazu gehören zum Beispiel auch der Austausch einer Heizung und die Kombination der neuen Heizung mit einer Solarthermieanlage. Dabei werden jedoch nur Maßnahmen auf Häusern gefördert, die vor 2002 gebaut wurden. Auch sind Ferienhäuser oder Nicht-Wohngebäude von der Förderung ausgeschlossen. Mit Programm 152 erhält der Antragsteller ein sehr zinsgünstiges Darlehen von bis zu 50.000 Euro, wobei eine Kombinationsmöglichkeit mit BAFA-Mitteln nicht möglich ist.

Die richtige Dimensionierung der Solarthermie-Anlage
Die richtige Dimensionierung der Solarthermie-Anlage

Programm 430
Das Programm „Energieeffizient Sanieren Investitionszuschuss“ entspricht im Großen und Ganzen dem Programm 152, nur wird hier kein Kredit, sondern ein Zuschuss von bis zu 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen gewährt.

Programm 153
Wer ein neues energieeffizientes Haus baut und eine Solaranlage installiert, der kann mit diesem Programm ein günstiges Darlehen beantragen. Besonders attraktiv sind die im Programm enthaltenen Tilgungszuschüsse und die vorgesehenen tilgungsfreien Anfangsjahre.

Programm 167
Das Programm bietet eine attraktive Zinshöhe von einem Prozent effektiv. Das KfW-Programm 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ umfasst einen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit, wobei auch Einliegerwohnungen als separate Wohneinheit gelten. Der Kredit wird für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien gewährt. Das Besondere an diesem Programm: Es kann mit den Zuschüssen des BAFA kombiniert werden, wobei die Förderhöhe insgesamt natürlich nicht über den Kosten liegen darf. Auch bei diesem Programm der KfW gilt: Das erste Jahr bleibt tilgungsfrei. Es können aber auch zwei tilgungsfreie Jahre vereinbart werden. Für Sondertilgungen muss jedoch eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden.

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Programme 271, 281
Wird eine große Solarthermieanlage geplant, dann bieten sich diese Programme für den Betreiber an. Die Programme 271, 281 „Erneuerbare Energien – Premium“ sind für Anlagen über 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche vorgesehen. Allerdings ist die Förderung nur für Mehrfamilienhäuser mit mindestens 3 Wohneinheiten, größere Nichtwohngebäude und für die solare Kälteerzeugung vorgesehen. Wer dies plant, kann über die Programme sehr günstige Darlehen erhalten und von tilgungsfreien Anfangsjahren und einem Tilgungszuschuss profitieren.

Fördermittel © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com
Fördermittel © DOC RABE MEDIA, stock.adobe.com

Eignung der KfW Fördermittel

Günstige Kredite von der KfW für die Installation der Solaranlage, zum Beispiel in Kombination mit einer neuen Heizung, sind vor allem für Projekte interessant, für die es keine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gibt. Das sind in bestimmten Fällen zum Beispiel Neubauten. Auch wer die Vorgaben der BAFA hinsichtlich der Speichergröße oder eines bestimmten Produktes, das auf der Liste des BAFA stehen muss, nicht erfüllen kann oder will, sollte die Programme der KfW in Betracht ziehen.

Ebenso ist für sehr große Solarthermieanlagen auf Mehrfamilienhäusern und Anlagen mit über 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche die Förderung durch die KfW unter Umständen passend. Besonders interessant ist Programm 167, da es mit den BAFA-Zuschüssen kombiniert werden kann. Über das Programm kann der Rest der Investition, der nicht über die Fördermittel abgedeckt ist, finanziert werden.

Eine gute Alternative: der Steuerbonus

Mit dem Klimapaket steht eine Alternative zur KfW-Förderung bereit, die sich für den Bauherren gegebenenfalls noch mehr lohnen kann. Er wurde als Ergänzung zu den Förderprogrammen eingeführt, kann aber nicht mit ihnen kombiniert werden. Pro Wohneinheit können 20 Prozent der Ausgaben über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerschuld abgezogen werden. In den ersten beiden Jahren können sieben Prozent, im dritten dann noch sechs Prozent angesetzt werden. Insgesamt ist ein Förderbetrag von bis zu 40.000 Euro möglich – sofern das Haus mindestens zehn Jahre alt ist und der Steuerzahler selbst darin wohnt.

Förderung für Heizung und Solarkollektoren: Steuerbonus oder Förderung
Förderung für Heizung und Solarkollektoren: Steuerbonus oder Förderung

Eine direkte KfW-Förderung ist zwar in vielen Fällen lohnenswerter. Der Steuerbonus kann aber eine gute Alternative sein, wenn beispielsweise die Voraussetzungen für eine Förderung nicht erfüllt werden. Ohnehin sind die Hürden bewusst niedrig gehalten: Beim Finanzamt muss lediglich eine Bescheinigung von einem Fachunternehmen vorgelegt werden, das bestätigt, die Arbeiten nach den geltenden Anforderungen umgesetzt zu haben.

Zwei Beispielrechnungen verdeutlichen die beiden Optionen:

Annahme: Anschaffung und Installation einer neuen Solarthermieanlage: 20.000 Euro

Beispiel1 :

  • KfW-Investitionszuschuss von 20 Prozent der Kosten (Programm 430): 4.000 Euro
  • Verbleibender Eigenanteil: 16.000 Euro
  • Alternative Steuerbonus: 20 Prozent der Kosten: 4.000 Euro
  • Verbleibender Eigenanteil: 16.000 Euro

Beispiel 2:

  • KfW-Kredit für Einzelmaßnahmen (Programm 152): 20.000 Euro
  • Tilgungszuschuss für 20 Prozent des Zusagebetrags: 4.000 Euro
  • Zurückzuzahlender Eigenanteil: 16.000 Euro plus Zinsen (bei derzeit negativem effektivem Jahreszins)

Oder Steuerbonus

  • Alternative Steuerbonus: 20 Prozent der Kosten: 4.000 Euro
  • Verbleibender Eigenanteil: 16.000 Euro
Zuschüsse oder Steuerbonus: Die beste Lösung kann berechnet werden
Zuschüsse oder Steuerbonus: Die beste Lösung kann berechnet werden

Wichtig: Unter dem Strich sind die beiden Beispielfälle für den Besitzer ähnlich lohnend. Aber auch der Zeitraum der finanziellen Unterstützung spielt für viele eine große Rolle. Während die KfW-Förderung vor der Baumaßnahme beantragt werden muss und diese mitfinanzieren kann, fließt die steuerliche Förderung erst in den drei Jahren nach der Investition über die Steuererklärung an sie zurück.

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