Einspeisevergütung

Teilen:

Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen

Einspeisevergütung Photovoltaikanlage Rendite
Einspeisevergütung © guukaa , fotolia.com

Mit dem Erneuerbare Energien Gesetz wurde im Jahr 2000 endgültig festgelegt, dass die Netzbetreiber allen Eigentümern einer Photovoltaikanlage für den Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird, einen festgelegten Betrag zu zahlen hatten. Die Höhe der Einspeisevergütung wurde vom Gesetzgeber festgelegt.

Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

Das EEG trat zum 01. April 2000 in Kraft und war Ersatz für das vorher geltende Stromeinspeisungsgesetz. Das Stromeinspeisungsgesetz hatte seit den 1990er Jahren die Netzbetreiber dazu verpflichtet, Strom, den etwa Betreiber kleiner Wind- oder Wasserkraftwerke produzierten, diesen auch abzunehmen. Zu dieser Zeit wurde der regenerativ erzeugte Strom jedoch nur mit niedrigen Mindestsätzen vergütet, die allerdings nicht vom Gesetzgeber festgesetzt waren.

Mit Inkrafttreten des EEG änderte sich dieser unbefriedigende Zustand. Mit dem Erneuerbare Energien Gesetz wurden die Tarife für den aus verschiedenen Quellen stammenden Strom festgesetzt. Auch in der ersten Fassung des EEG wurden schon höhere Tarife für Strom aus kleinen Anlagen festgelegt.

Ziel des EEG

Erklärtes Ziel des Erneuerbare Energien Gesetzes war und ist die Förderung der regenerativen Energien, also Strom aus Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Deponie-, Klär- und Grubengas, Geothermie und Photovoltaik. Dadurch soll die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vermindert werden und die Technologieentwicklung gefördert werden. Der Erfolg des Erneuerbare Energien Gesetzes zeigt sich unter anderem daran, dass viele Staaten das EEG kopiert haben.

Tipp: Mit dem Photovoltaik Rechner berechnen, ob sich eine Anlage rentiert. Trotz Förderkürzung kann man mit PV-Anlagen viel Geld sparen. Jetzt Rendite berechnen.

Atmender Deckel und Degression

Im Erneuerbare Energien Gesetz sind die Einspeisevergütungen festgesetzt, die die Netzbetreiber den Anlagenbetreibern für den regenerativen Strom zahlen müssen. Die Höhe der Einspeisevergütung wird für zwanzig Jahre garantiert. Das gibt dem Anlagenbetreiber die Sicherheit, die regenerative Anlage wirtschaftlich betreiben zu können und vorab auf einer belastbaren Basis zu kalkulieren.

Gleichzeitig wurde in der Novelle des EEG 2009 aber auch für die Photovoltaik eine gleitende Degression, der sogenannte atmende Deckel, eingeführt. Damit werden Anlagenbetreiber dazu angehalten, keine überteuerten Anlagen zu kaufen und wirtschaftlich zu investieren. Gleichzeitig wird mit der sinkenden Einspeisevergütung auf die deutlich sinkenden Anlagenpreise reagiert.

Die Degression in der Photovoltaik ist abhängig von der Menge neu gebauter Photovoltaikanlagen in einem vorher festgelegten Zeitraum. Gleitend nennt sich die Degression, weil sie sich je nach der Menge der neuen Solaranlagen mehr oder weniger vermindert.

Solarstrom Förderung
Entwicklung der Photovoltaik Förderung, Bildquelle: Bundesverband Solarwirtschaft

Weitere Änderungen im Jahr 2014

Gleichzeitig sind noch einige weitere Änderungen beschlossen worden. Hier eine Übersicht in Kürze:

Hier eine Übersicht in Kürze:

  • Das Marktintegrationsmodell wurde eingeführt (Selbstvermarktung oder Selbstverbrauch bei mittleren Anlagen).
  • Förderung von kleinen Anlagen bis 10 kW über Einspeisevergütung weiterhin für 100 % des Solarstroms.
  • Förderung von mittleren Anlagen zwischen 10 kW und 1000 kW über Einspeisevergütung ab 01. Januar 2014 nur noch für 90 % des Solarstroms
  • Förderung von Großanlagen und Freiflächenanlagen zu 100 %.
  • Wegfall des Eigenverbrauchsbonus.

Änderungen mit dem EEG 2017

Mit dem EEG 2017 haben sich nur wenige Änderungen gegenüber dem vorherigen EEG 2014 ergeben. Nach wie vor ist die EEG-Umlage für die Eigenversorgung reduziert, wenn der Erzeuger den Strom selbst in unmittelbarer Nähe verbraucht und der Strom nicht durch das Netz zur allgemeinen Versorgung geleitet wird. Es sind dann nur 40 % der EEG-Umlage auf den eigenverbrauchten Strom zu zahlen.
Hiervon sind Betreiber von kleinen Anlagen (mit der Einschränkung, dass nicht mehr als 10 MWh verbraucht werden), Inselanlagen und bestehende Anlagen ausgenommen. Sie liegen unter der Bagatellgrenze und zahlen keine EEG Umlage auf den selbst erzeugten und verbrauchten Strom.

Künftige Betreiber von Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern oder auf (nicht zu großen) gewerblichen Dächern können somit weiterhin eine feste Vergütung erhalten. Die Regeln dafür haben sich nicht geändert.

Geändert hat sich lediglich die Degression der festgeschriebenen Vergütung. Künftig kann der anzulegende Wert monatlich um 0,5 % abgesenkt werden. Jeweils zum 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November erfolgt außerdem eine Anpassung dieser Basisdegression in Abhängigkeit des Zubaus.

Entwicklung der Einspeisvergütung für Dachanlagen

Anlagentyp Inbetriebnahme Wohngebäude bis 10 kW Wohngebäude bis 40 kW Wohngebäude 40 bis 500 kW Dachanlagen auf Nichtwohngebäuden und Freifläche bis 500 kW
September 2015 12,31 Cent/kWh 11,97 Cent/kWh 10,71 Cent/kWh 8,53 Cent/kWh
September 2017 12,2 Cent/kWh 11,87 Cent/kWh 10,61 Cent/kWh 8,44 Cent/kWh

bis zu 30% sparen

Angebote für Solaranlagen
von regionalen Anbietern

Unverbindlich
Qualifizierte Anbieter
Kostenlos

Artikel teilen: