Solarstromspeicher Zielgruppe

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Für welche Zielgruppe sind Solarstromspeicher interessant?

Energiespeicher Photovoltaik
Haus mit Solarstromspeicher © BSW-Solar

Sinnvoll ist ein Solarstromspeicher in erster Linie für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die auch in ihren Eigenheimen wohnen und tagsüber berufsbedingt außer Haus sind. Hier kann der Speicher die wochentags produzierte Solarstrommenge speichern und abends und nachts zur Verfügung stellen.

Aspekte, die über die Anschaffung eines Solarstrom-Speichersystems nachdenken lassen sind natürlich in erster Linie die finanziellen Einsparmöglichkeiten. Dem einen oder anderen ist auch die weitestgehende Unabhängigkeit vom Energieversorgungsunternehmen (EVU) wichtig.

Einspeisevergütungen

Grundsätzlich kann die Installation eines Solarstromspeichers aus finanzieller Sicht für alle Betreiber sinnvoll sein, die Einspeisevergütungen unterhalb der derzeitigen Stromtarife erhalten. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde muss nicht eingekauft werden.

Vorsicht ist geboten bei Bestandsanlagen, deren Betreiber ab 2010 in den Genuss der Eigenverbrauchsvergütung gekommen sind. In den besten Fällen werden hier bis zu 22,05Cent pro kWh gezahlt. Diese Marke ist zwar auch unterhalb der heutigen Strompreise angesiedelt. Allerdings können hier noch 70% des erzeugten Stroms eingespeist werden.

Tipp: Mit dem Photovoltaik Rechner berechnen, ob sich eine Anlage rentiert. Trotz Förderkürzung kann man mit PV-Anlagen viel Geld sparen. Jetzt Rendite berechnen.

Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Unternehmen

EFH-Besitzer, die im Jahr 2013 ihre Anlage in Betrieb genommen haben oder dies noch tun werden, sollten sich in jedem Fall die Möglichkeit des Speichereinsatzes berechnen lassen. Aufgrund der oben beschriebenen aktuellen Förderungsmöglichkeit, kann es wegen der niedrigeren Anschaffungskosten große Einsparmöglichkeiten geben.

Bei Mehrfamilienhäusern, deren Dächer erfahrungsgemäß oft günstige Voraussetzungen für Photovoltaikanlagen haben, hat sich bisher noch kein kostengünstiges und leicht zu handhabendes Abrechnungssystem durchgesetzt.

Hier besteht die Krux darin, dass der Strom vom Betreiber der Anlage bzw. dem Eigentümer verkauft werden muss. Denkbar ist dies in Häusern, in denen ein zentraler Zählerplatz existiert. In allen anderen Fällen ist ein hoher Umbauaufwand notwendig. Meistens scheitern diese Vorhaben am großen bürokratischen Aufwand der Hausverwaltungen.

Tipp: Für die Bewertung von unterschiedlichen Betriebsvarianten einer Photovoltaik-Anlage bietet sich die Software pv@now des DGS-Franken e. V. an:

Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), deren Tageslast recht hoch ist, kann eine Eigenverbrauchslösung mit intelligentem Managementsystem sinnvoll sein.

Speichertechnologien erscheinen nur dann prüfenswert, wenn auch nachts stromintensiv produziert, gekühlt oder geheizt wird, bzw. der gespeicherte Strom länger vorgehalten werden kann.

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