Photovoltaikanlage weitere Komponenten

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Sonstige Komponenten einer Photovoltaikanlage

Zu einer Photovoltaikanlage gehört mehr als Solarmodule und Wechselrichter. Der solare Strom muss ja auch vom Dach zum Wechselrichter beziehungsweise in das Netz transportiert werden. Hierfür ist die richtige Verkabelung auszusuchen. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer technischer Komponenten, auf die hier kurz eingegangen wird.

Verkabelung

Solarkabel Photovoltaik
Solarkabel © Wagner Solar

An die Kabel, die in einer Photovoltaikanlage die Module untereinander, Module mit Wechselrichter und Wechselrichter mit Netzeinspeisepunkt verbinden, werden sehr hohe Anforderungen gestellt. Gerade die Kabel zwischen den Modulen und zwischen Modulen und Wechselrichter sind durch ihre exponierte Lage erheblichen Witterungsbedingungen durch Sonne, Regen, Schnee und mechanischen Belastungen ausgesetzt. Deshalb darf hier auch nicht irgendein Kabel verwendet werden, sondern nur entsprechend zertifizierte Solarkabel. Die Kabel, mit denen die einzelnen Module verbunden werden, sind vormontiert.

Kabel für Gleichstrom

Bei der Auswahl der Kabel für den Gleichstrom (also zwischen Modul und Wechselrichter) spielen zwei Faktoren eine große Rolle, nämlich die Kabellänge und der richtige Querschnitt. Diese beiden bestimmen die Verluste, die sich in den Kabeln ergeben. Großer Querschnitt bedeutet geringe Verluste, ebenso kurze Kabel. Kabel mit großem Querschnitt sind aber kostspieliger als Kabel mit geringerem Querschnitt. Natürlich gibt es auch für die Berechnung des idealen Kabelquerschnitts die passenden Programme.

Tipp: Mit dem Photovoltaik Rechner berechnen, ob sich eine Anlage rentiert. Trotz Förderkürzung kann man mit PV-Anlagen viel Geld sparen. Jetzt Rendite berechnen.

Kabel für Wechselstrom

Bei der Wahl der Kabel auf der Wechselstromseite, also vom Wechselrichter zum Einspeisepunkt ist ebenso auf den richtigen Querschnitt zu achten.

Fernsteuerung

Alle Photovoltaikanlagen über 30 kW Leistung müssen mit einer Vorrichtung versehen sein, die es dem Netzbetreiber ermöglicht, die Anlage kurzfristig vom Netz zu nehmen. Damit sollen Netzüberlastungen vermieden werden. Bei Anlagen unter 30 kWp besteht ein Wahlrecht zwischen dem Einbau einer Vorrichtung zur Einspeisebegrenzung, oder zur Reduzierung der Einspeisung auf 70% der Anlagennennleistung. Bei der Wahl zur Einspeisereduzierung auf 70% kann diese ohne großen zusätzlichen Aufwand im Wechselrichter vom Installateur eingestellt werden. Es zählt übrigens nur der in das öffentliche Netz zurück gespeiste Strom, nicht der selbst verbrauchte Strom.

Bei der Wahl zur Fernsteuereinrichtung muss der Anlagenbetreiber diese selbst bezahlen. Es gibt unterschiedliche Techniken, die hier in Absprache mit dem Netzbetreiber genutzt werden. Üblich ist die sogenannte Rundsteuertechnik, die am Einspeisezähler montiert wird. Laut Empfehlung des VDE können die Befehle etwa über einen AC-Schütz (Ein-Aus) realisiert werden.

In Zukunft sollen die neuen digitalen, intelligenten Stromzähler nicht nur mit einer ferngesteuerten Ablesefunktion, sondern auch mit einer fernsteuerbaren Abregelungsfunktion ausgestattet werden.

Tipp: Falls die Solaranlage an schönen Tagen über 70% der Leistung liefert, können natürlich mehr Verbraucher (z.B.:Waschmaschine oder Geschirrspüler) im Haushalt eingeschaltet werden und somit eine Abregelung verhindern.

Datenlogger

Datenlogger Solaranlage
Datenlogger © Wagner Solar

Datenlogger sind meistens im Wechselrichter integrierte Datenspeicher, die neben den Daten des Wechselrichters auch Messwerte von zusätzlich installierten Temperatur- oder Strahlungssensoren aufzeichnen. Außerdem bieten sie über entsprechende Programme die Möglichkeit, diese Daten in Grafiken verständlich darzustellen. Sie bieten sich auch für die Anlagenüberwachung an. Einige Datenlogger habe zudem auch die Fähigkeit, bei Fehlfunktionen eine Alarmmeldung per SMS zu senden und können sogar aus der Ferne über den Laptop oder das Smartphone geregelt werden.

Blitzschutz

Blitzschutz Solaranlage
Blitzschutz Solaranlagen © bilderzwerg, fototlia.de

Eine Blitzschutzanlage ist für Photovoltaikanlagen eigentlich unumgänglich, um die teure Investition zu schützen. Außerdem verlangen die Versicherungsgesellschaften im Normalfall den Nachweis des Blitzschutzes bei Abschluss einer Photovoltaik-Versicherung. Das Blitzschutzkonzept sollte einerseits den äußeren Blitzschutz umfassen, durch den verhindert wird, dass ein Blitz in die Photovoltaikanlage einschlägt. Beim inneren Blitzschutz wird durch besondere Photovoltaik-Ableiter der Potenzialausgleich sichergestellt und so Wechselrichter oder die Solarkabel geschützt.

Feuerwehrschalter

Feuerwehrschalter Solaranlage
Feuerwehrschalter für Solaranlagen © Eaton Industries

Im Brandfall kann es zu erheblichen Problemen mit der Photovoltaikanlagen kommen. Systembedingt fließt von den Solarmodulen zum Wechselrichter immer dann ein Gleichstrom, wenn Strahlung auf die Module fällt. Das kann für Feuerwehrleute gefährliche Konsequenzen haben. Um also die Leitungen stromfrei zu schalten, werden sogenannte Feuerwehrschalter angeboten, die es ermöglichen, zentral die gesamte Photovoltaikanlage stromlos zu schalten. Zusätzlich bietet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) Vorlagen für Hinweistafeln an, die im Einsatzfall die Feuerwehr informiert, daß sich auf dem Dach des Gebäudes eine PV-Anlage befindet.

Tipp: In Zusammenarbeit mehrerer Verbände, u.a. der Berufsfeuerwehr München, wurde die Broschüre „Brandschutzgerechte Planung, Errichtung und Instandhaltung von PV-Anlagen“ herausgegeben.
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