Checkliste Solarthermie Voraussetzungen

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Checkliste Solarthermie-Voraussetzungen

Solarthermie Voraussetzungen Checkliste
Solarthermie Checkliste © Shockfactor,fotolia.com

Ein paar Faktoren sind es schon, die berücksichtig werden sollten, um die besten Bedingungen für eine solarthermische Anlage zu schaffen. Die nachfolgende Aufstellung zeigt Ihnen, worauf es ankommt und inwieweit es mögliche Alternativen gibt.

  • Für jedes System gelten andere Voraussetzungen an den Neigungswinkel. Für jedes System gelten andere optimale Neigungswinkel der Kollektorfläche. Für die solare Trinkwassererwärmung ist eine Neigung der Kollektoren von 30 bis 50 Grad optimal. Bei Kombianlagen, die sowohl für die Trinkwassererwärmung als auch für die Heizungsunterstützung genutzt werden, hat sich ein Neigungswinkel zwischen 45 und 70 Grad als ideal herausgestellt.
  • Die Ausrichtung der solarthermischen Anlage sollte möglichst nach Süden erfolgen. Auch geringe West- und Ostabweichungen von +-30 Grad sind tolerierbar, da sie kaum Ertragseinbußen nach sich ziehen, die z.B. durch eine größere Kollektorfläche ausgeglichen werden können.
  • Der Flächenbedarf für eine solarthermische Anlage ist nicht groß. Schon 5 Quadratmeter reichen aus, um den Warmwasserbedarf eines 4-Personen-Haushalts in den Sommermonaten vollständig zu decken. Allerdings sollten diese 5 Quadratmeter Fläche unbeschattet und zusammenhängend sein!
  • Mögliche Verschattungen sollten mit Weitsicht betrachtet werden. Eine solarthermische Anlage sorgt mindestens 25 Jahre für Warmwasser, bzw. unterstützt die Raumheizung. Viele Umgebungsfaktoren ändern sich in einem so langen Zeitraum. So können beispielsweise neue Nachbargebäude entstehen, Bäume wachsen oder Anbauten, die für eine nachträgliche Verschattung der Kollektoren sorgen und zu Leistungseinbußen führen.
  • Gute Alternativen bei unpassend ausgerichteter Dachfläche, mangelnder Tragfähigkeit oder zu wenig Fläche können auch Carport-, Garagen- oder Anbaudächer, sowie Hausfassaden oder Freiflächen sein. Aufgrund des geringeren Flächenbedarfs ist in einem solchen Fall auch der Einsatz von Vakuumröhrenkollektoren zu prüfen.
  • Die Errichtung einer solarthermischen Anlage ist in der Regel genehmigungsfrei, kann also ohne Baugenehmigung erfolgen. Dennoch empfiehlt es sich, bei Unsicherheiten (Denkmal- oder Milieuschutz) bei der Gemeinde die anstehenden Bauarbeiten anzuzeigen, um eventuellen Problematiken vorzubeugen.
  • Die Rentabilität der solarthermischen Anlage hängt nicht nur von der eingesetzten Technik bzw. den Investitionskosten ab, sondern auch von den Preisen bzw. der Preisentwicklung für fossile Energieträger. Je höher die Erdgas- und Heizölpreise sind, desto mehr Geld lässt sich mit der solarthermischen Anlage einsparen.
  • Die Amortisationszeit ist der Zeitraum, innerhalb dessen die solarthermische Anlage ihre Investitionskosten aufgrund der erzielten Einsparungen kompensiert hat. Dieser Zeitraum ist von vielen Einflussgrößen abhängig und lässt sich unter Berücksichtigung von Fördermitteln und bei Annahme einer moderaten Energiepreissteigerung mit etwa15 Jahren angeben.
  • Das jährliche Einsparpotenzial liegt liegt bei der Trinkwassererwärmung bei ca. 1060 Prozent der sparen Gesamtkosten (Warmwasser und Raumheizung), bei der solaren Heizungsunterstützung in einem mittelmäßig gedämmten Bestandsgebäude bei ca. 20 Prozent. Mit Verbesserung des Wärmeschutzes erhöht sich dieser Prozentsatz.
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