Solarkabel widerstehen Wind und Wetter
Zu einer Photovoltaikanlage gehören natürlich in erster Linie Solarmodule und Wechselrichter. Nicht weniger wichtig sind geeignete Kabel, um die solare Energie vom Dach zum Wechselrichter und vom Wechselrichter zum Einspeisepunkt zu transportieren. Diese müssen besondere Bedingungen erfüllen.

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Entscheidend sind Kabellänge und Kabelquerschnitt
Die Verkabelung einer Photovoltaikanlage muss sehr hohen Anforderungen genügen. Zwischen den einzelnen Solarmodulen sind geeignete Kabel bereits vormontiert. Doch nicht nur diese müssen durch ihre exponierte Lage erheblichen Witterungsbedingungen durch Sonne, Regen, Schnee sowie mechanischen Belastungen standhalten. Auch für die Verbindung von Modulen und Wechselrichtern dürfen nur entsprechend zertifizierte Solarkabel verwendet werden.
Solarkabel sind
- nach EN 50618 geprüft und entsprechend gekennzeichnet,
- UV-, witterungs- und ozonbeständig; gegen Chemikalien oder Ammoniak nur bei entsprechendem Produktdatenblatt sowie
- robust, abriebfest und flammwidrig ummantelt.
Um Leitungsverluste niedrig zu halten (häufiges Planungsziel auf der DC-Seite: unter etwa 1 %), sollten Kabelwege kurz bleiben und der Querschnitt berechnet werden. Fast noch entscheidender als die Kabellänge ist der Kabelquerschnitt. Dickere Kabel bieten mehr Sicherheit, sind aber natürlich auch teurer. Bei der Berechnung des idealen Kabelquerschnitts helfen entsprechende Programme.

Kabel für Gleichstrom und Wechselstrom
Wichtig für das einwandfreie Funktionieren der Photovoltaik-Anlage ist die Unterscheidung von
- Gleichstromverkabelung: Die DC-seitige Kabelverbindung führt vom Modul zum Wechselrichter. Der Kabelquerschnitt auf der Gleichstromseite liegt bei Einfamilienhaus-Anlagen typischerweise bei 4 mm² (kurze Wege bis ca. 20 m) oder 6 mm² (längere Strecken oder höhere Stromstärken).
- Wechselstromverkabelung: Die AC-seitige Kabelverbindung führt vom Wechselrichter zum Einspeisezähler. Auch hier wird der Querschnitt aus Wechselrichterleistung, Leitungslänge, Verlegeart und zulässigem Spannungsfall berechnet; pauschal liegt er nicht höher oder niedriger als auf der DC-Seite.
Solarkabel im Überblick: DC- und AC-Seite
Aktueller Standard: H1Z2Z2-K nach EN 50618
Für neue PV-DC-Leitungen ist heute DIN EN 50618 (VDE 0283-618):2015-11 maßgeblich; die Norm ist weiterhin aktuell. Ältere PV1-F-Leitungen nach TÜV 2PfG 1169 wurden durch H1Z2Z2-K-Leitungen nach EN 50618 abgelöst; TÜV Rheinland zog die älteren 2PfG-Zertifizierungsgrundlagen am 27. Oktober 2017 zurück. Bei Neuinstallationen sollten ausschließlich Kabel verwendet werden, die der aktuellen Norm entsprechen – sie tragen die Bezeichnung H1Z2Z2-K als Aufdruck auf dem Kabelmantel. Diese Kabel sind für Spannungen bis 1.500 Volt Gleichspannung ausgelegt, halogenfrei, schwer entflammbar und auf eine Gebrauchsdauer von rund 25 Jahren geprüft – also etwa so lange, wie auch die Solarmodule selbst durchhalten. Achten Sie beim Kauf auf den Aufdruck H1Z2Z2-K und das TÜV- oder VDE-Prüfzeichen am Kabel.
Auf der Modulseite erfolgt der Anschluss heute praktisch immer über sogenannte MC4-Steckverbinder. Diese werkzeugfreien Steckverbindungen sind wasserdicht, UV-beständig und dürfen ausschließlich vom selben Hersteller miteinander gepaart werden – das Mischen verschiedener Marken ist nicht zulässig und kann zu gefährlichen Übergangswiderständen führen.
Worauf Sie beim Solarkabel-Kauf achten sollten
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