Photovoltaik Betriebskosten

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Betriebskosten von Photovoltaikanlagen

Solaranlage Kosten
Betriebskosten © Marina Lohrbach , fotolia.com

Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage geht es nicht nur um die reinen Anschaffungskosten. Photovoltaikanlagen verursachen auch während des Betrachtungszeitraums (meist 20 Jahre) laufende Kosten. Diese müssen in die Analyse der Wirtschaftlichkeit einbezogen werden. Für eine grobe Schätzung kann man von Betriebskosten in Höhe von rund 1 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr ausgehen. Das wären dann also bei derzeitigen Preisen etwa 15 € pro Kilowatt peak und Jahr.

Wechselrichter

Modulwechselrichter Photovoltaik
Modulwechselrichter © SMA

Wechselrichter sind nicht so langlebig wie die Solarmodule. Mit anderen Worten: Sie müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht beziehungsweise erneuert werden. Es müssen hierfür also Rücklagen gebildet werden. Bei einer Lebenserwartung von rund zehn Jahren und Kosten von rund 10% bis 20 % der Gesamtkosten kommt man hier auf jährlich rund 1,5 % der Gesamtkosten, die für einen Austausch des Wechselrichters beiseite gelegt werden sollten. Gleichzeitig verbraucht der Wechselrichter für die Steuerung, Datenlogger, Anlagenüberwachung und Ähnliches Strom aus dem öffentlichen Netz. Zwar ist das eine beinahe vernachlässigbare Menge, allerdings verlangen manche Netzbetreiber hier Pauschalen oder Mindestbeträge von bis zu 10 Euro pro Monat.

Instandhaltung

Instandhaltung
Instandhaltung © Marina Lohrbach , fotolia.com

Die Kosten für die Instandhaltung der Photovoltaikanlage sind in den oben genannten 1,5 Prozent enthalten. Für größere Anlagen bieten Unternehmen Wartungsverträge an. Die Kosten hierfür betragen meist um die 150 Euro pro Jahr. Häufig ist das preiswerter als die Arbeiten, die im Wartungsvertrag vereinbart sind, einzeln abzurechnen. Bei Wartungsverträgen handelt es sich sicher um sinnvoll angelegtes Geld, schließlich werden damit Ausfälle der Anlage vermieden. Und wenn die Photovoltaikanlage ausfällt, wird kein Solarstrom produziert und es kann weder eine Einsparung erzielt werden noch eine Einspeisung erfolgen und es wird keine Einspeisevergütung gezahlt.

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Reinigung

Photovoltaik Reinigung
Photovoltaik Reinigung © Luftbildfotograf , fotolia.com

Laub, Staub, Blütenpollen o.ä. können Verschmutzungen von Photovoltaikmodulen verursachen. In der Regel genügt ein kräftiger Regenschauer, um die Moduloberfläche soweit zu reinigen, dass keine Ertragseinbussen zu erwarten sind. In Sonderfällen oder insbesondere unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kann eine Reinigung sinnvoll sein.

Wird diese von einem professionellen Betrieb durchgeführt, dann verursacht das Kosten von bis zu 2,50 Euro pro Quadratmeter. Allerdings fallen diese Kosten nicht pro Jahr an – es sei denn, die Anlage liegt in einer Region, in der durch starken Verkehr oder starke landwirtschaftliche Belastung mit sehr hoher Verschmutzung gerechnet werden muss. Ansonsten reicht eine professionelle Reinigung der Photovoltaikanlage alle paar Jahre.

Versicherung

Ein unter Umständen regelmäßig jährlich anfallender Posten sind die Versicherungskosten für die Photovoltaikanlage. Je nach Anlagengröße macht eine spezielle Anlagenversicherung Sinn. Denn sowohl die Haftpflichtversicherung wie die Allgefahrenversicherung für Photovoltaikanlagen sichern nicht nur gegen Ausfälle der Einspeisevergütung ab, sondern auch gegen hohe Reparaturkosten oder unbezahlbare Haftpflichtfälle. Dabei sind die Kosten für diese Versicherungen vergleichsweise moderat.

Während die Haftpflichtversicherung häufig sogar ohne weitere Kosten in den eigenen Vertrag integriert werden kann, kommen ansonsten rund 50 Euro pro Jahr auf den Betreiber zu. Inwieweit Wartung, Reinigung und zusätzliche Versicherungen sinnvoll bzw. notwendig sind, ist im Einzelfall zu prüfen.

Insgesamt können also folgende Betriebskosten bei Photovoltaikanlagen bis ca. 10 kWp anfallen:

Betriebskosten für Häufigkeit Durchschnitt pro Jahr
Wechselrichter Rücklage im Schnitt alle 10 Jahre 1,5 % der Investitionskosten
Reinigung ggfs. alle 1 – 3 Jahre 100 Euro (bei 50 qm = 5 kWp)
Haftpflichtversicherung jährlich 50 Euro
Gesamte Betriebskosten pro Jahr bei 4 bis 5 kWp ca. 250 Euro

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