Rechner: Wie viele Photovoltaik-Module passen auf mein Dach

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Die Nutzung von Sonnenenergie ist für Hauseigentümer sehr attraktiv: Durch die Installation einer Photovoltaikanlage lässt sich ein Teil des benötigten Stroms kostengünstig auf dem eigenen Dach erzeugen. Das bedeutet mehr Unabhängigkeit vom lokalen Stromanbieter und den stetig steigenden Energiepreisen.

Ist neben der Photovoltaikanlage auch ein Batteriespeicher installiert, ist der Strom auch in den Abend- und Nachtstunden nutzbar, wenn die Sonne nicht scheint. Und verfügt der Haushalt zudem über ein Elektroauto und eine Ladebox, die sich mit dem Solarstrom speist, ist die persönliche Mobilität unschlagbar günstig.

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Soweit die Vorteile. Gleichzeitig bedeutet eine Photovoltaikanlage aber immer auch eine gewisse Investition. Diese zahlt sich nur dann aus, wenn die Photovoltaikanlage ausreichend Strom liefern kann, um die Investitionskosten wieder einzuspielen.

Je leistungsstärker die Photovoltaikanlage ist, desto schneller amortisiert sie sich bei einem hohen Maß an Eigenverbrauch. Die Leistungsstärke hängt von der Zahl der installierten Photovoltaikmodule ab. Allerdings: Die Dachfläche ist begrenzt. Somit kann immer nur eine bestimmte Anzahl an Modulen installiert werden.

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Der Photovoltaik-Modul-Rechner macht es leicht zu ermitteln, wie viele Photovoltaikmodule auf dem eigenen Dach Platz finden können. Anhand der Abmessung der Module und den Maßen der Dachfläche ist die Anzahl unkompliziert ermittelt. So kann der Rechner auch schnell zur Entscheidungshilfe werden, wenn beispielsweise Module mit unterschiedlichen Abmessungen zur Auswahl stehen. Auf jeden Fall erhalten Bauherren und Modernisierer mithilfe des Rechners einen guten ersten Eindruck, ob sich die Nutzung der regenerativen Energieerzeugung für sie lohnt. Die Planung der Anlage ist dann natürlich Sache für einen qualifizierten Fachbetrieb.

Dachflächen optimal nutzen: Durch die richtige Anordnung und die passenden Photovoltaik-Module holen Hauseigentümer aus ihrem Dach als Kraftwerk die größtmöglichen Erträge heraus © anatoliy_gleb, stock.adobe.com
Dachflächen optimal nutzen: Durch die richtige Anordnung und die passenden Photovoltaik-Module holen Hauseigentümer aus ihrem Dach als Kraftwerk die größtmöglichen Erträge heraus © anatoliy_gleb, stock.adobe.com

Was Sie für die Berechnung wissen sollten

Damit der Rechner ein verlässliches Ergebnis liefert, brauchen Sie nur wenige Angaben: die Maße der nutzbaren Dachfläche in Länge und Breite, die Abmessungen eines Solarmoduls, die geplanten Abstände zwischen den Modulen und zum Dachrand sowie die gewünschte Montagerichtung – also längs (hochkant) oder quer. Aus diesen Werten errechnet das Tool die Anzahl der Module, die voraussichtlich Platz finden, und auf Wunsch auch die installierte Gesamtleistung und den Jahresertrag.

Die genauen Modulmaße und die Nennleistung pro Modul finden Sie in den Datenblättern der Hersteller. Eine Übersicht typischer Modulformate und ihrer Eigenschaften gibt unser Beitrag zu Größe und Leistung von Photovoltaik-Modulen.

Rechner: Anzahl Photovoltaik-Module pro Fläche berechnen

Längs- oder Quermontage? Die richtige Modulanordnung

Welche Anordnung der Module am Ende mehr Platz auf Ihrer Dachfläche herausholt, hängt vor allem von der Geometrie des Daches ab. Auf einem klassischen Schrägdach mit großer Trauflänge ist die Längsmontage – also Module hochkant – meist die naheliegende Wahl. Bei niedrigen, breiten Dachflächen oder besonderen Dachformen kann die Quermontage hingegen mehr Module ermöglichen. Für eine erste Einschätzung können Sie einfach beide Varianten im Rechner durchspielen und die Ergebnisse vergleichen.

Längsmontage (Hochformat)

Ausrichtung
Längskante des Moduls steht senkrecht zur Dachtraufe
Stärke
Wasser und Schnee laufen entlang der Modulkante zügig ab
Passt gut zu
Schrägdächern mit ausreichender Höhe von Traufe bis First
Typischer Einsatz
Einfamilienhaus mit klassischem Sattel- oder Pultdach

Quermontage (Querformat)

Ausrichtung
Längskante des Moduls verläuft parallel zur Dachtraufe
Stärke
Mehr Module pro Reihe bei breiten, aber niedrigen Dächern
Passt gut zu
Pultdächern mit geringer Höhe, manchen Reihenhausdächern
Typischer Einsatz
Flachdach mit aufgeständerten Modulen, schmale Dachformen

Unabhängig von der Montagerichtung sollten Sie bei der Planung Mindestabstände einhalten: Zum Dachrand werden je nach Region und Windlast meist 30 bis 50 cm empfohlen, zwischen den Modulen reichen ein bis zwei Zentimeter. Genaue Vorgaben macht Ihr Fachbetrieb anhand der örtlichen Wind- und Schneelastzonen.

Vom Modul-Rechner zur fertigen Anlage

Der Rechner liefert eine erste Orientierung – mehr nicht. Er ersetzt keine fachliche Planung, weil er weder Dachneigung und Ausrichtung noch Verschattung, statische Belastbarkeit oder die elektrische Auslegung berücksichtigt. Das ist auch nicht seine Aufgabe: Der Rechner soll Ihnen ein Gefühl dafür geben, ob Ihre Dachfläche grundsätzlich für eine sinnvolle Anlagengröße ausreicht. Den nächsten Schritt machen Sie dann mit einem qualifizierten Fachbetrieb.

Dach ausmessen

Länge und Breite der nutzbaren Dachfläche bestimmen. Nicht nutzbar sind Bereiche um Dachfenster, Schornsteine, Gauben oder verschattete Zonen.

Modulgröße festlegen

Konkrete Modulmaße aus dem Datenblatt oder einen typischen Wert als erste Annahme verwenden. Wer mehrere Module vergleicht, rechnet einfach beide Varianten durch.

Im Rechner berechnen

Werte eintragen, Längs- oder Quermontage wählen und das Ergebnis prüfen. Bei knapper Fläche lohnt es sich, beide Anordnungen gegenzurechnen.

Fachbetrieb beauftragen

Mit dem Ergebnis in der Hand können Sie gezielt Angebote einholen. Über unsere Fachbetriebssuche finden Sie Betriebe in Ihrer Nähe.

Reicht die Dachfläche rechnerisch nicht für die gewünschte Anlagengröße aus, gibt es mehrere Optionen: leistungsstärkere Module mit höherem Wirkungsgrad, eine zusätzliche Fläche auf einer Garage oder einem Carport, oder im Einzelfall eine Indach-Lösung, bei der die Module die Dacheindeckung ersetzen. Welche Variante sich anbietet, lässt sich im Vorfeld am besten gemeinsam mit dem Fachbetrieb klären.

Haus Bauplan Solar © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
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