Solarkabel widerstehen Wind und Wetter
Zu einer Photovoltaikanlage gehören natürlich in erster Linie Solarmodule und Wechselrichter. Nicht weniger wichtig sind geeignete Kabel, um die solare Energie vom Dach zum Wechselrichter und vom Wechselrichter zum Einspeisepunkt zu transportieren. Diese müssen besondere Bedingungen erfüllen.

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Entscheidend sind Kabellänge und Kabelquerschnitt
Die Verkabelung einer Photovoltaikanlage muss sehr hohen Anforderungen genügen. Zwischen den einzelnen Solarmodulen sind geeignete Kabel bereits vormontiert. Doch nicht nur diese müssen durch ihre exponierte Lage erheblichen Witterungsbedingungen durch Sonne, Regen, Schnee sowie mechanischen Belastungen standhalten. Auch für die Verbindung von Modulen und Wechselrichtern dürfen nur entsprechend zertifizierte Solarkabel verwendet werden.
Solarkabel sind
- TÜV und VDE geprüft,
- beständig gegen Ozon, Säuren, Laugen, UV-Strahlung und Ammoniak sowie
- robust, abriebfest und flammwidrig ummantelt.
Um den Leistungsverlust möglichst gering zu halten (< 1 %), sollten die Kabelwege so kurz wie möglich sein. Fast noch entscheidender als die Kabellänge ist der Kabelquerschnitt. Dickere Kabel bieten mehr Sicherheit, sind aber natürlich auch teurer. Bei der Berechnung des idealen Kabelquerschnitts helfen entsprechende Programme.

Kabel für Gleichstrom und Wechselstrom
Wichtig für das einwandfreie Funktionieren der Photovoltaik-Anlage ist die Unterscheidung von
- Gleichstromverkabelung: Die DC-seitige Kabelverbindung führt vom Modul zum Wechselrichter. Der Kabelquerschnitt auf der Gleichstromseite liegt bei Einfamilienhaus-Anlagen typischerweise bei 4 mm² (kurze Wege bis ca. 20 m) oder 6 mm² (längere Strecken oder höhere Stromstärken).
- Wechselstromverkabelung: Die AC-seitige Kabelverbindung führt vom Wechselrichter zum Einspeisezähler. Hier liegt der optimale Querschnitt etwas höher.
Solarkabel im Überblick: DC- und AC-Seite
Aktueller Standard: H1Z2Z2-K nach EN 50618
Seit Oktober 2017 gilt für Solarkabel die europäische Norm EN 50618. Sie hat die ältere Bauform PV1-F abgelöst, die zu diesem Zeitpunkt ihre TÜV-Zertifizierung verloren hat. Bei Neuinstallationen sollten ausschließlich Kabel verwendet werden, die der aktuellen Norm entsprechen – sie tragen die Bezeichnung H1Z2Z2-K als Aufdruck auf dem Kabelmantel. Diese Kabel sind für Spannungen bis 1.500 Volt Gleichspannung ausgelegt, halogenfrei, schwer entflammbar und auf eine Gebrauchsdauer von rund 25 Jahren geprüft – also etwa so lange, wie auch die Solarmodule selbst durchhalten. Achten Sie beim Kauf auf den Aufdruck H1Z2Z2-K und das TÜV- oder VDE-Prüfzeichen am Kabel.
Auf der Modulseite erfolgt der Anschluss heute praktisch immer über sogenannte MC4-Steckverbinder. Diese werkzeugfreien Steckverbindungen sind wasserdicht, UV-beständig und dürfen ausschließlich vom selben Hersteller miteinander gepaart werden – das Mischen verschiedener Marken ist nicht zulässig und kann zu gefährlichen Übergangswiderständen führen.
Worauf Sie beim Solarkabel-Kauf achten sollten
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