Lohnt sich Solarthermie auch im Jahr 2026?
Diese Frage ist angesichts der Preissteigerungen der letzten Jahre durchaus berechtigt. Denn nicht nur die Anschaffungskosten, auch die Kosten für herkömmliche Energie liegen weiterhin auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig bleibt das Interesse an solarer Wärme groß: In Deutschland wurden zuletzt wieder rund 26.000 Solarthermie-Anlagen pro Jahr neu installiert. Doch was kommt unterm Strich dabei heraus? Lohnt sich die Investition nach wie vor? (Stand: Mai 2026)
Wer ökologische Aspekte in den Vordergrund rückt, kann diese Frage rundweg mit „Ja“ beantworten. Wer dagegen rein ökonomisch denkt, muss die Investitionskosten und die Heizkostenersparnis gegenrechnen. Wir zeigen, wie das geht – und dass sich Solarthermie nach wie vor lohnt.

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Solarthermie bei Neubau und Bestandsbau
Die Energieversorgung in Neubauten und Bestandsbauten ist nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) an unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft:
- Ein Neubau ist als Niedrigstenergiegebäude zu errichten. Das heißt:
1. Der Gesamtenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Kühlung darf den jeweiligen Höchstwert (max. 55% des Primärenergiebedarfs eines festgelegten Referenzgebäudes) nicht überschreiten („EH55-Standard“).
2. Die Energieverluste beim Heizen und Kühlen durch baulichen Wärmeschutz sind zu vermeiden.
3. Der Wärme- und Kälteenergiebedarf muss zumindest anteilig durch die Nutzung erneuerbarer Energien (EE) gedeckt werden. (§10 GEG) Dieser Punkt ist bei einer solarthermischen Anlage erfüllt, wenn die Deckung des Wärme- und Kälteenergiebedarfs mindestens 15 Prozent beträgt. (§35 GEG) - Beim Bestandsbau sind die Dämmanforderungen weniger streng. Einer der interessantesten Aspekte für die Errichtung einer Solarthermie-Anlage ist hier das Betriebsverbot für ältere Heizkessel. Werden diese mit einem flüssigen oder gasförmigen Brennstoff beschickt und beträgt ihre Nennleistung zwischen 4 und 400 Kilowatt, dürfen sie nach 30 Jahren in der Regel nicht mehr betrieben werden (§ 72 GEG). Ausgenommen sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel sowie selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser, die der Eigentümer schon vor dem 1. Februar 2002 bewohnt hat. Neue Heizungen in Bestandsgebäuden müssen seit 2024 schrittweise mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen — wann genau dies vor Ort greift, hängt von der kommunalen Wärmeplanung ab (siehe nächster Absatz). Eine Solarthermie-Anlage allein deckt diesen Anteil nicht ab; sie kann aber als Hybrid-Baustein neben einer Wärmepumpe oder einem Pelletkessel eingesetzt werden.
Diese 65-Prozent-Quote schaffen typischerweise Biomasseheizkessel und Wärmepumpen. Seit 2024 gilt sie für neue Heizungen in Neubaugebieten sofort. Für Bestandsgebäude ist der Termin an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt: in Kommunen mit über 100.000 Einwohnern bis spätestens 30. Juni 2026, in kleineren Gemeinden bis 30. Juni 2028. Bei funktionierenden Heizungsanlagen ist kein Tausch vorgeschrieben; geht eine Gas- oder Ölheizung irreparabel kaputt, gibt es Übergangsfristen von 5 Jahren bzw. bis zu 13 Jahren bei Gasetagenheizungen.
Was bedeutet die kommunale Wärmeplanung für Solarthermie-Eigentümer?
Für viele Hausbesitzer ist die Wärmeplanung 2026 die Schlüsselfrage: Wenn Ihre Stadt im Rahmen der Wärmeplanung Gebiete für Fernwärme- oder Wasserstoffversorgung ausweist, greift dort die 65-Prozent-EE-Pflicht für neu eingebaute Heizungen — in der Regel einen Monat nach Bekanntgabe der Gebietsausweisung (§ 71 Abs. 8 GEG i. V. m. Wärmeplanungsgesetz). Wer dann eine reine Gas- oder Ölheizung neu einbaut, läuft Gefahr, dass die Anlage nicht mehr den Anforderungen entspricht. Eine kleine Solarthermie-Anlage allein erreicht die 65-Prozent-Quote in der Regel nicht. Größere Solarthermie- oder Solarthermie-Hybrid-Lösungen können sie aber laut §§ 71, 71e und 71h GEG erfüllen, wenn die technischen Anforderungen (z. B. Auslegung, Solar-Keymark) eingehalten werden — typischer ist die Kombination mit Wärmepumpe oder Pelletkessel. Wer den Heizungstausch ohnehin plant, sollte den Stand der Wärmeplanung in seiner Kommune frühzeitig prüfen, um die KfW-Förderung optimal nutzen zu können.
Berechnungsfaktoren für die Effizienz von Solaranlagen
Ob eine Solarthermie-Anlage wirtschaftlich arbeitet, verrät eine einfach zu erstellende Einnahmen-Ausgaben-Rechnung – im Prinzip eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Die einzelnen Posten sind jedoch alles andere als fix.

Bei den Ausgaben richten sich die Werte ganz nach dem Nutzungswillen, den Standortbegebenheiten und der zur Verfügung stehenden Montagefläche. Daher ist es am besten, wenn Anlageninteressenten bei der Planung systematisch vorgehen. Die ermittelten Komponenten bestimmen dann die Größe und damit die Investitionskosten der Solarthermie-Anlage.
Bei den Einnahmen schlagen die Erträge der solarthermischen Anlage zu Buche. Diese ergeben sich ebenfalls aus der Nutzungsart, dazu dem Nutzungsverhalten und den eingesparten Brennstoffkosten. Je teurer herkömmliche Energie ist, desto mehr spart eine Solaranlage ein, desto höher sind also die Einnahmen.
Bei den Finanzierungshilfen kommt es auf die Art der Finanzierung an, ob die Beträge auf der Einnahmen- oder der Ausgabenseite zu verbuchen sind. Kann eine Förderung genutzt werden, senkt dies die Investitionskosten und steigert damit die Einnahmen. Zinsen aus Krediten der KfW oder der Hausbank wirken sich einnahmemindernd aus.
Ausgaben: Anlagekomponenten, Betrieb und Finanzierung
Viele Faktoren bestimmen den Anschaffungspreis. Die größten Faktoren sind zweifellos die Solarkollektoren und der Wärmespeicher. Betrachtet man die Installationskosten getrennt, machen auch sie einen erheblichen Teil der Anschaffungskosten aus. Die Ausgaben für die Systemkomponenten sind zwar geringer, sollten aber dennoch in die Kalkulation einfließen.

- Bei den Kollektoren bestimmt die Technik den Preis: Im Beitrag Anschaffungs- und Betriebskosten gehen wir genau auf die zu erwartenden Kosten ein. Die Vor- und Nachteile der beiden Kollektorarten erläutert der Artikel Solarthermie-Kollektoren im Vergleich. Hier geben wir nur die allgemein gültige Faustregel wieder: Der Preis für eine Anlage mit Röhrenkollektoren ist etwa ein Drittel höher als mit Flachkollektoren.

- Die Größe – und damit der Preis – des Speichers richten sich nach der Zahl der im Haushalt lebenden Personen und der anvisierten Nutzungsart. Soll nur das Trinkwasser erwärmt oder zugleich auch die bestehende Heizungsanlage unterstützt werden? Das heißt: Wird ein einfacher Pufferspeicher oder ein Kombispeicher benötigt? Bei letzterem mit der etwa doppelten Ausgabe gerechnet werden.

Die laufenden Betriebskosten – Strom für die Solarsteuerung sowie Ausgaben für Wartung, Instandhaltung, Reinigung und mögliche Reparaturen – schlagen nicht allzu sehr zu Buche. Auf die zu erwartende Lebensdauer der Anlage hochgerechnet, käme aber doch ein ziemliches Sümmchen zusammen. Bei angenommenen 30 Jahren wäre mit insgesamt etwa 3.000 Euro zu rechnen. Doch keine Sorge: Die Wartungs- und Reparaturkosten sind zumeist mit der Herstellergarantie abgedeckt.

Nimmt man einen zinsgünstigen Kredit der KfW-Bank oder einer auf Solarprodukte spezialisierte Umweltbank in Anspruch, zieht das natürlich Finanzierungskosten nach sich. Die jährlich anfallenden Zinsen müssen auf die Ausgabenseite gebucht werden. Die Konditionen schwanken je nach Programm und Marktlage – die aktuellen Zinssätze sollten tagesaktuell geprüft werden.
Einnahmen: Brennstoffersparnis und Förderung
Energie bleibt teuer, und durch die steigende CO₂-Bepreisung verteuert sich Heizen mit fossilen Brennstoffen jedes Jahr weiter. Der CO₂-Preis bewegt sich 2026 nach BEHG im Korridor von 55 bis 65 €/t (ab 2027 greift der europäische ETS 2 ohne festen deutschen Höchstpreis) und schlägt sich beim Gas mit zusätzlich rund 1,4 ct/kWh nieder, beim Heizöl mit bis zu 20,7 Cent pro Liter. Wer hier weniger fossile Energie verbraucht, spart doppelt — am Brennstoff selbst und an der CO₂-Abgabe. Solarthermie kann den Verbrauch in beiden Posten spürbar senken:
- Eine gut dimensionierte Solarthermie-Anlage reduziert den jährlichen Heizbedarf für die Warmwasserbereitungum bis zu 60 Prozent. Im Winter ist es zwar etwas weniger, dafür liegt der Wert im Sommer aber oft bei 100 Prozent.
Ein für die Wassererwärmung durchschnittlich etwa 2.500 kWh verbrauchender vierköpfiger Haushalt spart nach dieser Kalkulation jährlich rund 1.500 Kilowattstunden Heizenergie ein.
- Selbst die energiehungrigere Heizung verbraucht mit solarer Unterstützung bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff. Und das bei einem ganz normal wärmegedämmten Haus. Bei Niedrigenergiehäusern beträgt der solare Deckungsanteil sogar bis zu 60 Prozent.
Ein für die Heizung durchschnittlich gut 16.000 kWh verbrauchender Einfamilienhaushalt spart nach dieser Kalkulation rund 5.000 kWh Heizenergie pro Jahr ein.

Nach heizsparer.de gilt für Gasheizungen ein Richtwert von jährlich 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche. Das heißt, in einer 80-m²-Wohnung verbrauchen zwei Personen für die Erzeugung von Heizungs- und Warmwasser jährlich knapp 13.000 kWh, in einem 120-m²-Einfamilienhaus werden rund 19.000 kWh benötigt. Bei Ölheizungen sind die Werte mit ca. 5 Prozent unwesentlich höher, bei Holzpellet-Heizungen etwa 20 Prozent niedriger.
Bei der Kombination Warmwassererzeugung/Heizungsunterstützung ergibt sich ein solarer Deckungsanteil von 20 Prozent. Das heißt für
- die 80-m²-Wohnung ca. 2.600 kWh Ersparnis an Gas- und Öl bzw. ca. 2.100 kWh an Holzpellets
- das 120-m²-Haus ca. 3.800 kWh Ersparnis an Gas- und Öl bzw. ca. 3.000 kWh an Holzpellets.

Die angegebenen Prozentanteile gelten für durchschnittlich gedämmte Gebäude. In energieeffizienten Gebäuden liegt der Wert in der Regel weit darunter; in „zugigen“ Altbauten dagegen ist mit einem höheren Verbrauch zu rechnen.

In die Kalkulation, ob sich eine Solarthermie-Anlage lohnt, gehören auch die staatlichen Fördermittel. Für Bestandsgebäude bewilligt heute die KfW die Heizungsförderung als Zuschuss 458 mit einer Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind im Einfamilienhaus bis zu 30.000 €; bei Mehrfamilienhäusern gilt die Staffel 30.000 € (1. Wohneinheit), 15.000 € (2.–6. WE), 8.000 € ab der 7. WE. Der absolute Maximalzuschuss bei 70 % im Einfamilienhaus beträgt 21.000 €. Diese kann sich durch zwei Boni deutlich erhöhen: Klima-Geschwindigkeits-Bonus + 20 Prozent für selbst nutzende Eigentümer, die eine funktionstüchtige Gas-, Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung austauschen (bei Gas-Zentralheizungen mindestens 20 Jahre alt) und die fossile Heizung dabei vollständig ersetzen — befristet bis 31. Dezember 2028; ein bloßer Solarthermie-Zubau zur bestehenden Heizung löst den Bonus nicht aus, und Einkommens-Bonus + 30 Prozent für selbst nutzende Haushalte mit zu versteuerndem Einkommen unter 40.000 €/Jahr. Beide Boni zusammen mit der Grundförderung ergeben bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit Fördermitteln als Startkapital lohnt sich Solarthermie 2026 deutlich.
KfW-458 Förder-Boni 2026 für Solarthermie
Grundförderung plus zwei Boni — kombinierbar bis maximal 70 %.
Für Bestandsgebäude. Förderfähige Kosten: 30.000 € (1. WE), 15.000 € (2.–6. WE), 8.000 € ab 7. WE. Max. Zuschuss bei 70 %: 21.000 € (1. WE).
Bei vollständigem Tausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung (Gas mind. 20 J. alt). Selbstnutzer. Bis 31. Dezember 2028.
Für selbst nutzende Haushalte mit zu versteuerndem Einkommen unter 40.000 €/Jahr.

So beantragen Sie die KfW-458-Förderung
Schritt für Schritt vom Energieberater bis zum Auszahlungsbescheid.
Energieberater oder Fachunternehmen einbinden
Bei der Heizungsförderung 458 stellt entweder ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte oder ein eingetragenes Fachunternehmen die Bestätigung zum Antrag (BzA) aus. Damit wird belegt, dass die Anlage die technischen Mindestanforderungen (z. B. Solar-Keymark) erfüllt.
Lieferungs- bzw. Leistungsvertrag mit Bedingung abschließen
Mit dem Fachbetrieb einen Vertrag schließen, der ausdrücklich unter der Bedingung der KfW-Förderzusage steht. Erst danach den Antrag stellen.
Antrag im KfW-Portal „Meine KfW“ stellen
Vollständig online: Stammdaten, Boni-Auswahl (Klima-Geschwindigkeit, Einkommen), BzA-Nummer, Vertragsdaten. Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie die Zusage.
Anlage installieren lassen
Erst nach der Zusage mit der eigentlichen Umsetzung beginnen. Der Fachbetrieb dokumentiert Inbetriebnahme und ausgeführte Leistungen.
Verwendungsnachweis und Auszahlung
Innerhalb der Frist die Rechnungen, die Bestätigung nach Durchführung (BnD) und die Inbetriebnahme-Belege im KfW-Portal hochladen. Die Auszahlung erfolgt nach Prüfung in einem Betrag.
Beispiele für die Wirtschaftlichkeit solarthermischer Anlagen
In einer Tabelle werden die Kosten schnell deutlich. Ausgegangen wurde von einem Haushalt mit 2 Personen und mit 4 Personen. In beiden Fällen wurden die Differenz der Ausgaben und Einnahmen bei Solarthermieanlagen für die reine Warmwasserbereitung (WW) und die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung (WWHU) ermittelt. Beim Brennstoff wurde Gas ausgewählt. Wie sich die Investitionskosten zusammensetzen, erfahren Sie im Beitrag zu den Anschaffungs- und Betriebskosten.
| 2 Personen, Reihenhaus, 80 m² Wohnfläche | 4 Personen, Einfamilienhaus, 120 m² Wohnfläche | |||
|---|---|---|---|---|
| WW | WWHU | WW | WWHU | |
| Investitionskosten inkl. Installation | 4.500 € | 9.000 € | 6.500 € | 13.000 € |
| Lfd. Betriebskosten Strom | 50 € × 20 J. = 1.000 € | 50 € × 20 J. = 1.000 € | 50 € × 20 J. = 1.000 € | 50 € × 20 J. = 1.000 € |
| Summe Ausgaben 20 Jahre | 5.500 € | 10.000 € | 7.500 € | 14.000 € |
| Brennstoffeinsparung bei 11 ct/kWh (Gas, inkl. CO₂) | 750 kWh × 20 J. = 1.650 € | 2.600 kWh × 20 J. = 5.720 € | 1.500 kWh × 20 J. = 3.300 € | 3.800 kWh × 20 J. = 8.360 € |
| KfW-Grundförderung 30 % | 1.350 € | 2.700 € | 1.950 € | 3.900 € |
| Summe Einnahmen 20 Jahre | 3.000 € | 8.420 € | 5.250 € | 12.260 € |
| Einnahmen-Überschuss 20 Jahre | -2.500 € | -1.580 € | -2.250 € | -1.740 € |
| Amortisationszeit (ohne Boni) | > 30 Jahre | 27 Jahre | > 30 Jahre | 25 Jahre |
| Amortisationszeit (mit Klima-Geschwindigkeits-Bonus, 50 %) | > 30 Jahre | 19 Jahre | 28 Jahre | 18 Jahre |
Beispielrechnung: Gaspreis nach BDEW (Mai 2026), Förderung KfW 458 Grundförderung. Mit zusätzlichen Boni (Klima-Geschwindigkeit, Einkommen) verkürzt sich die Amortisation deutlich.
Die Amortisationszeit verdeutlicht am besten, ob sich eine Solarthermie-Anlage lohnt. Da ihre Lebensdauer normalerweise nicht 20 Jahre, sondern 30, oft sogar 40 Jahre beträgt, ist die Frage danach grundsätzlich mit „Ja“ zu beantworten. Im Beispiel fällt auf, dass sich kombinierte Anlagen schneller amortisieren als solche zur ausschließlichen Trinkwassererwärmung. Wenig lohnend sind allerdings Kleinstanlagen. Die Kosten für Installation und Betrieb sind in Relation zu den Brennstoffeinsparungen einfach zu hoch.

Ökologische Betrachtung
Die Solarthermie kann gleich zwei positive Aspekte für die Umwelt verbuchen:
- Energetisch amortisiert sich eine Solarthermie-Anlage schon nach kurzer Zeit. Nämlich dann, wenn die bei der Fertigung aufgebrachte Energie an anderer Stelle eingespart wurde. In aller Munde ist dieser Aspekt unter dem Begriff CO2-Neutralität oder Klimaneutralität.

- Die äußerst geringen Emissionen, die eine Solarthermie-Anlage im Betrieb verursacht, sprechen ebenfalls für diese Technologie. Wird dafür nachhaltig produzierter Ökostrom aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen, ist dies ein weiterer Schritt in Richtung Klimaneutralität. Absolut perfekt, wenn der Betriebsstrom mit einer eigenen Photovoltaikanlage erzeugt wird. Mit einem sonnengespeisten Duo werden sowohl der CO2-Ausstoß als auch die Stromkosten für den Betrieb der Solarregelung auf null reduziert.

Fazit
Aus ökologischer Sicht ist Solarthermie regelmäßig die nachhaltigere Option, weil sie fossile Brennstoffe direkt ersetzt. Wirtschaftlich müssen Sie auch 2026 mit Amortisationszeiten zwischen rund 18 Jahren (Heizungsunterstützung im Einfamilienhaus mit Boni) und über 30 Jahren (reine Warmwasser-Anlagen ohne Boni) rechnen — mit Klima-Geschwindigkeits- und Einkommens-Bonus deutlich kürzer, ohne Boni eher länger. Die Amortisation hängt entscheidend davon ab, welchem Zweck Ihre Anlage dienen soll und wie hoch die aktuellen Energiepreise sind. Je genauer Sie die Solarthermie-Anlage auf die Bedingungen vor Ort und Ihren Wärmebedarf anpassen, desto lohnender wird der Betrieb. Steigen die Preise für fossile Energieträger künftig schneller als in der obigen Tabelle angenommen, verkürzt sich die Amortisationszeit entsprechend. Eine Eigenschaft bleibt zudem konstant: Sonnenenergie ist im Betrieb selbst kostenlos — die Rechnung entsteht nur einmal über die Anschaffung und den Wartungsaufwand.

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