Photovoltaikanlage Auslegung

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Auslegung der Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlage
Photovoltaikanlage © electriceye, fotolia.com

Sind alle Punkte hinsichtlich der Möglichkeiten und Umsetzung, eine Photovoltaikanlage zu installieren, geklärt, dann geht es um die konkrete Planung. Um wiederum Angebote einholen zu können, die auch vergleichbar sind, muss die Auslegung der Photovoltaikanlage bedacht werden. Die entsprechenden Einflussfaktoren sollen hier näher betrachtet werden.

Verfügbare Dachfläche

In einem ersten Schritt ist die Lage auf dem Dach und die verfügbare Montagefläche zu bestimmen. Die Größe des Daches kann aus dem Bauplan abgelesen werden, soweit dieser noch vorhanden ist. Aber erstens sind die Baupläne gerade bei älteren Häusern nicht immer vorhanden und zweitens sind auch vorhandene Baupläne bei der Angabe der Dachmaße oft genug nicht sehr genau. Sicherer ist es daher auf jeden Fall, die Dachfläche selbst auszumessen. Allerdings ist nicht jedes Dach einfach zugänglich, so kann es u.U. sinnvoll sein, mithilfe eines Lasermessgeräts die Dachfläche zu ermitteln. Die Geräte kann man ausleihen. Oder man beauftragt direkt einen Solarteur, das Dach zu vermessen.

Zieht man von der vorhandenen Dachfläche nun noch verschattete Bereiche, Gauben, Fenster und Ähnliches ab, ergibt sich die maximal mögliche Montagefläche für die Photovoltaikanlage. Es ist darauf hinzuweisen, dass insbesondere bei Flachdächern die sich ergebene Fläche nicht der Modulfläche entspricht. Aufgrund der Notwendigkeit einer Aufständerung kommt es zu Verschattungen der Module.

Wirtschaftlichkeit

Ist die mögliche Anlagengröße der Photovoltaikanlage bekannt, lässt sich leicht über die Anzahl der Module ermitteln, wie viel Kilowatt peak die Photovoltaikanlage ungefähr leisten kann. Pro Kilowatt peak können bei günstiger Ausrichtung und Verschattungsfreiheit in Deutschland rund 850 bis 1.000 Kilowattstunden pro Jahr erzielt werden. Der durchschnittliche Verbrauch eines Singlehaushalts liegt bei 1.500 Kilowattstunden pro Jahr, eine vierköpfige Familie benötigt rund 4.000 kWh. Dieser Bedarf kann also mit einer 4 bis 5 kWp-Anlage rechnerisch abgedeckt werden. Wie viele Kilowattstunden direkt genutzt werden können, hängt in erster Linie von der Gleichzeitigkeit von Erzeugung und Verbrauch ab. In einem berufstätigen Haushalt liegt der Eigenverbrauchsanteil erfahrungsgemäß bei ca. 30%. Der überwiegende Teil des Solarstroms wird nicht direkt genutzt und in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Mit Hilfe einer Solarbatterie kann das Verhältnis 30 % Eigenverbrauch und 70 % Netzeinspeisung umgekehrt werden.

Tipp: Die Leistung ist natürlich abhängig von den gewählten Modulen, zur groben Abschätzung kann man bei monokristallinen Modulen von fünf bis sieben Quadratmetern Fläche pro Kilowatt peak (Maßzahl für die Spitzenleistung der Anlage) ausgehen und von sechs bis acht Quadratmeter bei polykristallinen Modulen.

Bei einer netzgekoppelten Anlage steht heute nicht im Vordergrund, möglichst viel Solarstrom einzuspeisen, sondern selbst als Eigenverbrauch zu nutzen. Grund hierfür ist die aktuell geringe Einspeisevergütung, die weniger als die Hälfte der Strombezugskosten beträgt. Die Auslegung der Anlage hinsichtlich Größe und Ertrag wird also nicht mehr wie früher von der zur Verfügung stehenden Dachfläche und den finanziellen Mitteln begrenzt, sondern davon bestimmt, wie hoch der Stromverbrauch ist, um möglichst viel davon direkt oder auch mit Hilfe einer Batterie zu nutzen.

Tipp: Mit dem Photovoltaik Rechner berechnen, ob sich eine Anlage rentiert. Trotz Förderkürzung kann man mit PV-Anlagen viel Geld sparen. Jetzt Rendite berechnen.

Aktuelle Situation des EEG 2017

In der aktuellen Fassung des EEG werden für Photovoltaikanlagen unter 10 kWp weiterhin 100 % des erzeugten Solarstroms abgenommen und dafür eine Einspeisevergütung gezahlt. Auch muss für diese Anlagen keine EEG-Umlage gezahlt werden.

Zusammenfassend spielen für die Wirtschaftlichkeit folgende Punkte eine Rolle:

  • Verfügbare Montagefläche auf dem Dach
  • Stromverbrauch
  • Größe und damit Investitionskosten der Photovoltaikanlage
  • Ggfs. Kosten einer Speicherbatterie
  • Eigenverbrauchsanteil und Anteil Netzeinspeisung

Software zur Auslegung der Photovoltaikanlage

Es wird schon deutlich, dass doch viele Faktoren bei der richtigen Auslegung und Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage eine Rolle spielen und die Planung eine durchaus komplexe Angelegenheit ist. Will man es genauer als mit Faustformeln wissen, können Photovoltaikrechner bzw. Simulationsprogramme zu Hilfe genommen werden.

Ein solches Programm berechnet aufgrund der eingegebenen Rahmenparameter, ob mit den vorhandenen Möglichkeiten eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich betrieben werden kann. Informationen zur optimalen Auslegung der Komponenten der Photovoltaikanlage sind unter dem Stichwort Technik zu finden.

Tipp: Mit dem Solarrechner kann man die Rendite einer Solaranlage berechnen

Linktipp: Software zur Ertragsberechnung von Photovoltaikanlagen
Eine gute Übersicht findet man aufsolarserver.de.

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