Solarstromspeicher Kosten Nutzen

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Energiespeicher Photovoltaik
Solarstromspeicher © M. Schuckart, fotolia.com

Die Kosten-Nutzen-Frage ist aufgrund der beschriebenen individuell verschiedenen Gegebenheiten nicht pauschal zu beantworten. Es lassen sich aber einige Szenarien mit Erfahrungswerten abbilden.

Erfahrungswerte

Ein 4-Peronen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahres-Verbrauch von 4.500 kWh und einer 5 kWp-Anlage kann mit Hilfe einer Solarbatterie einen Eigenverbrauchsanteil von ca. 65% erreichen. Wenn man annimmt, daß die 5 kWp-Anlage mit 900 kWh/kWp jährlich insgesamt 4.500 kWh erzeugt, entspricht dies 2.925 kWh, die nicht eingekauft werden müssen. Bei einem Preis von angenommenen 0,28 € pro kWh können so 819 € pro Jahr gespart werden, wenn der Strompreis über 20 Jahre stabil bliebe. Zu Grunde gelegt wird hier ein Speicher mit 5 kWh nutzbarer Speicherkapazität. Bei einem kleineren Speicher oder kleinerer PV-Anlage reduziert sich der Eigenverbrauchsanteil entsprechend.

Eigenverbrauchsanteil © Prof. Dr. Volker Quaschning
Eigenverbrauchsanteil © Prof. Dr. Volker Quaschning

Die Abbildung macht deutlich, welchen Einfluss Speicherkapazität und Generatorgröße auf den Eigenverbrauch haben. Um diese Größen unabhängig vom Jahresstromverbrauch darstellen zu können, sind sie normiert auf 1 MWh. Dies bedeutet, dass sich z.B. bei einem Stromverbrauch von 4.500 kWh jährlich und einer 4,5 kWp-Anlage auf der x-Achse der Wert „1“ ergibt. Ohne Batterie ergäbe sich ein Eigenverbrauchsanteil von 30 % ( nutzbare Speicherkapazität „0“ ).

Tipp: Für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung empfiehlt es sich, den Kunden selbst nach seiner Einschätzung einer zu erwartenden Strompreissteigerung zu fragen.
Tipp: Mit dem Photovoltaik Rechner berechnen, ob sich eine Anlage rentiert. Trotz Förderkürzung kann man mit PV-Anlagen viel Geld sparen. Jetzt Rendite berechnen.

Bestimmung des Autarkiegrades ( Netzunabhängigkeit )

Im Unterschied zum Eigenverbrauchsanteil, der den durchschnittlichen Anteil des verbrauchtem am selbst erzeugten Solarstrom angibt, erhält man mit dem Autarkiegrad den Wert des vermiedenen Strombezugs, also der Netzunabhängigkeit.

Als Beispiel in der Grafik mit rot markiert ist für einen Haushalt mit 4.700 kWh jährlichem Stromverbrauch, einem nutzbarem Speicher mit 2,8 kWh und einer Photovoltaikanlage mit 7 kWp eine daraus resultierende Netzunabhängigkeit von 50%. Dieser Haushalt braucht also nur noch 2.350 kWh Strom hinzukaufen.

Im Internet gibt es mehrere Tools zur Bestimmung von Eigenverbrauchsanteils und Autarkiegrades. Ein Beispiel hierfür ist der Unabhängigkeitsrechner der HTW-Berlin.

Investitionen

Die Kosten für Stromspeicher hängen im Wesentlichen von der verwendeten Technologie (Lithium oder Blei) und der nutzbaren Speicherkapazität ab. Derzeit betragen die Kosten pro nutzbarer kWh bei Lithiumspeichern ca. 1.100,- bis 1.500,- €, für Bleispeicher muss man mit spezifischen Kosten von ca. 800,- € für ein komplettes System, bestehend aus dem Speicherakkumulator, der Steuerung und dem Wechselrichter/Laderegler zuzüglich Installationskosten rechnen.

Eindeutiger Nutzen für den Anlagebetreiber ist derzeit die Erhöhung des Anteils des Eigenverbrauchs und des Autarkiegrades und damit eine deutliche Unabhängigkeit vom Energieversorger und nicht absehbaren Preissteigerungen beim Strombezug. Volkswirtschaftlich betrachtet können mit der Möglichkeit der dezentralen Solarstromspeicherung die Netze entlastet werden.

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