Solarthermie Fördermittel Alternativen zu BAFA und KfW

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Finanzierung und Förderung abseits von BAFA und KfW

Sie sind beim BAFA und bei der KfW abgeblitzt? Keine Panik: Es warten noch attraktive Alternativen. So kann es sich zum Beispiel lohnen, die Solarthermie-Anlage von der Steuer abzusetzen. Auch Banken und Bausparkassen sind offen für eine Kreditfinanzierung – zumindest wenn die Sicherheiten stimmen. Wir informieren genauer über die Möglichkeiten der Finanzierung und Förderung abseits von BAFA und KfW.

Fördermittel © tech_studio, fotolia.com
Fördermittel nutzen © tech_studio, fotolia.com

Alternative Nr. 1: Bankkredit für Solarthermie-Anlagen

Während viele Banken inzwischen Kredite für Photovoltaikanlagen anbieten, ist das Angebot an speziellen Krediten für Solarthermieanlagen eher gering. Zu begründen ist dies mit der unterschiedlichen Absicherung. Während diese bei einem Kredit für Photovoltaik über die Abtretung der Einspeisevergütung gewährleistet ist, fehlt sie bei Solarthermieanlagen. Hier wird die Wärme nicht in ein Netz eingespeist und vergütet, sondern vom Betreiber selbst genutzt.

Solarthermieanlage: Vergleichen Sie die Kreditkonditionen der Anbieter
Solarthermieanlage: Vergleichen Sie die Kreditkonditionen der Anbieter

Bei Geschäftsbanken können Solarthermieanlagen dennoch finanziert werden: als Teil des Wohngebäudes über Bausparkredite. Dies sind keine speziellen Solarthermie-Kredite, sondern normale Bausparkredite für Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen. Damit gelten die mit der jeweiligen Bausparkasse vereinbarten Konditionen.

Fazit: Wenn keine Eigenmittel vorhanden sind  und die Konditionen von BAFA und KfW nicht stimmen, kann ein Bankkredit für die Solarthermie eine gute Alternative sein. Zunächst sollte allerdings geprüft werden, ob aktuell eine günstige Zinslage vorliegt.

Alternative Nr. 2: Steuerbonus für die energetische Sanierung

Der Steuerbonus wurde 2020 als Ergänzung zu den Förderprogrammen von KfW und BAFA eingeführt. Laut Einkommensteuergesetz (EStG) haben Immobilienbesitzer bis Ende 2029 das Recht auf eine „Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden“. Wichtig ist hier der Passus zum Wohnen: Das Haus oder Apartment muss vom Eigentümer selbst bewohnt werden, was Zweitwohnungen einschließt, nicht aber vermietete Objekte. Und: Die Immobilie muss zum Zeitpunkt der Sanierung mindestens 10 Jahre alt sein.

Einkommenssteuer © Butch, fotolia.com
Einkommenssteuer: Energetische Maßnahmen können sie senken © Butch, fotolia.com
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Wie funktioniert der Steuerbonus?

Der Steuerbonus kann nur einzeln, nicht in Verbindung mit einer Förderung in Anspruch genommen werden. Er reduziert die Einkommenssteuer um bis zu 20 Prozent, und zwar über drei Jahre gestaffelt: in den ersten beiden Jahren um jeweils 7 Prozent, im dritten Jahr um 6 Prozent. Eingeschlossen sind die Kosten für einen Energieberater (sofern dafür kein KfW-Zuschuss gewährt wurde). Die Obergrenze der Ermäßigung von 40.000 Euro legt die Obergrenze der förderfähigen Kosten fest: Mit dem Steuerbonus werden bis zu 200.000 Euro Ausgaben steuerlich begünstigt.

Förderung für Heizung und Solarkollektoren: Steuerbonus oder Förderung
Förderung für Heizung und Solarkollektoren: Steuerbonus oder Förderung

Was ist lohnender: Förderung oder Steuerbonus?

Direkt vorab: In den meisten Fällen ist eine direkte Förderung lohnenswerter. Der Steuerbonus kann jedoch eine gute Alternative sein, wenn die Voraussetzungen für eine Förderung nicht erfüllt sind, also beispielsweise die rechtzeitige Antragstellung verpasst wurde. Die Hürden sind bewusst niedrig gehalten: Das Finanzamt fordert lediglich eine Bescheinigung von einem Fachunternehmen, das bestätigt, die Arbeiten nach den geltenden Anforderungen umgesetzt zu haben.

Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Optionen. Annahme: Die Anschaffung und Installation einer neuen Solarthermieanlage kostet 20.000 Euro. Es bestehen folgende Möglichkeiten der Finanzierung und Förderung:

  • BEG-Investitionszuschuss des BAFA in Höhe von 25 Prozent der Kosten: 5.000 Euro. Es verbleit ein Eigenanteil von 15.000 Euro. Dieser kann auf Wunsch auch mit einem KfW-Kredit finanziert werden.
  • KfW-Kredit für Einzelmaßnahmen (Programm 262, derzeit ausgesetzt): 20.000 Euro. Tilgungszuschuss für 20 Prozent des zugesagten Betrags: 4.000 Euro. Hier beträgt der zurückzuzahlende Eigenanteil 16.000 Euro. Zudem fallen, wenn auch niedrige, Zinsen an. Vorteil: Die Ausgabe ist nicht sofort fällig.
  • KfW-Kredit für effiziente Gebäude (Programm 261): 20.000 Euro. Tilgungszuschuss je nach Effizienzhausstufe 5 bis 25 Prozent: 1.000 bis 5.000 Euro. Hier beträgt der zurückzuzahlende Eigenanteil also 15.000 bis 19.000 Euro. Die Zinsen sind auf einem niedrigen Niveau und die tilgungsfreie Anlaufzeit erleichtert die Ausgabenlast.
  • KfW-Kredit für Strom und Wärme (Programm 270): 20.000 Euro. Mindestlaufzeit 2 Jahre. Vorteil ist hier die tilgungsfreie Anfangszeit. Das Darlehen muss zu 100 Prozent zurückgezahlt werden. Die Zinsen sind niedriger als bei Geschäftsbanken.
  • Alternative Steuerbonus: 20 Prozent der Kosten: 4.000 Euro. Damit bleibt ein Eigenanteil von 16.000 Euro. Die steuerliche Förderung fließt jedoch erst in den drei Jahren nach der Investition über die Steuererklärung zurück.

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Fazit: Unterm Strich sind die Unterschiede nicht riesig. Entscheidender ist vielleicht der Zeitpunkt, bis zu dem das Konto wieder ausgeglichen ist. Am schnellsten ist dies mit einer BAFA-Förderung erreicht, am längsten verzögern lässt sich die Zahlung mit einem KfW-Kredit. Mit dem Steuerbonus zieht sich die Erstattung recht lange hin: Bis zum letzten Steuerbescheid vergehen mehr als drei Jahre. Derweil kann die BAFA-Auszahlung gegebenenfalls schon gut angelegt sein …

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