Preisentwicklung Solarmodule

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Preisentwicklung von Solarmodulen

Solarmodule
Solarmodule © electriceye , fotolia.com

Die Preise von Solarmodulen sind in den letzten Jahren ganz erheblich gesunken. Am leichtesten lässt sich dies an der Preisentwicklung für ein Kilowatt peak verdeutlichen. Lag der Preis für 1 kWp Anfang 2006 noch bei rund 5.000 Euro, so müssen Verbraucher heute nur noch rund 1.450 Euro pro Kilowatt peak für eine komplette Anlage (inkl. Montage) ausgeben.

Faktoren, die für eine Preisminderung gesorgt haben

Dieser Preisverfall lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen.

Die Hauptursache für diese erfreuliche Entwicklung ist in dem Konzept des Erneuerbaren Energien Gesetzes selbst zu finden: die Einspeisevergütung war von Anfang an degressiv (aber planbar) angelegt, so dass sich der Druck auf die Hersteller von Jahr zu Jahr erhöht hat, die Solarstromanlagen günstiger zu produzieren. Gleichzeitig hat sich der europäische und Weltmarkt, insbesondere in China stark entwickelt und Fertigungskapazitäten in erheblichem Umfang aufgebaut. Das hat dafür gesorgt, dass auch die Hersteller in Deutschland, Japan oder Kanada und den USA ihre Verkaufspreise anpassen mussten.

Ein weiterer Grund ist aber auch der sogenannte Skaleneffekt (economy of scale). Dieser besagt, dass Produkte, die in großer Menge hergestellt werden, immer preiswerter werden. Es können bei der Fertigung erhebliche Kosten eingespart werden, weil einerseits die Produktion immer ausgefeilter wird, aber auch durch Automatisierung die Stückkosten pro einzelnem Solarmodul immer geringer werden.

Immer mehr Solarstromleistung für das gleiche Geld
Immer mehr Solarstromleistung für das gleiche Geld © Agentur für Erneuerbare Energien

Auch die technische Entwicklung sorgt zunehmend für Preisminderungen bei Photovoltaikanlagen. Der Einsatz an Rohstoffen wird immer geringer. Damit fällt automatisch der Preis. Außerdem führt ein steigender Wirkungsgrad dazu, dass pro Kilowatt peak immer weniger Solarzellen benötigt werden – mit der Folge, dass der Preis pro kWp sinkt.

Schließlich hat sicher auch die sinkende Einspeisevergütung dazu geführt, dass die Preise sich nach unten entwickelt haben. Nur dadurch konnte die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlagen erhalten bleiben – deshalb mussten die Hersteller hierauf mit Preisminderungen reagieren.

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Zusammenfassend lassen sich also für die Preissenkungen der letzten Jahre folgende Gründe nennen:

  • starker Wettbewerb
  • Massenproduktion
  • technische Entwicklung
  • sinkende Einspeisevergütung

Solarthermie Deckungsgrad
Entwicklung Kosten Solarmodule, Bildquelle: Bundesverband Solarwirtschaft

Preisentwicklung in der Zukunft

Experten gehen davon aus, dass die Preise für Photovoltaikanlagen aufgrund der weltweit deutlichen Zunahme der Produktionszahlen (insbesondere in Japan, China und den USA) weiter leicht fallen werden.

Die Einspeisevergütung wird sich jedoch nicht mehr als Grund für eine Kostensenkung nennen lassen, da sie sich bereits auf einem wirtschaftlich recht unattraktiven Niveau befindet.

Solarthermie Kostenkurve Prognose
Prognose Ertrag Photovoltaik, Bildquelle: Bundesverband Solarwirtschaft

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