Solarthermie Alternative Lösungen

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Voraussetzungen für alternative Solarthermie-Lösungen

Solarthermie Fassade
Solarthermie Fassade © Wagner Solar

Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht vielleicht noch etwas Besseres findet. Ein Sprichwort, das in vielen Situationen Gültigkeit hat. Auch wenn es um den Erwerb und die Installation einer solarthermischen Anlage geht, will z.B. der Montageort auf dem Dach gut überlegt sein. Nicht nur, weil Ertrag und Effizienz von der Standortwahl abhängen, sondern auch wegen der langen Lebensdauer einer solarthermischen Anlage. Das setzt natürlich voraus, dass die Standortgegebenheiten auch in vielen Jahren nach Anschaffung der Anlage noch genauso gegeben sein müssen, wie bei der Inbetriebnahme.

Gründe für das Scheitern bzw. Mindererträge einer solarthermischen Anlage

Manchmal ist der ausgewählte Standort nur auf den ersten Blick ideal. Der zweite Blick verrät oft schnell, dass die solarthermische Anlage lediglich in den Anfangsjahren unter günstigen Bedingungen läuft. Etwa, weil erkennbar ist, dass Nachbars Bäume die Dachfläche und somit die Kollektoren in einigen Jahren verschatten oder, besonders in Siedlungsgebieten, neue Gebäude entstehen, die möglicherweise ebenfalls zu Verschattungen und damit zu Leistungseinbußen führen können.

Ein regelrechtes k.o.-Kriterium für die Realisierung einer thermischen Solaranlage kann der Denkmal- oder Milieuschutz sein. Hier wird vom Landeskonservator in der entsprechenden Stadt bzw. dem zuständigen Kreis die Installation einer solarthermischen Anlage untersagt, da es seiner Auffassung nach zu einer zu starken Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes (des Hauses oder des Straßenzuges) kommt.

Tipp: Im Fall einer Unsicherheit in Bezug auf Denkmal- bzw. Milieuschutz im Vorfeld den Landeskonservator im zuständigen Bauamt kontaktieren. Eine frühzeitige Klärung spart unter Umständen Ärger und Geld.
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Alternativen zur Montage auf dem Hausdach

Solarthermie Fassade
Solarthermie Fassade © Wagner Solar

Eine mögliche Alternative zur Installation der Kollektoren auf dem Hausdach ist die Nutzung der Fassade. Problematisch können hierbei ästhetische Aspekte sein: Kollektoren als Hauswandverzierung sind nicht jedermanns Sache und oft nur bei freistehenden Gebäuden überhaupt möglich, da hier das Risiko einer Verschattung durch Nachbargebäude und Bäume meistens nicht gegeben ist.

Dennoch ist das häufig kein Grund, auf die solarthermische Anlage zu verzichten, wenn das Hausdach für die Kollektormontage nicht in Frage kommt. Durch den geringen Platzbedarf, der für die Kollektorfläche einer solarthermischen Anlage nötig ist, kann auch ein gut platziertes Nebengebäude, etwa die Garage, der Carport oder Geräteschuppen für das Aufbringen der Kollektoren genutzt werden.

Bietet sich auch hier keine Möglichkeit an, ist aber genügend unverschattete Freifläche in Form von Rasen oder Wiese vorhanden, so kann diese als Aufstellort ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Tipp: Ist die zur Verfügung stehende Dachfläche zu klein, sollte geprüft werden inwieweit Vakuumröhrenkollektoren mit ihrem aufgrund der höheren Effizienz geringeren Flächenbedarf eine Alternative sein können.

Rechtliche Voraussetzungen für eine Solarthermieanlage

Die Errichtung einer solarthermischen Anlage ist vom Einholen einer Baugenehmigung befreit, wenn die Anlage

  • in oder an der Dachfläche integriert ist
  • in oder an der Fassade integriert ist
  • auf einem Flachdach montiert ist, auch in aufgeständerter Form
  • nicht mehr als ein Drittel der Dach-, bzw. Fassadenfläche einnimmt
  • gebäudeunabhängig, höchstens 3 Meter hoch ist und eine Gesamtlänge von 9 Metern nicht überschreitet

Das Bauvorhaben muss also in der Regel nicht vorab von einer Behörde genehmigt werden. Genehmigungspflichtig sind solarthermische Anlagen jedoch dann, wenn sie von den obigen Angaben abweichen oder es sich um eine aufgeständerte Anlage auf einem Dach handelt, das kein Flachdach ist.

Auch Fassadenanlagen erfordern eine Genehmigung, sofern sie stark geneigt aus der Fassade heraustreten. In allen nichteindeutigen Fällen ist eine Anfrage bei dem zuständigen Bauamt empfehlenswert, da die baurechtlichen Vorschriften durchaus von Bundesland zu Bundesland oder sogar innerhalb der Kreise unterschiedlich sein können.

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