Solarstromspeicher Förderung

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Finanzielle Förderung von Solarstromspeichern

Energiespeicher Photovoltaik
Haus mit Solarstromspeicher © Doc Rabe, fotolia.com

Im März 2016 hat der Bund in Kooperation mit der KfW das Förderprogramm für die Anschaffung von Solarstromspeichern verlängert. Photovoltaikanlagen, die nach dem 31.12.2012 in Betrieb gegangen sind und kleiner als 30 kWp sind, sowie Neuanlagen, können von der KfW-Förderung profitieren. Die Speicherung von Solarstrom entlastet die Stromnetze und wird daher gefördert.

Tipp: Der Förderantrag muss unbedingt vor der Beauftragung des Speicherkaufs gestellt werden. Eine nachträgliche Förderung ist ausgeschlossen.
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Die KfW gewährt für Photovoltaik- und Speicheranlagen Kredite mit unterschiedlich langer Laufzeit, wobei meist zwischen 5, 10 und 20 Jahren gewählt werden kann. Die Zinssätze für diese Kredite richten sich nach der individuellen Bonität des Antragstellers, die von der Hausbank ermittelt wird. Außerdem hängen sie natürlich von der Marktentwicklung ab. Sie werden daher auch stets angepasst, sodass hier keine genauen Konditionen genannt werden können.

Die großen Vorteile der Kredite der KfW sind die tilgungsfreien Anfangsjahre, die je nach Laufzeit zwischen ein und drei Jahren betragen können. Zudem finanziert die KfW mit ihren Programmen die gesamte Investition, es muss also kein Eigenkapital aufgebracht werden.

Der Antrag für einen KfW Kredit wird über die Hausbank gestellt. Wichtig: Der Antrag muss gestellt werden, bevor mit der Maßnahme begonnen wird. Antragsberechtigt sind im Übrigen Privatpersonen, Freiberufler, aber auch gemeinnützige Organisationen oder Unternehmen.

Solarspeicher © Markus Dehlzeit, fotolia.com
Illustration Solarstromspeicher © Markus Dehlzeit, fotolia.com

Das KfW Programm 275 zur Förderung von Solarstromspeichern

Im Mai 2013 wurde das Marktanreizprogramm für Solarstromspeicher aufgelegt und in 2016 verlängert. Förderberechtigt sind neue kombinierte Photovoltaik- und Speicheranlagen, sowie Photovoltaikanlagen, die ab dem 01.01.2013 in Betrieb genommen wurden und einen Solarstromspeicher nachgerüstet erhalten. Die Förderung stellt zweigeteilt Gelder zur Verfügung: Zum Einen wird ein Kredit für die kombinierte Anlage, die aus Photovoltaikanlage und Speicher besteht, gewährt; zum Anderen wird für den Solarstromspeicher zusätzlich ein Tilgungszuschuss vom Bundesumweltministerium gezahlt.

Es gelten folgende Bedingungen:
Nur ein Speichersystem wird pro Anlage gefördert, die Leistung der kombinierten Anlage darf höchstens 30 kWp betragen und die Anlage muss in Deutschland stehen.

Außerdem darf die Photovoltaikanlage maximal 50 % ihrer installierten Leistung in das öffentliche Stromnetz abgeben. Diese Leistungsbegrenzung gilt für mindestens 20 Jahre bzw. die gesamte Lebensdauer der Anlage, auch wenn das Speichersystem zwischenzeitlich außer Betrieb genommen wird. Weiterhin muss der Speicher mit einer Zeitwertersatzgarantie von 10 Jahren ausgestattet sein.
Der Wechselrichter muss über eine geeignete und offen gelegte Schnittstelle zur Fernsteuerung verfügen und hinsichtlich Wirk- und Blindleistung fernparametrierbar sein. Bei Eingriffen in das System des Anlagenbetreibers über die Schnittstellen muss der der Betreiber grundsätzlich zustimmen.

Folgende Konditionen gelten für das Förderprogramm:

  • Zinshöhe in Abhängigkeit von der Solvenz des Antragstellers: zwischen 1,25 und 9,35 % ( Stand September 2017 )
  • Laufzeit: zwischen 5 und 20 Jahren
  • Auszahlung: 100 %
  • Tilgungsfreie Zeit: zwischen 1 und 3 Jahre
  • Eine Aufstockung des Kredits oder des Tilgungszuschusses ist nicht möglich.
  • Der Kreditantrag ist vor dem Speicherkauf zu stellen.
  • Der Tilgungszuschuss beträgt bis Ende 2017 13%, in 2018 10%.

Weitere Details findet man auf den Internetseiten der KfW.

Kredite anderer Banken

Inzwischen bieten auch viele andere Kreditinstitute spezielle Kredite für Photovoltaikanlagen. Hier ein kurzer Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Umweltbank

Die Umweltbank bietet verschiedene Programme für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen. Sowohl die Höhe der maximalen Kreditsumme wie die effektiven Zinssätze werden stets den Marktbedingungen angepasst. Es können Sondertilgungen vereinbart werden. Außerdem kann ab einer Höhe von 10.000 Euro auch die Mehrwertsteuer zwischenfinanziert werden. Die Laufzeit kann bis zu 18 Jahre betragen, wobei die Zinsbindung bei den üblichen 10 Jahren liegt. Auch bei diesen Krediten kann ein tilgungsfreies Anfangsjahr vereinbart werden. Der große Vorteil des Kredits der Umweltbank: Es muss keine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen werden und außerdem kann die Mehrwertsteuer vorfinanziert werden. Darüber hinaus bietet die Umweltbank die Möglichkeit der jährlichen Sondertilgung in Höhe von bis zu fünf Prozent der Kreditsumme. Zudem kann der Tilgungssatz während der Laufzeit des Kredits zweimal geändert werden, das bietet besonders hohe Flexibilität und ist bei anderen Banken häufig nicht kostenlos.

Weitere Informationen: Webseite Umweltbank

GLS Bank

Die GLS Bank ist nach eigenen Angaben sozial-ökologisch ausgerichtet und bietet für Photovoltaikanlagen Kredite, wobei die Laufzeit auf 20 Jahre begrenzt ist. Je länger die Zinsbindung, umso höher fällt der Effektivzinssatz aus. Im Gegensatz zu den anderen Kreditangeboten finanziert die GLS Bank jedoch die Investition nicht zu 100 %, sondern verlangt Eigenkapital. Vorteile der Kredite: Eine Zwischenfinanzierung der Mehrwertsteuer ist möglich, es wird kein Grundbucheintrag verlangt. Es werden auch Photovoltaikanlagen auf fremden Immobilen finanziert.

Weitere Informationen: GLS-Bank

Bausparkassen

Auch viele Bausparkassen haben mittlerweile Kreditangebote entwickelt, die zur Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage herangezogen werden können. Diese Photovoltaik-Angebote der Bausparkassen sind grundsätzlich Kombinationen aus einem sogenannten Zinszahlungsdarlehen und einem Bausparkredit. Die Bausparkasse gewährt dann ein Darlehen über die Investitionssumme für die Photovoltaikanlage, wobei im Normalfall die Mehrwertsteuer nicht finanziert wird. Für dieses Darlehen werden nur die Zinsen gezahlt. Gleichzeitig wird dann ein Bausparvertrag über die Darlehenshöhe abgeschlossen und dieser wird angespart. Am Ende der Ansparzeit (meist um die 8 bis 9 Jahre) wird mit dem Bausparvertrag das ursprüngliche Darlehen getilgt. Da meist nur die Hälfte angespart wird, muss dann noch für weitere 8 Jahre der Bausparvertrag getilgt werden. So kommt man auf jeden Fall auf Laufzeiten von rund 18 Jahren, hat aber für die gesamte Zeit sichere Zinskonditionen.

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